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Finanz-Tanz um Ländcheshalle

Von Zwei oder drei Felder? Die Bürgermeisterin appelliert an den Verein, doch endlich klare Vorgaben zu dem wichtigen Projekt zu machen.
Hofheim. 

Wenn nicht langsam etwas passiert, kann der TV Wallau mal bei den Bauern in der Nachbarschaft anfragen, ob die nicht für sie ein Plätzchen in einer Scheune haben – denn die dürfte vermutlich in einem besseren Zustand sein, als die marode Ländcheshalle. Sicher ist, dass etwas passieren muss und passieren soll. Aber im Detail kommen Stadt und TV nicht weiter. Jetzt drängt sich dem neutralen Beobachter der Eindruck auf, dass auch innerhalb des TV laut und deutlich aneinander vorbeigeredet wird.

Nicht nur aus Beiträgen

Dass eine neue Halle gebaut werden soll, an der sich auch der Kreis beteiligt und sie dann als Schulturnhalle nutzt, ist einvernehmlich. Nach langem Hin und Her ist der TV auch grundsätzlich bereit, sich, wie alle anderen Vereine der Stadt bei ihren Hallen auch, am Bau einer neuen Ländcheshalle finanziell zu beteiligen. Wie das aussehen soll, darüber wurde in der jüngsten Sitzung des TV mal wieder ohne Ergebnis diskutiert. FWG-Fraktionschef Bodo Tadewald, selbst Mitglied des TV Wallau, berichtet aus der Mitgliederversammlung, die Mitglieder seien zu keinem Ergebnis gekommen, weil sie zunächst zuverlässige Zahlen brauchten, wie teuer so eine Halle werden könne. "Der Verein lebt von Mitgliedsbeiträgen, Sponsoren und Spenden. Nur die Mitgliedsbeiträge sind eine verlässliche Summe", erklärte er. Der Verein könne sich deshalb nicht auf Jahre finanziell binden, wenn er die Summe am Ende nicht stemmen könne.

Wolfgang Exner (CDU), Erster Stadtrat und ebenfalls Mitglied des TV Wallau, berichtete von der gleichen Mitgliederversammlung. Die Abstimmung habe nur nicht stattgefunden, weil der Punkt auf der Tagesordnung gefehlt habe (in dem Punkt waren sich Exner und Tadewald noch einig). Der Turnverein wolle nach der Grundsatzabstimmung in der nächsten Sitzung, so sie denn positiv für eine Beteiligung der Clubs am Bau ausgeht, überlegen, was für eine Art Halle er überhaupt wolle. Danach sollten dann Preise vorgelegt werden und der TV werde entscheiden, was überhaupt geht und was nicht.

Für welchen Zweck?

Auch Bürgermeisterin Gisela Stang (SPD) plädierte in der Stadtverordnetenversammlung noch einmal dafür, dass der TV eine Grundsatzentscheidung trifft und sich dann an den Planungen beteiligt. "Wir können doch erst Zahlen ermitteln, wenn wir wissen, ob sie eine kleinere Zweifeldhalle oder eine große Dreifeldhalle haben wollen und wie sie für welchen Zweck ausgestattet sein muss", appellierte Stang an den TV, den ersten Schritt zumachen. "Alle Zahlen", so die Bürgermeisterin, "wären doch willkürlich gegriffen".

Im Verein schrecken aber viele vor dieser Festlegung zurück, auch wenn Stang noch einmal drängte: "Sie sind ein großer Verein mit vielen Mitgliedern. Alle anderen stemmen das – der TV 1860, die Lorsbacher, die Diedenberger, warum sollten das nur die Wallauer nicht schaffen?" Bei der nächsten Mitgliederversammlung des TV steht die Grundsatzabstimmung zur Ländcheshalle nun auf der Tagesordnung. Bleibt abzuwarten, ob sich die Wallauer bei diesem Treffen erst einmal untereinander einigen können.

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