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Freitagsküche trifft Geschmack

Von In Gesellschaft schmeckt es am besten, deswegen trifft man sich freitags im Begegnungszentrum zum gemeinsamen Mittagessen.
Kartoffelbrei und Leber servierten Joachim Baibris (kariertes Hemd)  und Abdel gestern im Begegnungszentrum. Foto: Maik Reuß Kartoffelbrei und Leber servierten Joachim Baibris (kariertes Hemd) und Abdel gestern im Begegnungszentrum.
Sossenheim. 

Sie lieben es deftig, die Bewohner und Nachbarn des Begegnungszentrums in der Toni-Sender-Straße: Etwa 15 Gäste haben sich heute zum wöchentlichen Treff, der „Freitagsküche“, eingefunden. Genüsslich verspeisen sie Rinderleber, Kartoffelbrei und Zwiebeln – das heutige Tagesgericht.

Die Freitagsküche ist der neue Name für das bewährte Angebot, das vielen unter anderem unter „Freitags gibt’s dick Supp“ bekannt ist. Hinter allen Namen versteckt sich die Idee, dass zusammen im Gemeinschaftsraum des Begegnungszentrums gespeist wird.

Gekocht wird von freiwilligen Helfern und das zu einem günstigen Preis. 3,50 Euro müssen die „Restaurant-Gäste“ etwa heute lediglich zahlen.

An dem Konzept haben sich über die Jahre ab und zu die Zeiten sowie die kulinarische Richtung, in der gekocht wurde geändert. Mittlerweile wollen die Initiatoren vom Frankfurter Verband von dem Suppenthema wieder Abstand nehmen. Das erschöpfe sich mit der Zeit, erklären Sascha Brenninger, Leiter des Begegnungszentrums und Ingrid Kiesler, eine ehrenamtliche Helferin.

Eine lange Tafel

Den Besuchern ist dies vermutlich wohl nur recht: „Die Leber ist sehr beliebt“, weiß Sascha Brenninger. Das Besondere: An der langen Tafel sitzen nicht nur Bewohner des Seniorenheims, sondern auch Nachbarn aus dem Stadtteil. Freitags sei zum Essen jeder willkommen, betont Brenniger.

Dieses Angebot nehmen Gisela und Cornelia Zielonka gerne wahr. „Dann müssen wir beide nicht mehr kochen“, sagt Cornelia Zielonka, die ihre Mutter besucht. Beide sind zum ersten Mal mit dabei und loben das Essen sehr: „Gut schmeckt es“, findet Gisela Zielonka, die zwar nicht zu den Bewohnern der Seniorenwohnanlage zählt aber hier regelmäßig an dem Sportangebot teilnimmt.

Das Besondere bei der Freitagsküche ist, dass das Essen jede Woche von einer anderen ehrenamtlichen Person oder Gruppe gekocht wird. So kommt viel Abwechslung auf den Tisch: Szegediner Gulasch, vegetarische Suppen, süße Knödel und sogar pakistanische Küche stehen unter anderem auf dem aktuellen Plan. Überdies wird am Ende des Monats die Grill-Saison mit Steak und Würstchen eingeläutet.

Initiiert wurde das alles von Jürgen Blume, einem mittlerweile verstorbenen Bewohner der Anlage. „Wir versuchen die schöne Tradition weiterzuführen“, sagt Brenniger.

Einer der lange Zeit gemeinsam mit Jürgen Blume am Herd stand, ist Joachim Fricke. Gemeinsam mit Abdel Baidris sorgte er auch heute dafür, dass die Besucher des Treffs etwas Ordentliches in den Magen bekamen.

Warum er freiwillig für eine so große Gruppe kocht? „Ei ja nun“, sagt der 60-Jährige lächelnd. Er habe dies mit Blume angefangen und setze es gerne fort.

In Gesellschaft

Stammgäste des Mittagstisches sind Elisabeth und Hans Schätzle. „Man ist in Gesellschaft“, sagt Elisabeth Schätzle zu dem Grund, der sie regelmäßig hierher führt. Ebenso sieht es Anita Wähler. Sie ist gemeinsam mit ihrem Mann Reinhard hier und genießt den nennten Plausch untereinander.

Bedauerlich findet sie allerdings, dass der Mittagstisch nur vergleichsweise von wenigen Besuchern genutzt würde. Schließlich wohnten gut 70 Parteien alleine in dem Haus.

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