E-Paper Abo & Service Immo Stellen Trauer
Anzeige Frankfurt am Main 21°C

Einer der drei größten Betreiber

Charles Weinland Charles Weinland
Frankfurt. 

Für Fraport steht dieses Jahr Wichtiges ins Haus: Ende 2016 übernimmt der Frankfurter Flughafenbetreiber 14 griechische Flughäfen. „Zwei Prozent Wachstum in Deutschland ist nicht so sexy“, sagt Charles Weinland, der zuständige Projektdirektor der Fraport AG. Auf dem internationalen Markt rechnet das Unternehmen bei seinen Flughafenbeteiligungen mit einem deutlich höheren Wachstum.

Bis zum jetzigen Stand sei es ein langer Weg gewesen. Die ersten Gespräche mit dem Partner Copelouzos zur Privatisierung fanden 2006 statt, doch erst 2013 kam es zur Abgabe der Interessensbekundung durch das Konsortium. Die Bieter hatten die Möglichkeit, sich auf zwei Cluster mit je sieben Flughäfen zu bewerben. Eine Angebotsabgabe durch die Fraport AG sowie der Zuschlag für beide Cluster folgten 2014. Schließlich wurden die Verträge am 14. Dezember 2015 unterzeichnet. Fraport und der regionale Partner Copelouzos bekamen den Zuschlag aufgrund des höchsten Angebotes von 1,234 Milliarden Euro.

Für die 14 Regionalflughäfen werden etwa 500 Mitarbeiter benötigt. Diese Stellen sollen mit Einheimischen besetzt werden. Die bisherigen Mitarbeiter haben die Möglichkeit, sich auf die Stellenausschreibungen zu bewerben. Nicht alle sind zufrieden mit dieser Veränderung, heißt es. Fraport suche aber das Gespräch mit allen, auch kritischen Gruppierungen, sagt Weinland.

Griechenland brauche keine Angst zu haben, etwas zu verlieren, denn das Konsortium hat für die kommenden 40 Jahre lediglich einen Nutzungsvertrag für die Flughäfen unterschrieben, so Weinland. Außer der Vorabzahlung bekommt Griechenland jährlich 22,9 Millionen Euro und eine ergebnisabhängige Provision. In den kommenden vier Jahren werden etwa 350 Millionen Euro in die Flughäfen und deren Infrastruktur investiert. Im Vordergrund steht die Erweiterung der meisten Terminals und die damit einhergehend Verbesserung des Passagierkomforts. Das Unternehmen sieht sich als langfristiger Investor. Bei 23,4 Millionen Passagieren im Jahr 2015 Jahr rechne sich das Investment auch für das Unternehmen. Die Fraport AG setzt auf den wachsenden internationalen Tourismus. Schon jetzt resultieren daraus etwa 80 Prozent der Fluggäste.

Die Fraport AG gehört mit 209 Millionen Passagieren in 2015 zu den drei größten Flughafenbetreibern weltweit, sagt Weinland. In Griechenland hält Fraport eine substanzielle Mehrheit und stellt den Geschäftsführer sowie den operativen Geschäftsführer.

Der Standort Griechenland bringe viele Herausforderungen. Diesen stelle sich die Fraport AG mit ihrem Motto: „Gute Reise – we make it happen!“

Ilse Best, Winfried Hofmann-Jarczyk, Lucia Mihaljevic, Gerlinde Rieß, Ruth Schaefer und Katharina Scheu

Zur Startseite Mehr aus Main-Taunus

BITTE BEACHTEN SIE: Unser Angebot dient lediglich Ihrer persönlichen Information. Kopieren und/oder Weitergabe sind nicht gestattet. Hier finden Sie Informationen zur Verwendung von Artikeln. Quellen: Mit Material von dpa, afp, kna, AP, SID und Reuters

Archiv ThemenMediadatenKontaktImpressumDatenschutz Über unsere WerbungRSS

© 2018 Frankfurter Neue Presse

Ok

Um Ihnen ein besseres Nutzererlebnis zu bieten, verwenden wir Cookies. Durch Nutzung unserer Dienste stimmen Sie unserer Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen