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Es war der Eichenprozessionsspinner

Eichenprozessionsspinner könnten die Ursache sein für den Juckreiz, unter dem 186 Kinder in der Helmholtzschule gelitten haben. Dies teilte das Stadtgesundheitsamt mit.
Die Nester der Eichenprozessionsspinner wurden entfernt.	Foto: Rüffer Die Nester der Eichenprozessionsspinner wurden entfernt. Foto: Rüffer
Frankfurt. 

Es war am Dienstag ein Schreck: Viele Schüler des Helmholtz-Gymnasiums in Frankfurts Osten litten an Juckreiz. Schulleiter Volker Dorsch entschied, die Feuerwehr und das Stadtgesundheitsamt einzuschalten. Dann wurde die Schule evakuiert (wir berichteten).

Inzwischen gibt es einen Verdächtigen: Dr. Oswald Bellinger vom Stadtgesundheitsamt vermutet, dass der Eichenprozessionsspinner für die Symptome verantwortlich ist. "Mitarbeiter des Grünflächenamts haben uns geholfen, die Pflanzen auf dem Schulgelände zu untersuchen", sagte er gestern. Dabei seien Nester des Schadinsekts an einer Eiche aufgefallen. Vielleicht, vermutet Bellinger, sei eins der Nester herabgefallen. Die Nester sind angefüllt mit den Brennhaaren der Larven. Die Brennhaare des Prozessionsspinners können Allergien auslösen. Meist jucken sie, manchmal bilden sich auch Pusteln – eine Symptomatik, die genau zu dem Geschehen in der Helmholtzschule passt. Im Lauf des gestrigen Nachmittags hat die Feuerwehr die Nester abgesaugt.

Bei den 186 Schülern ist der Juckreiz schon am Dienstag wieder abgeklungen. "Auch die vier Schülerinnen, die wir vorsorglich ins Krankenhaus bringen ließen, waren am Abend wieder Zuhause", sagte Bellinger. Dennoch hatte das Gesundheitsamt eine Hotline eingerichtet. Zwölf Eltern haben sich dort vorgestern und gestern informiert.

Der Eichenprozessionsspinner ist ein in Süd- und Mitteleuropa verbreiteter Falter. Als Larven wandern Hunderte der Tiere wie im Gänsemarsch über die Stämme der Eichen auf dem Weg ins Blätterdach. Sie leben als erwachsene Tiere in großen Nestern am Stamm zusammen. Ihre winzig kleinen Brennhaare enthalten ein Gift, welches Juckreiz, Pusteln und – eingeatmet – sogar Asthma auslösen kann.

Damit die Nesseln und andere mögliche Ursachen der Beschwerden beseitigt werden, ist die Helmholtzschule gestern gründlich von einer Fachfirma gereinigt worden. Schulleiter Volker Dorsch kündigte an, dass das Gymnasium in der Brüder-Grimm-Straße heute wieder geöffnet hat. tjs

(Thomas J. Schmidt)
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