Lade Login-Box.
E-Paper Abo & Service Immo Stellen Trauer

Nach langer Zwangspause: Edeka-Buch im Chinon-Center kann wiedereröffnen

Von Seit Anfang Mai war der rund 3000 Quadratmeter große Lebensmittelmarkt dicht. Baumängel mussten beseitigt werden. Jetzt ist der Wiedereinzug fast geschafft.
Kaufmann Christian Buch kann wieder lachen: Zumindest die Neueinrichtung des Edeka-Marktes im Chinon-Center ist fast geschafft. Foto: Maik Reuß Kaufmann Christian Buch kann wieder lachen: Zumindest die Neueinrichtung des Edeka-Marktes im Chinon-Center ist fast geschafft.
Hofheim. 

Monatelang war er eine Baustelle. Doch mittlerweile sieht der Edeka-Buch im Chinon-Center wieder ganz wie ein Lebensmittelladen aus. Hier steht zwar noch eine Hebebühne, auf der jemand einige Deckenstrahler passend ausrichtet, dort ist jemand mit dem Schraubendreher beschäftigt. Und die Frische-Theken sind noch leer. Einige Tage haben Handwerker und andere Helfer noch, um alles für die Wiedereröffnung perfekt zu machen. Am 19. Oktober, rechtzeitig zum Gallusmarkt, ist es soweit.

Auf der Zielgeraden zu sein, ist für Christian Buch endlich mal wieder ein gutes Gefühl. Auch wenn er einräumt, dass er nach wie vor von manchem bösen Traum geplagt wird. Dass es keine leichten sechs Monate waren, die das Familienunternehmen ohne den Markt im Chinon-Center überstehen musste, verhehlt der Kaufmann nicht. Aber nach wie vor will er das Positive sehen – vielleicht auch, weil ihm gar nichts anderes übrig bleibt. Der Zusammenhalt in der Familie, die Unterstützung durch die Edeka Südwest wie durch das Center-Management hebt er hervor. Auch die 60 Mitarbeiter freuten sich auf die Rückkehr an ihren Arbeitsplatz. „Es ziehen alle an einem Strang“, sagt Buch und zeigt gern, was sich – nicht zuletzt auf Kunden-Anregungen hin – verändert hat.

Einige Neuerungen

Heller sei der Laden geworden, zumindest vom Eindruck. Denn der Boden ist nicht mehr dunkelgrau, sondern beige gefliest. LED-Lampen reduzieren künftig den Energieverbrauch. Und natürlich auch die Betriebskosten. Kürzere Regalreihen sollen kundenfreundlicher sein, genauso wie niedrigere Kassen, die das Heben der Ware aus dem Wagen erleichtern.

Auch fürs Sortiment hat sich die Kaufmannsfamilie einiges einfallen lassen. Denn das Besondere soll helfen, Kunden wieder anzuziehen, die sich in den vergangenen Monaten anders orientiert haben. Auf rund ein Drittel der bisherigen Kundschaft könnte das zutreffen, glaubt Buch. „Die müssen wir zurückgewinnen“. Er hofft, dass dabei trendige Produkte helfen. Besondere Gewürzserien, ausgefallene Biere oder eine ganz neue Reihe proteinhaltiger Lebensmittel für Fitness-Anhänger etwa. Eine Sushi-Bar hat noch lange nicht jeder Lebensmittelladen.

Hoffen auf treue Kunden

Immerhin setzt Buch auf rund ein Drittel „Fans“, Hofheimer Stammkunden vor allem, die froh sind, wenn sie in der Innenstadt wieder „ihren“ Markt ansteuern können. Viele aus dieser Gruppe hätten in den vergangenen Wochen schon gefragt, wann denn nun die Wiedereröffnung tatsächlich sei. Das restliche Drittel werde sich hoffentlich erinnern, dass es einmal zufriedener Kunde gewesen ist. Illusionen macht er sich nicht. „Wir haben eine stramme Aufgabe vor uns“ – für die alle möglichen Register gezogen werden sollen. Dass zeitgleich Woolworth als Nachfolger von C&A am Donnerstag der kommenden Woche eröffnet, darauf hat auch Center-Manager Dieter Lippold hingearbeitet. Leider klappe das nicht mit Kentucky Fried Chicken und PizzaHut. Lippold: „Da müssen wir uns ein wenig gedulden.“

Dass der Edeka-Buch-Markt dagegen rechtzeitig fertig wird, sei „ein großer Kraftakt“ gewesen, macht Lippold deutlich. Vier Wochen habe man gegenüber zwischenzeitlichen Szenarien wieder aufholen können. Die Räumung des Edeka-Marktes war nötig geworden, weil Baumängel festgestellt wurden, in deren Folge die Bodenplatte durchnässt worden war. Im Lauf der Sanierung waren weitere Mängel zutage getreten, daher musste die zuerst für den 5. Oktober geplante Wiedereröffnung verschoben werden. Was Christian Buch durch den Kopf geht am Ende der Durststrecke? „Ich hoff’, dass das nie wieder passiert.“

Zur Startseite Mehr aus Main-Taunus

BITTE BEACHTEN SIE: Unser Angebot dient lediglich Ihrer persönlichen Information. Kopieren und/oder Weitergabe sind nicht gestattet. Hier finden Sie Informationen zur Verwendung von Artikeln. Quellen: Mit Material von dpa, afp, kna, AP, SID und Reuters

Archiv ThemenMediadatenKontaktImpressumDatenschutzRSS

© 2017 Frankfurter Neue Presse