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Die Geschichte der Nieder Vereine

Das 60-jährige Bestehen des Vereinsrings Nied ist für den örtlichen Heimat- und Geschichtsverein Anlass genug, um ihm eine eigene Ausstellung zu widmen. Bis Ende des Jahres informieren Plakate und Exponate von 24 Vereinsringmitgliedern im Heimatmuseum über deren Geschichte.
Schon zur Eröffnung stöbern die Besucher durch die Geschichte des Vereinsrings Nied, der in diesem Jahr 60 wird. Bilder > Foto: Maik Reuß Schon zur Eröffnung stöbern die Besucher durch die Geschichte des Vereinsrings Nied, der in diesem Jahr 60 wird.
Nied. 

Geschichtsunterricht im Heimatmuseum, das klingt zunächst einmal nach staubigen Fakten und vielen trockenen Jahreszahlen, schlimmstenfalls auch noch zum Auswendiglernen für die nächste Klassenarbeit. Hauke Hummel, zweiter Vorsitzender des Vereinsrings Nied, freut sich deshalb umso mehr, dass viele der 24 Vereine, die anlässlich des 60. Geburtstags des Vereinsrings eingeladen wurden, über ihre eigene Geschichte im örtlichen Heimatmuseum zu informieren, mehr mitbrachten als nur Texttafeln und Archivbilder. „Das lief nach dem Schneeballprinzip“, sagt Hauke Hummel, der die jetzt eröffnete Ausstellung in der Beunestraße 9 kuratiert.

Gegenstände gesammelt

„Als ein Verein fragte, ob er auch Gegenstände in die Ausstellung einbringen könne, waren wir begeistert und haben direkt die anderen Vereine auch noch gefragt, ob sie noch Geschichtsträchtiges oder Typisches für ihren Verein haben, das wir ausstellen können“, sagt Hauke Hummel. Und so kam einiges zusammen: Ein „Funkenmariechen“-Trikot vom Karnevalsverein NCC, ein Satz Pokale der Judo-Kämpfer der SG Nied, ein Schach-Tisch des Spielvereins und sechs Sprach-Assistenz-Knöpfe aus der Panoramaschule, die bei Sprachbarrieren der dortigen Schüler die Kommunikation erleichtern.

„Das erste Ziel der Ausstellung war ja, die Geschichte der Vereine darzustellen. Mit den Dingen, die sie dann mitbrachten, landet man aber in der Ausstellung auch in der Jetzt-Zeit“, erläutert Hauke Hummel.

Die Anforderungen an die Vereine zur Teilnahme an der Ausstellung waren indes gering. In gestalterischer Hinsicht habe der Heimat- und Geschichtsverein, der sich normalerweise in der Dauerausstellung der die Aufarbeitung der Nieder Historie widmet, ihnen größtenteils freie Hand gelassen, erklärt Vereinsvorsitzender Wolfgang Lampe. „Vorhanden sein musste eben nur die Geschichte des Vereins. Man sieht aber an der Aufmachung aller hier vertretenen Präsentationen eine große Liebe zum Detail, zum Beispiel an extra für die Ausstellung angefertigten, aktualisierten Zeitleisten wie beim Bogensportclub aus der Simsonstraße“, erklärt Wolfgang Lampe.

Auch neue Vereine

Lässt man den Blick über die Gründungsdaten schweifen, liegt der Bogensportclub mit dem Jahr 1958 ziemlich im Mittelfeld. Zu den ältesten noch aktiven Vereinen, die in der Ausstellung über ihre Geschichte informieren, gehören der 1857 gegründete Männergesangsverein der Christuskirchengemeinde und die SG Nied, die ihr Gründungsjahr 1877 auch im Namen trägt. Aber auch eine Vielzahl an Neugründungen, die ihren Weg in den Nieder Vereinsring gefunden haben, stellen sich vor, zum Beispiel der Förderverein für die Panoramaschule (Gründung 2012) oder das erst knapp zwei Jahre alte Volkstheater Hessen.

Letzteres schreibt sich als Ziel neben der Pflege der hessischen Mundart auch die Förderung der Heimatpflege und die Bewahrung von kulturellen Eigenheiten auf die Fahne. Dieses Anliegen haben auch der Heimat- und Geschichtsverein und der Vereinsring Nied selbst ebenso. „Da kommen wir uns aber nie ins Gehege“, versichert Vereinsringsvorsitzender Helmut Grohmann. „Vielmehr arbeiten wir an vielen Stellen zusammen und helfen uns gegenseitig.“

Das Stichwort „zusammenarbeiten“ greift Wolfgang Lampe auch gerne auf. So ganz uneigennützig hätte sein Verein die Ausstellung denn auch nicht ins Leben gerufen, gibt er verschmitzt zu. „Wenn die Besucher mit dieser Ausstellung fertig sind, schnappe ich sie mir und bringe sie nach drüben in die Dauerausstellung.“ In der Dauerausstellung des Nieder Heimatmuseums ist die Geschichte des Stadtteils dokumentiert, von den Anfängen des Ortes mit einer römischen Ziegelei im ersten Jahrhundert nach Christus bis zu den zum Teil heute noch prägenden baulichen Entwicklungen im Nachgang der Industrialisierung.

Die aktuelle Sonderausstellung im Nieder Heimatmuseum, in der sich ein Dutzend Nieder Vereine zum 60. Geburtstag des Vereinsrings vorstellen, ist noch bis zum Ende des Jahres jeden Sonntag von 14 bis 17 Uhr und nach telefonischer Vereinbarung unter (0 69) 39 87 89 zu sehen.

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