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Ein kleines bisschenUrlaub

„Ein Seefahrt, die ist lustig, eine Seefahrt, die ist schön...“, dachte sich die Klasse 3 c der Walter-Kolb-Schule und begab sich mit ihrer Lehrerin Sabrina Bornhorn aufs Wasser. Zwar ging es nicht auf hohe See, aber auf den Main, und das ist fast genauso gut. Hier kann man lesen, was die Nachwuchsreporter erlebt haben.
Die Schülerreporter der Klasse 3 c mit ihren roten ZING-Presseausweisen um den Hälsen verlassen die Fähre. Die Schülerreporter der Klasse 3 c mit ihren roten ZING-Presseausweisen um den Hälsen verlassen die Fähre.
Höchst. 

Das Mainwasser glitzert in der Morgensonne. Eine Schwanenfamilie tummelt sich im Wasser und genießt die ersten Sonnenstrahlen des Frühlings. Nur wenige Meter daneben besteigen die ersten Fahrgäste die Mainfähre von Höchst. Schon die ersten Schritte auf die Fähre fühlen sich wie ein kleines Stückchen Urlaub an. Ein leichter Wind weht. Die Wellen schlagen und Wasser spritzt auf. Es ist schöner Moment der Entspannung, wenn die Mainfähre „Walter Kolb“ über das Wasser schippert“, findet Juliana Merkel, Schülerin der Walter-Kolb-Schule in Unterliederbach. Dann, nach wenigen Minuten, hat man Schwanheim auf der anderen Seite des Flusses erreicht.

Auch Fährmann Sven Junghans freut sich über das gute Wetter. An Tagen wie diesen fährt er ungefähr 50 Mal zur anderen Flussseite. Am Wochenende und bei gutem Wetter schafft er aber auch gerne mal 120 Fahrten, sagt er.

Kein Wunder, die Fahrt kostet für Erwachsene nur 70 Cent, für Kinder zwischen vier und elf Jahren 50 Cent und wenn man ein Fahrrad dabei hat, dann kostet das einen Euro. Außerdem kann man Sammelkarten für zwölf Fahrten kaufen, die dann im Einzelpreis günstiger sind.

Mit maximaler Beförderungszahl von 35 Personen pro Fahrt kommt der Fährmann an guten Tagen auf 500 Fahrgäste. Sicher ist das Transportmittel auch: Wie Junghans versichert, gab es bisher noch keinen Unfall oder Schaden während der Fahrt.

Die „Walter Kolb“ ist die einzig verbliebene Fähre über den Main im Stadtgebiet von Frankfurt. Der Fährbetrieb über den Main kann auf eine lange Geschichte zurückblicken. Er lässt sich bis ins Jahr 1623 zurückverfolgen.

Damals erwarb der Fährmann Jost Ferg für sieben Gulden das Recht, eine Fähre zu betreiben. Die heutige Fähre gibt es seit 23 Jahren. Eigentlich sollte in den neunziger Jahren mit dem Bau der Leunabrücke zwischen Höchst und Schwanheim der bisherige Fährbetrieb eingestellt werden. Nach Protesten der Höchster Bürger entschied sich die Stadt Frankfurt jedoch, dass es weiterhin eine Fähre geben sollte. So wurde eine Fähre ausschließlich für Fußgänger und Radfahrer angeschafft: die „Walter Kolb“.

Klasse 3 c der Walter-Kolb-Schule

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