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Fluglärm-Gegner hoffen auch mehr Unterstützung

So richtig zufrieden ist Christina Broda von den Schwalbacher Fluglärmgegner nicht mit dem, was in ihrem Ort gegen den Fluglärm unternommen wird. Etwa ein Dutzend Personen kommen zu den Stammtischen der Initiative, wenn es schlecht läuft, sind es deutlich weniger. Viele Aktive, sagt Broda, sind berufstätig – so mancher hat auch einfach nicht genug Zeit, sich mehr zu engagieren.
Schwalbach. 

So richtig zufrieden ist Christina Broda von den Schwalbacher Fluglärmgegner nicht mit dem, was in ihrem Ort gegen den Fluglärm unternommen wird. Etwa ein Dutzend Personen kommen zu den Stammtischen der Initiative, wenn es schlecht läuft, sind es deutlich weniger. Viele Aktive, sagt Broda, sind berufstätig – so mancher hat auch einfach nicht genug Zeit, sich mehr zu engagieren.

Aber etwas anderes kommt dazu. "Die Leute gewöhnen sich an den Lärm", hat die derzeitige Sprecherin der Initiative beobachtet. Dabei komme es durchaus darauf an, den Druck aufrecht zu erhalten. Sie hat viel Achtung vor all denen, die jeden Montag zum Flughafen fahren, um zu demonstrieren. Wenn es zeitlich geht, macht sie selbst mit, und sie hofft, dass das Engagement ihrer Initiative auch in den nächsten Monaten nicht nachlässt. "Die Kunst wird sein, über den Winter zu kommen."

Es komme darauf an, Solidarität zu zeigen mit denen, die an der Mainschiene wohnen und viel stärker belastet sind. Es zudem wichtig, daran zu erinnern, dass die Menschen im Vordertaunus die nördliche Gegenanflugroute nicht einfach so hinnehmen wollen.

Geplant sei, die Kräfte zu bündeln, kündigt sie eine engere Zusammenarbeit mit den Initiativen in Nachbarorten wie Bad Soden, Kelkheim und Liederbach an. Außerdem lasse sich mit bloßen Treffen am Stammtisch nicht übermäßig viel Druck machen. Es müssten wohl wieder einmal öffentliche Aktionen her, sagt sie.

Ohnehin, gelöst sei das ganze Problem in keinster Weise. Nach ihren Beobachtung halten sich viele Piloten auch nicht an die vorgegebenen Strecken. Broda: "Die fliegen, wie sie Lust haben, da herrscht Anarchie, vor allem über dem alten Ort", schimpft sie. Und daher ist sie auch optimistisch, dass die Initiative künftig genug Zulauf hat. Manche gibt es zwar, die sich mit dem Fluglärm abfinden, andere werden dagegen immer sensibler. Und so hofft sie darauf, dass das Thema auch im Osten der Kreises wieder etwas mehr an öffentlicher Aufmerksamkeit gewinnt. bt

(Manfred Becht)
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