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Verirrter Vierbeiner: Feuerwehr rettet Hund "Timmy" vom Dach

Ein zwei Jahre alter Hund sorgte in der Nacht zum Samstag für einen kuriosen Einsatz in der Schwalbacher Straße. Nur das Schneegitter rettete ihn vor dem Absturz.
Von diesem Dach holte die Feuerwehr den verirrten Hund herunter. Von diesem Dach holte die Feuerwehr den verirrten Hund herunter.
Neuenhain. 

Nochmal glimpflich – nur mit ein paar leichten Schürfwunden an den Beinen kam „Timmy“ davon. Seine Familie jedoch versetzte der zwei Jahre alte ungarische Viszla-Mischling mit seinem nächtlichen Abenteuer in Angst und Schrecken.

Als der Alarm „Hund auf dem Dach“ im dritten Obergeschoss bei ihnen in Soden eingegangen sei, berichtet Einsatzleiter Marc Bauer, habe er sich bei der Leitstelle noch einmal rückversichert, ob es sich wirklich um einen Hund handele. In den 25 Jahren, die er bei der Freiwilligen Feuerwehr tätig sei, verrät der Sodener, sei ihm das noch nie passiert.

Timmy und Frauchen Fiona Gehring. Bild-Zoom
Timmy und Frauchen Fiona Gehring.

Was war geschehen? Ihre drei Kinder lagen eigentlich schon in den Betten, als Fiona Gehring spät abends durchs Haus ging und nach Timmy schaute. Ernste Gedanken machte sie sich nicht, denn in der Regel lag der Familienhund im Zimmer einer der Töchter. Doch da war er an dem Abend nicht.

Klägliches Wimmern

Fiona Gehring lief in den Garten, ums Haus herum und schließlich auf die Straße. Dort vernahm sie ein klägliches Wimmern von oben. In der Dachrinne, geschätzte 12 Meter hoch, an der Ecke des Hauses, nur vom Schneegitter gehalten, befand sich Timmy – der schwarze Rüde. Wegen der Hitze in ihrem Schlafzimmer hatte sie das Dachflächenfenster geöffnet und sich nichts weiter dabei gedacht. Sein Frauchen vermutet, dass „Timmy“ nach Vögeln geschaut hat und aus dem Fenster gestiegen ist. Der 70 Zentimeter hohe Rüde habe wohl versucht, wieder ins Zimmer reinzukommen, sei aber an den glatten Dachschindeln mit seinen Krallen abgerutscht. Das zeigten die Kratzer auf den Schindeln. Nun, Fiona Gehring rief in ihrer Verzweiflung die Feuerwehr an, die Neuenhainer kamen und die Sodener brachten gleich ihre Drehleiter mit.

Die Rettungsaktion sorgte dann nochmal für Herzklopfen in der Familie, denn auch die Kinder hatten mittlerweile das riskante Abenteuer ihres Lieblings mitbekommen. „Wir hatten ganz viel Angst“, sagt die achtjährige Tochter. Zwei Kameraden stiegen in den Korb der Drehleiter, schildert Marc Bauer, und fuhren nach oben.

Übers Gesicht geleckt

Die beiden Männer packten den Hund schnell und zogen ihn in den Korb. Gekleidet in voller Montur, ausgerüstet mit Handschuhen. Man wisse ja nie, wie ein Tier vor Angst in so einer Situation reagiere, sagt Bauer. Einem der Helfer habe Timmy dann noch übers Gesicht geleckt.

„Hauptsache, es hat ein gutes Ende genommen“, stellten Fiona Gehring, ihre drei Kinder und Marc Bauer erleichtert fest. Und es werden der Hundebesitzerin auch keine Kosten entstehen. Das sei ein klassischer kostenloser Einsatz der Feuerwehr, erklärt Bauer, „wenn Mensch und Tier in Gefahr sind“.

(kra)
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