Lade Login-Box.
E-Paper Abo & Service Immo Stellen Trauer
Anzeige Laufsport - Alles rund um den Mainova Frankfurt Marathon ... Frankfurt am Main 21°C

Die Konzerte des kleinen Rockclubs werden größer

Es begann als Versuch, ein Freiluftkonzert zu etablieren. Mittlerweile notieren sich Rockfans den Termin fest im Kalender.
Schwalbach. 

Sie sind weit mehr als nur Organisatoren: Auf dem Continental-Parkplatz wird schnell deutlich, dass die Mitglieder des Schwalbacher Rockclubs auch Fans ihrer Veranstaltung sind. Männer und Frauen in Pullis und Jacken des Vereins haben sich ausgelassen unters Publikum gemischt. Allen voran der Vorsitzende Michael Schedelik, der als Stimmungsmacher vor der Bühne wirkt. Klatschend feuert der Chef des Rockclubs die Menge an, bevor er einzelne Zuhörer schnappt und zu sich in die erste Reihe holt.

Begeisterung von Seiten der Ehrenamtlichen ist nicht nur notwendig, um das Großereignis samt Auf- und Abbau zu stemmen. Diese Leidenschaft springt auch auf die Zuschauer über. Alle Besucher, die Schedelik animiert, tanzen kurze Zeit später oder lassen ihre Haare zur Musik kreisen. Bei freiem Eintritt ist die Atmosphäre freundlich und friedlich. "Wir wollen nichts verdienen", betont Schedelik. "Der Verein hat sich auf die Fahnen geschrieben, dass die Leute Spaß haben sollen", erklärt Pressesprecherin Gabi Ott. Dieses Ziel kann der Rockclub mit seinen 28 Mitgliedern ohne finanzielles Risiko verfolgen, weil die Stadt und die Kulturkreis GmbH die meisten Kosten übernehmen. Die Bezahlung der Musiker und die Miete für die Bühne waren abgedeckt.

"Wir sind die Organisatoren vor Ort und machen die Logistik", erläutert Schedelik. Außerdem übernimmt der Verein die Auswahl der Bands. Moderatorin Katharina Ott begrüßt drei Gruppen auf der Bühne: Bekannte Klänge für Heavy-Metal-Freunde liefert die Coverband "Minetallica", die als erstes im Scheinwerferlicht steht. Die Frankfurter haben die Hits der Kultband "Metallica" im Gepäck.

Zwischen Rock und Heavy Metal ist die Musik der Gruppe "Dystonia" aus Langen angesiedelt. Auch hier ist rhythmisches Kopfnicken angesagt. Den Abschluss macht eine weitere Coverband, die sich auf kein Rock-Genre zuordnen lässt. Die Heilbronner Gruppe "Rockhouse" überrascht die Zuhörer mit einem Programm, in dem sich unter anderem Titel der "Ärzte" mit welchen von "Iron Maiden" und Billy Idol abwechseln.

Stete Steigerung

Die finanzielle Unterstützung durch Stadt und Kulturkreis bedeutet nicht, dass die Verantwortlichen des Rockclub keine Ergebnisse liefern müssen. Würde die Veranstaltung ohne Zuspruch dahin dümpeln, stünde die Zukunft wahrscheinlich auf der Kippe. Die Zahlen geben den Organisatoren aber Recht. Der Zuspruch steigert sich seit der Premiere im Jahr 2009. Zur ersten Auflage, die am Bildstock unter der Landesstraße 3014 über die Bühne ging, kamen rund 600 Zuhörer. Nach dem Wechsel auf den Continental-Parkplatz strömten trotz Regen etwa 800 Rockfreunde aufs Gelände. In diesem Jahr schätzt Schedelik den Zuspruch auf 1000 Besucher.

Er freut sich, dass die Stadt das Konzert unterstützt, obwohl es im vergangenen Jahr zwischen 15 und 20 Beschwerden von Bürgern gab, die sich durch die laute Musik gestört fühlten. "Wir haben eine Genehmigung bis 0 Uhr und machen lieber fünf Minuten früher Schluss als zu spät", so Schedelik. Ein Lob habe sein Verein im Vorjahr von der Stadt geerntet, weil der Platz ordentlich hinterlassen wurde. "Das ist doch ein Zeichen dafür, dass Rock’n’Roll nicht immer Zerstörung bedeutet."

"Es ist Wahnsinn", fasst Gabi Ott die Entwicklung des Rockclubs zusammen. "Es fing eigentlich damit an, dass wir ein Bier zu viel getrunken hatten", beschreibt sie die Idee, die vor knapp einem Jahrzehnt ihren Ursprung nahm. Mittlerweile ist der Verein mit Konzerten, dem Rockwettbewerb und der Teilnahme am Altstadtfest im Kulturleben verwurzelt.

2012 feiert der Club sein zehnjähriges Bestehen. Aus diesem Anlass soll das Open Air größer werden. Michael Schedelik kann sich vorstellen über Sponsoren bekanntere Bands zu gewinnen. Eines ist jedenfalls sicher: "Wir werden das Konzert kostenlos halten." sas

Zur Startseite Mehr aus Main-Taunus

BITTE BEACHTEN SIE: Unser Angebot dient lediglich Ihrer persönlichen Information. Kopieren und/oder Weitergabe sind nicht gestattet. Hier finden Sie Informationen zur Verwendung von Artikeln. Quellen: Mit Material von dpa, afp, kna, AP, SID und Reuters

Archiv ThemenMediadatenKontaktImpressumDatenschutzRSS

© 2017 Frankfurter Neue Presse