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Weihnachtsmarkt in Nied: Familiäre Atmosphäre unterm Christbaum auf dem Neumarkt

Die Nikolaus-Bläser vom Musikverein Unterliederbach / Blasorchester Höchst versetzten das Publikum in adventliche Stimmung. Foto: Rainer Rüffer Die Nikolaus-Bläser vom Musikverein Unterliederbach / Blasorchester Höchst versetzten das Publikum in adventliche Stimmung.
Nied. 

Warum freuen sich die meisten eigentlich immer so auf die Weihnachtsmärkte? Allein das Glühwein- und das Bratwurstangebot können es nicht sein. Schließlich lässt sich beides im Supermarkt kaufen und zu Hause verzehren. Auf dem Markt in der Eisenbahnersiedlung gibt es darauf viele Antworten: „Das ist Heimat. Es ist familiär, und man freut sich, weil man jeden kennt“, sagt Angelika Wessel. Die Niederin gehört zu den treuen Besuchern.

Die herzliche Atmosphäre, die Standangebote und das Programm, das von dem Stadtteil selbst gestemmt wird, sind die bewährten Erfolgszutaten des kleinen Nieder Weihnachtsmarktes. Zu entdecken gibt es viel, auch wenn er mit seinen 26 Ständen überschaubar bleibt. Während bei vielen ob der bewährten Leckereien wie dem heißen Apfelwein und Deftigem vom Grill die Kasse klingelt, erweisen sich auch außergewöhnlichere Dinge als Verkaufsschlager: „Wir können nicht mit dem Glühwein mithalten – bei uns ist der Geist etwas anderes“, meint Dieter Kruska vom Heimat- und Geschichtsverein schmunzelnd. Dennoch: Er und sein Kollege Norbert Traband sind sehr zufrieden angesichts der vielen verkauften Hefte und Bücher zur Nieder Geschichte. Besonders beliebt war in dieses Mal, die neueste Publikation zum Thema „Heidenschloss“. Das Römer-Kastell aus dem 2. Jahrhundert stand einst dort, wo heute das Ramada-Hotel an den Niedwald angrenzt (wir berichteten).

Mit einer schönen Idee für Klein und Groß lockten „die Zugvögel“ viele Besucher an ihren Stand: Neben Basteleien und Kartoffelpuffern konnte hier, wer wollte, Tischkicker spielen. Das Schöne: Die Einnahmen kommen komplett den Kindern der schulischen Mittagsbetreuung zugute. So können zum Beispiel auch Kinder, deren Eltern es sich nicht leisten können, auf Ausflüge gehen, erklärt Birgit Himmler. Ihre Tochter ist zehn Jahre alt und fühlt sich in der Mittagsbetreuung sehr wohl. „Für sie ist es das zweite Zuhause“, sagt die Niederin.

Wer sich auf dem Markt mit kleinen Geschenken für seine Liebe eindecken wollte, wurde ebenso fündig: Marmeladen, Kekse, bunte Anhänger, Teelichter und vieles mehr schmückten die Stände. Ökologisch wertvoll und zugleich kreativ waren die Portemonnaies aus Tetrapaks, welche die Kita Kunterbunt verkaufte.

Rundum positiv fällt auch das Fazit von Helmut Grohmann aus. Der Vereinsrings-Vorsitzende freut sich, dass in diesem Jahr 23 Vereine und sowie drei Gewerbetreibende wie die Boutique „Lifestyle“ mit an Bord waren. „Das ist ein Treffen der Nieder“, sagt er. Darunter seien viele Alteingesessene, aber auch neue Einwohner, wie etwa frisch Zugezogene aus der Büchersiedlung oder der Pakistatische Kulturverein.

(tay)
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