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Festplatte hat Filmrolle abgelöst

Viele Filmfreunde saßen schon in einem der Sessel der zwölf Kinopolis-Säle und haben einen Film auf der großen Leinwand gesehen. Doch wie kommt der Film eigentlich auf die Leinwand?
Sulzbach/Schwalbach. 

Früher gab es am Ende jedes Kinosaals einen Vorführraum mit Projektor und einen Mitarbeiter, der dafür sorgte, dass der Film auf die Leinwand kam. Die Filme wurden in großen Kisten auf Rollen von den Filmverleihern (zum Beispiel Universal Pictures) ins Kino geliefert. Dort mussten sie noch zusammengeklebt und auf eine große Rolle gewickelt werden. 24 einzelne Bilder ergaben eine Sekunde Film. Die Filmrollen waren bis zu 30 Kilogramm schwer.

Heute ist alles digital. Acht der zwölf Kinosäle werden aus einem langen, großen und dunklen Technikraum im Obergeschoss über den Kassen gesteuert. Dort ist es sehr laut, und viele Rohre kühlen die Computer, mit denen die Filme abgespielt werden, denn diese werden sehr heiß. Die Kühlung läuft daher Tag und Nacht. Die Filme kommen jetzt in einem großen Koffer auf einer Festplatte in das Kino. Auf der Festplatte sind oft mehrere Fassungen der Filme (zum Beispiel 3 D oder 2 D). Diese werden auf den Hauptcomputer gespielt. Die Festplatten der kleinen Computer für die einzelnen Kinosäle werden jeden Tag mit allen Filmen bespielt, die an diesem Tag dort laufen sollen. Die Filme starten dann automatisch zum richtigen Zeitpunkt. Der Vorführer muss nur noch auf seinen Bildschirmen kontrollieren, ob alles in Ordnung ist, und passt den Ton an.

 

Auch Live-Shows

 

Es gibt auch einen Satelliten-Empfänger. Darüber werden Fußballspiele oder Opernaufführungen aus New York empfangen, die auch manchmal zum Programm gehören. Nur noch ein altes Vorführgerät, ein alter Filmteller und alte Pakete mit Filmrollen erinnern daran, wie die Filme früher auf die Leinwand kamen. An der Decke des Raumes gibt es noch eine Schiene, an der eine alte Filmrolle zwischen zwei Kinosälen entlanggeführt wird. Nur so konnte früher in zwei Sälen der gleiche Film gezeigt werden. In den Vorführräumen hinter den Kinosälen steht heute nur noch ein Digitalprojektor, der die Filme auf die Leinwand projiziert, sowie eine Computer. Ansonsten ist der Raum leer.

Heidi Benner, Clara Hartmann, Leonie Roth, Josefine Zehnter, Aimée de la Fontaine und Mark Heynold

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