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Vakante Vorstandsposten: Die Rettung der SG Oberliederbach ist nah

Noch vor einigen Wochen sah es nicht gut aus für die Zukunft der SG Oberliederbach. Denn es gab keine Freiwilligen, die bereit waren, sich an der Spitze des Vereins zu engagieren. Doch der noch amtierende Vorsitzende Manuel Krauß hat nun gute Nachrichten.
Manuel Krauß, Vorsitzender der SG Oberliederbach, hat Grund zur Freude. Manuel Krauß, Vorsitzender der SG Oberliederbach, hat Grund zur Freude.
Liederbach. 

Als das Kreisblatt vor gut drei Monaten mit Manuel Krauß telefonierte, da klang schon eine gehörige Portion Sorge des Vorsitzenden des SG Oberliederbach (SGO) in der Stimme mit. Wird es den 1958 gegründeten Verein weiterhin geben? Was ist, wenn sich kein Vorstand findet? Muss der Club extern verwaltet und gar aufgelöst werden? All diese Fragen trieben den langjährigen Chef um, da sich bei der Mitgliederversammlung keine Nachfolger für vier wichtige Ämter fanden.

Inzwischen – viele Gespräche später – ist der Noch-Vorsitzende deutlich schlauer. Wie er jetzt verkündigt, hat sich ein neues Team gefunden, das sich bei der außerordentlichen Mitgliederversammlung am Freitag, 24. August (19 Uhr im Clubraum am Sportpark), gemeinsam zur Wahl stellen wird. Die Wahlen sind auch die einzigen Tagesordnungspunkte neben dem Klassiker „Verschiedenes“.

„Ich bin sehr zufrieden, habe ein gutes Gefühl und ein gutes Gewissen“, kommentiert Krauß diese angebotenen Personalien. Christian Raabe wird sich als Nachfolger für den Chefposten bewerben. Der sei Anfang 40, habe nie aktiv, dafür aber einige Zeit in der Soma gespielt und hat einen breiten Freundeskreis in der SGO rund um die Landesliga-Aufsteiger vor ein paar Jahren.

Für den Posten des Zweiten Vorsitzenden will Thomas Klingenberg kandidieren, Vater des Spielers Andreas. Der sei Jurist – ein Berufsbild, das jedem Vorstand gut zu Gesicht steht, freut sich Krauß. Der bekannte SGO-Mann Holger Hemberger würde vom Beisitzer zum Schriftführer aufsteigen und damit die langjährige Kraft Margit Meischke ablösen. Kassierer Stefan Tauber wollte ebenfalls aufhören, würde aber mangels Interessenten noch einmal weitermachen. Gemeinsam mit Ingo Hemberger, der vom stellvertretenden Vorsitzenden zum Beisitzer wechseln will, möchten sie diesen wichtigen Finanzposten etwas schlanker gestalten. Weiter im Vorstand bleiben der Sportliche Leiter Tobias Merz, Jugendleiter Benny Hahn sowie Beisitzer Heinrich Brümmer. Hier will mit Uwe Müller eine erfahrene Kraft das Team noch verstärken.

Manuel Krauß atmet bei diesen Namen auf. Denn der Großteil des Vorstands habe seinen Abschied schon lange angekündigt und mit Blick auf seine Glaubwürdigkeit jetzt „auch mal ernst machen“ müssen. „Sonst kommt keine Bewegung in die Sache.“ Das ist zu einem Teil immerhin gelungen.

Krauß ist sicher: „Ein Nachdenken und Umdenken hat stattgefunden.“ Schon bald nach der ergebnislosen Jahreshauptversammlung habe es viele Gespräche und Interessenten gegeben. Da wurden dann mögliche Konstellationen ausgelotet, um ein Team an den Start zu schicken. „Es ist gut, wenn man den Mitgliedern ein Gesamtkonzept vorstellen kann“, findet Krauß, der vor gut zehn Jahren ebenfalls eine starke Mannschaft hinter sich wusste.

Marschroute festgelegt

Vor den Sommerferien wurde dann in einer gemeinsamen Vorstandssitzung mit den Neulingen die Marschroute besprochen – und die neue Gruppe wirbt nun um das Vertrauen der gut 600 Mitglieder. „Ich sehen keinen Grund, weshalb es nicht so sein sollte“, betont Krauß. Er steht im Hintergrund als Ratgeber weiterhin zur Verfügung – sollte das gewünscht sein. Ganz große Bretter muss die SGO aktuell nicht bohren – vom Umbau der Umkleiden und sanitären Anlagen einmal abgesehen. Doch das hat der alte Vorstand längst in die Wege geleitet. Hier wartet der Verein nur auf grünes Licht von der Gemeinde, die wiederum die Form der Zuschüsse klärt.

Auch sportlich sieht Krauß die SGO nach dem Abstieg der Ersten Mannschaft aus der Verbandsliga auf einem guten Weg. Hier gebe es trotz des starken personellen Wechsels eine „extreme Aufbruchstimmung“. Nun wieder eine Einheit werden – „dann war der Abstieg nicht umsonst“, findet Krauß. Ziel sei es aber schon, „im ersten Drittel mitzuspielen“.

Für den 51-Jährigen ist schon etwas Wehmut dabei, wurde in den vergangenen Jahren mit einem neuen Kunstrasen, dem Sportlerheim und den Jahren in der Verbandsliga viel erreicht. „Es wäre ja schlimm, wenn es nicht so wäre.“ Krauß wird weiter in der Soma mitkicken und vor allem mal einen Sonntag auf dem Sportplatz bei Fußball und dem Bier mit Freunden verbringen.

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