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Diese Platane ist kerngesund

Auch die Einweihung vom Kirchweg sowie der Chaisewegbrücke hat der Verein in diesem Jahr im Blick. Zudem soll es zwei besondere Modelle geben.
Ein Sachverständiger hat jetzt ermittelt, dass die Platane am Liederbach nicht von einem Pilz befallen ist. Sie dürfte gut 180 Jahre alt sein.	Foto: Knapp Bilder > Ein Sachverständiger hat jetzt ermittelt, dass die Platane am Liederbach nicht von einem Pilz befallen ist. Sie dürfte gut 180 Jahre alt sein. Foto: Knapp
Hornau. 

Eigentlich müsste Dieter Trippe rundum glücklich sein mit dieser Nachricht: Vor wenigen Wochen habe ein Sachverständiger festgestellt, dass die riesige alte Platane am Liederbach kerngesund ist, berichtet der Vorsitzende des Vereins "Bürger für Hornau" (BfH) im Kreisblatt-Gespräch zufrieden. Rund um den 25 Meter hohen Baum mit einem Stamm-Umfang von fast 4 Metern möchte die Gruppe gerne einen schönen Platz anlegen lassen. Er soll unter anderem an die ehemalige Dorfwaage und das Hornauer Hofgut erinnern (wir berichteten).

Es gebe keinerlei Spuren für einen Befall, schon gar nicht auf die Massaria-Krankheit, freut sich Trippe. Dieser, bei alten Platanen auftretende Pilzbefall war für das Hornauer Schmuckstück befürchtet worden – doch der Sachverständige gab Entwarnung. Auch sei der Baum verkehrssicher, einzig ein Kronenpflegeschnitt werde empfohlen, berichtet der Vorsitzende. Das Alter schätzen die BfH und der Experte in etwa gleich: die Hornauer Laien auf rund 200, der Sachverständige auf 180 Jahre. Von Spezialmessungen riet er ab, weil dies dann zu Pilzbefall führen könne.

Hofgut-Mauer retten

Gerade diese besondere Platane würde der Vereine gerne mehr ins Rampenlicht rücken. Doch daraus wird in diesem Jahr wohl nichts. Die Stadt hat kein Geld und das Platz-Projekt am Liederbach erst einmal zurückgestellt. Trippe kann das zwar nachvollziehen, möchte an der Stelle aber keinen Stillstand haben. Daher wollen die BfH 2012 damit starten, das letzte verbliebene Mauerstück des Hofguts zu sanieren, was rund 7000 Euro kostet. Trippe: "Wenn da wieder so ein Winter drübergeht, dann fällt das auseinander." Die restlichen gut 22 000 Euro für den Platz mit einem gepflasterten Horn und Infotafeln sollten dann aber im nächsten Jahr von Stadt und Verein aufgebracht werden können, hofft er auf einen guten Kompromiss.

Dieses Vorgehen des Vereins wird ein zentrales Thema bei der Jahreshauptversammlung am Donnerstag, 15. März, um 19.30 Uhr im Gasthaus "Zum Taunus", Hornauer Straße 146, sein. Es stehen auch Neuwahlen auf dem Programm, wobei das Team um Trippe weitermachen würde. Doch den einen oder anderen jüngeren Neuling würde der Vorsitzende gerne in seiner Mannschaft begrüßen, betont er. Vor allem sollten die Mitglieder und interessierte Bürger sich an den Projekten und Einsätzen beteiligen und so ihr Herz für den Kelkheimer Stadtteil zeigen.

Endlich breit genug

Die nächste Gelegenheit dazu besteht am Samstag, 31. März, um 14 Uhr bei der Einweihung des Kirchweges. Los geht es am Hornauer Friedhof mit einer kleinen Wanderung an der neuen, nahezu fertiggestellten Strecke bis zum Kloster. Das FZH-Blasorchester marschiert voran, im Ziel gibt‘s dann eine Stärkung. Dieter Trippe ist froh, dass die Verbindung trotz des Durcheinanders (wir berichteten) nun erheblich verbessert werden konnte und "man da wieder nebeneinander laufen kann". Finanziert wurde das Vorhaben mit einer Spende des Kelkheimers Kurt Schmitt, dem die BfH schon persönlich mit einem besonderen Geschenk gedankt haben und der zur Einweihung kommen will.

Ein weiteres vollendetes BfH-Projekt wird am Sonntag, 3. Juni, um 10 Uhr mit dem Brückenfest gefeiert. Dann wird die Chaisewegbrücke zwischen Altem Ortskern und der Martinskirche/Rotlintallee mit Musik, einem Trödelmarkt sowie einer historischen Führung eingeweiht. Ein Modell von der Kirche sowie das Projekt "Hornauer Straßenmodell" sollen vorgestellt werden. Die Firma Achim Herr aus Kelkheim arbeitet bereits an der Stadt im Kleinformat, die den alten Ort um das Jahr 1850 herum zeigen soll. Per Knopfdruck sollen die Häuser angezeigt werden, hofft Trippe. Die rund 5000 Euro wollen die BfH über Spenden hereinholen. Von der Chaisewegbrücke ist er begeistert, es sei gute Arbeit geleistet und hochwertiger Sandstein vom Main verbaut worden.wein

Die BfH wollen ihr Projekt "Hausblätter" reaktivieren. Jeder Eigentümer kann sein Gebäude samt Geschichte und Besonderheiten vorstellen. Infos gibt es bei Dieter Trippe: (0 61 95) 6 44 36. Stammtisch ist an jedem ersten Donn- erstag im Monat, 19.30 Uhr. im "Taunus".

(Frank Weiner)
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