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Die Rosen sind das Alarmsignal

Hildegunde Henrich aus Liederbach hat die Pflanzen gesetzt. Sie ist Mitglied bei Burgverein und Schauspielern.
Zwischen Weinstöcken in Aktion: Hildegunde Henrich und Peter Arnold setzen die Rosen mit den klangvollen Namen.	Foto: Knapp Zwischen Weinstöcken in Aktion: Hildegunde Henrich und Peter Arnold setzen die Rosen mit den klangvollen Namen. Foto: Knapp
Eppstein. 

Bewaffnet mit Schaufel, Hornspänen und etwas Sand steigen Peter Arnold, Hildegunde Henrich und ihr Mann Hans an einem feuchtkalten Wintertag die steile Treppe im Südzwinger der Eppsteiner Burg hinunter. "Das ist genau der richtige Zeitpunkt, um Rosen zu pflanzen", sagt die Landschaftsgärtnerin aus Liederbach. Sie zerstreut die Zweifel der Gäste, die sich kaum vorstellen können, in diesen Tagen etwas erfolgreich in die Erde zu bringen.

Und überhaupt, Rosen im Weinberg? "Das sieht nicht nur gut aus, sondern hat auch einen praktischen Nutzen", erklärt das Mitglied des Burgvereins geduldig: "Der Mehltau zeigt sich zuerst auf der Rose – dann ist die richtige Zeit, um die Weinstöcke noch rechtzeitig zu behandeln."

Seit nun 13 Jahren ist Hildegunde Henrich im Burgverein und auch bei den Burgschauspielern aktiv. Von Anfang an hat sich die Landschaftsgärtnerin für das historische Gemäuer begeistert. Die sei für sie Burg zu einer "zweiten Heimat" geworden ist, sagt sie zur Motivation, sich in Eppstein zu engagieren. Jetzt hat die Liederbacherin Rosenstöcke gespendet, die sie als eine Art Begleiter für die Reben höchstpersönlich in den in diesem Jahr angelegten Weinberg pflanzt: Loch ausheben, etwas Sand zur Bodenverbesserung und unter den Setzling noch eine Handvoll Hornspäne als Düngerdepot – Erde wieder drauf und fertig.

Alte Englische Rosensorten in den Farben Rot, Apricot und Rosa hat sie für den Burggarten ausgesucht. Die Wildrosenhybriden tragen klangvolle Namen wie Rose de Resht, Jacques Cartier und Abraham Darby. "Das werden etwa ein 1,50 Meter hohe Büsche, die einen tollen intensiven Duft verströmen. Die Blüten sind essbar und können in der Küche zu Rosenmarmelade, Essig, Bowle oder Limonade verarbeitet werden", sagt Henrich zur Verwertbarkeit der Pflanze. Zufrieden blickt sie nach der Aktion gemeinsam mit dem Burgverein Vorsitzenden Peter Arnold über das Gelände. Der freut sich, dass der Obst- und Weingarten jetzt ein wenig Farbe bekommt – und beiden überlegen schon mal, wie die Blüten ins nächste Rittermahl integriert werden können.mkn

(mkn)
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