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Der neue Platz ist Zukunftsmusik

Von Bei einem Ortsrundgang berichteten die Hornauer von ihren kleinen und großen Sorgen im Stadtteil.
Auf Tour mit dem Bürgermeister: Thomas Horn bespricht auf der frisch sanierten Liederbachbrücke die Pläne mit den Hornauern.	Foto: Knapp Auf Tour mit dem Bürgermeister: Thomas Horn bespricht auf der frisch sanierten Liederbachbrücke die Pläne mit den Hornauern. Foto: Knapp
Hornau. 

Das rote Sandsteinkreuz steht etwas unscheinbar an der Ecke Rotlintallee/Hornauer Straße. Was eher auffällt, sind die Parkplätze und die Recycling-Container. "Das ist für einen Katholik schwierig", sagt Bürgermeister Thomas Horn. "Für einen Protestanten auch." Doch die missliche Gestaltung rund um das 1819 errichtete Kreuz und den Platz vor dem Vereinshaus wird wegen der städtischen Sparbemühungen wohl erst einmal mal so bleiben. Trotzdem ließen es sich die "Bürger für Hornau" nicht nehmen, hier ihre öffentliche Ortsbegehung mit Bürgermeister Thomas Horn und dem Leiter des Bauamtes, Patrick Büttner, zu beginnen. Schließlich liegt ihnen die Neugestaltung der Fläche weiterhin am Herzen.

Wie der Platz einmal aussehen könnte, präsentierte Horn auf einer Zeichnung, die er als "Diskussionsgrundlage" anfertigen ließ. Darauf wirkte das Areal offener und entzerrt. So sind zwar immer noch Container zu erkennen, die stehen jedoch weiter abseits und sind unter die Erde verlegt. Wann das Projekt umgesetzt wird, steht allerdings wegen der Kelkheimer Finanznöte in den Sternen.

Historische Stellen

16 Hornauer, darunter viele Mitglieder des Vereins, waren dem Aufruf gefolgt und ließen ihren großen und kleinen Frust über Widrigkeiten im Ort freien Lauf. Das wichtigste Anliegen der "Bürger für Hornau" ist ein Projekt an der ehemaligen Dorfwaage. Hier soll ein Platz entstehen, in der das Mauerstück und der Pfosten – beides Überbleibsel vom Gagernschen Hofgut – optisch in die Gestaltung mit einbezogen werden. "An diesem Punkt sind zehn historische Stellen an einem Fleck", erklärte der Vereinvorsitzende Dieter Trippe. So sei hier unter anderem die Stelle für die sogenannte "Pferdeschwemme" gewesen, wo Bauern ihre Pferde am Samstag im Bach säuberten (wir berichteten).

Das Projekt, das der Verein mit Hilfe der Stadt plant, wird derzeit für die Vorlage bei Wasser- und Denkmalschutz vorbereitet. Die Behörden müssen den Plänen, die nach einem Entwurf des Kelkheimer Künstlers Joachim Menke ausgearbeitet wurden, zustimmen. Erst dann können die Bauarbeiten beginnen. Rund 20 000 bis 25 000 Euro, schätzt Trippe, wird der erste Bauabschnitt, der spätestens nächstes Jahr starten soll, kosten. Die "Bürger von Hornau" hoffen, dass sie für den zweiten Abschnitt 2014 die Stadt für eine finanzielle Beteiligung gewinnen kann. Ursprünglich war das Vorhaben als Gemeinschaftsunternehmen zwischen dem Verein und der Stadt angelegt, fiel jedoch den kommunalen Sparbemühungen zum Opfer.

Ungepflegte Eiben

Ein anderes Thema auf der Ortsbegehung war die Grünanlage an den Gagernsteinen. "Die Eiben sind für viel Geld angeschafft worden", klagte Hiltrud Bracht. Doch die Bäume würden nicht entsprechend gepflegt. Die Schatzmeisterin des Vereins ärgert sich darüber, dass die Bäume nicht richtig geschnitten werden und das Efeu anfängt, über die Steine zu wachsen. Bemängelt wurde zudem der Zustand des Weges an der "Fuchshöhle". Der Waldboden sei häufig rutschig, und hinter der kleinen Holzbrücke bilde sich nicht selten eine große matschige Pfütze, hieß es von einigen Hornauern. Mit Kies könne man sie vielleicht auffüllen und das Problem beheben. Doch dafür zeigte der Bürgermeister wenig Verständnis. "Hier bleibt alles naturbelassen", meinte Horn knapp.

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