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Eine Werkstatt für 20 000 Fahrzeuge

Die Klasse 4 b der Berthold-Otto-Schule Griesheim recherchierte mit ihrer Lehrerin Doris Schröder im Rahmen des Projekts Zeitung in der Grundschule (ZING) in der Fahrzeug-Werkstatt des Frankfurter Flughafens.
Manchmal muss die Skyline-Bahn in die Werkstatt. Foto: Lea-Sophie Möller Manchmal muss die Skyline-Bahn in die Werkstatt. Foto: Lea-Sophie Möller
Frankfurt/Griesheim. 

Auf dem Frankfurter Flughafen gibt es etwa 20 000 Fahrzeuge und Geräte, die für den Betrieb des Flughafens gebraucht werden. Dazu gehören die Transporter und Hubwagen für Gepäck und Post, Flugzeugtreppen und 37 Flugzeugschlepper. Sie schieben die Flugzeuge rückwärts aus ihrer Parkposition, denn Flugzeuge haben keinen Rückwärtsgang wie ein Auto. Es gibt auch Feuerlösch-Fahrzeuge, Enteisungsmaschinen und natürlich Busse und Autos zum Transport von Personen.

Für den Fall, dass eines dieser Fahrzeuge nicht mehr funktioniert oder fährt, hat die Flughafen-Gesellschaft Fraport eigene Reparatur-Werkstätten.

Die drei Werkstätten leitet Michael Harder. Er ist 55 Jahre alt, Maschinenbau-Ingenieur von Beruf und arbeitet dort seit 1986. Seine Arbeit macht ihm viel Spaß.

In seinen Werkstätten werden die Fahrzeuge wie Enteisungsmaschinen, Flugzeugschlepper und Hubwagen gewartet und repariert.

Der Flughafen hat eine eigene Feuerwehr. Es gibt 55 Löschfahrzeuge, 15 große und 40 kleine. Auch sie werden in dieser Werkstatt repariert.

Der Flughafen hat auch einen mobilen technischen Hilfsdienst, der auf das Vorfeld fährt, um liegen gebliebenen Fahrzeugen zu helfen oder sie abzuschleppen.

Wenn das Eis kommt

Wenn es im Winter sehr kalt ist, vereisen die Tragflächen der Flugzeuge oft. Dann sind sie nicht mehr so glatt und rund, und das Flugzeug hat keinen guten Auftrieb mehr beim Start. Deshalb gibt es Enteisungsmaschinen.

Die Werkstatt muss dafür sorgen, dass sie funktionieren. Es gibt fünf große Enteisungsmaschinen mit drei Achsen und 46 kleine mit zwei Achsen. Die Tragflächen der Flugzeuge werden von den Enteisungsmaschinen mit unterschiedlichen Mischungen aus heißem Wasser und zugesetztem Frostschutzmittel besprüht. Das Lösungsmittel schützt das Flugzeug etwa 20 Minuten vor neuer Eisbildung und wird deshalb erst kurz vor dem Start aufgesprüht. Es wird auch Farbstoff beigemischt.

Zum Enteisen wird roter Farbstoff genommen, dann sind die Tragflächen rot. Danach werden sie noch mit Frostschutzmittel und grünem Farbstoff eingesprüht, um die Tragflächen vor neuer Vereisung zu schützen. Die Farbe zeigt dem Piloten, wie das Flugzeug behandelt wurde. Bei "Grün" kann er beruhigt starten, weil er weiß, dass die Tragflächen nicht wieder vereisen.

Die Enteisungs-Fahrzeuge können von einer Person gefahren und bedient werden. Die Bedienungskabine wird hochgeklappt und kann bei den kleineren Fahrzeugen mit zwei Achsen elf Meter hochgefahren werden.

Bei den größeren Fahrzeugen mit drei Achsen sind es sogar 16 Meter, und der Teleskoparm mit der Sprüh-Düse kann zusätzlich noch zwölf Meter ausgefahren werden. So erreichen sie auch die Tragflächen der großen Flugzeuge.

Die Enteisungsmaschinen werden in der Werkstatt nicht nur repariert, sondern auch drei Mal im Jahr gewartet. Zurzeit wird die Sommerinspektion durchgeführt.

Ausbildungsstätte

In den Werkstätten ist es auch möglich, eine Ausbildung zu machen. Andreas Möller (19) macht seit zwei Jahren die Ausbildung zum Mechatroniker. Der Beruf heißt so, weil er etwas mit Mechanik, aber auch mit Elektronik zu tun hat. Möller muss noch ein bis eineinhalb Jahre lernen, bis er seinen Abschluss machen kann. Die Voraussetzung ist ein Realschulabschluss.

MertCan Kaplan, Nikolina Kolundzija, Michelle Kugler, Cantug Uca und

Jouairia Zariouhi

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