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Für fliegende Tiere gibt es einen Privatshuttle

Das war der Höhepunkt für die ZING-Reporter der 4. Klasse von der Rossert-Schule Ruppertshain. Sie durfte den neuen DFS-Tower am Flughafen besichtigen, noch bevor dort der erste Probebetrieb startete. Der neue Tower bietet den Fluglotsen eine bessere Aussicht und ersetzt den alten.
Deutlich gekennzeichnet ist der Check–In-Schalter für Tiere, die anders behandelt werden als Gepäck und Fluggäste. Foto: Theresa Totzke Bilder > Deutlich gekennzeichnet ist der Check–In-Schalter für Tiere, die anders behandelt werden als Gepäck und Fluggäste. Foto: Theresa Totzke
Frankfurt. 

Die Schüler kamen dabei ganz schön ins Schwitzen. Wolfgang Breves von der DFS (Deutsche Flugsicherung), Projektleiter des neuen Towers am Frankfurter Flughafen, ermöglichte ihnen die Erkundung der neuen Kanzel – kurz vor der ersten Probe-Inbetriebnahme am Abend des 20. Mai.

Mit dem Aufzug ging es in rasantem Tempo nach oben in schwindelerregende 70 Meter Höhe – so hoch ist der Tower insgesamt.

Die elf Fluglotsen, die hier dort von 13./14. Juni an für sichere Starts und Landungen am Frankfurter Flughafen sorgen werden, blicken in einer Höhe von 66 Metern aus den Fenstern. Diese Maße sind von der Fraport vorgeschrieben und waren auch im alten Tower so.

Blick zur Landebahn

 

Die Zahl der Flugbewegungen am Himmel über Deutschland ist in den vergangenen Jahren ständig gestiegen – doch allmählich wurde es eng auf dem Frankfurter Airport. Also musste eine zusätzliche Landebahn her. Diese liegt im Nordwesten des Flughafens und ist durch eine gigantische Brücke über die Autobahn mit dem Vorfeld verbunden.

Doch vom alten Tower ist diese fantastische Landebahn nicht mehr ausreichend einsehbar – daher ging’s an den Bau des neuen Towers.

Zweieinhalb Jahre betrug die Bauzeit, die Installation der technischen Anlagen und die Ausbildung der künftig dort arbeitenden Fluglotsen. Wolfgang Breves berichtete den jungen Reporten, dass der Bau des Towers unglaubliche 34 Millionen Euro gekostet hat.

Der alte Tower wird ab 13./14. Juni 2011 zum "Notfall-Tower". Zu diesem Zeitpunkt geht der neue Tower "ans Netz" und übernimmt die gesamte Kontrolle über die startenden und landenden Flugzeuge auf den Rollwegen und in der Luft.

Interessiert wollten die Reporter von Breves wissen, ab wann die Lotsen im Tower Kontakt zu den sich im Anflug befindenden Flugzeugen aufnehmen. Dies geschieht, wenn die Flugzeuge sich etwa 15 bis 25 Kilometer außerhalb des gigantischen Frankfurter Luftraumes befinden. Die Piloten eines Flugzeuges müssen sich also ab dieser Entfernung vor der Landung bei den Lotsen im Tower anmelden. Diese übernehmen dann die Kontrolle über den Landevorgang, was bei den vielen Starts und Landungen auf dem Airport sicher ganz schön kompliziert ist, wie die Reporter sehen konnten. Doch ausgeklügelte Computersysteme helfen den Lotsen.

Verwundert stellten die ZING-Journalisten fest, dass alle Digital-Uhren im Tower 9.30 Uhr anzeigten, obwohl es schon 11.30 Uhr war. Breves erklärte das so: "Das hängt damit zusammen, dass die Uhren im Tower auf die GMT (Greenwich Mean Time) programmiert sind." Das bezeichnet die Mittlere Sommerzeit am Nullmeridian und dient dazu, dass alle Beteiligten – auch wenn sie aus anderen Zeitzonen geflogen kommen – über die selbe Uhrzeit sprechen.

Luftige Höhe

 

Hoch ging es mit dem Aufzug – doch runter über die luftige Nottreppe, die sich außen am Gebäude befindet. Von dort aus hatten die Journalisten und Fotografen der Rossert-Schule sowie ihre Lehrerinnen eine wundervolle Aussicht über zahlreiche Gebäude – von oben so klein wie Stecknadeln – und das ganze Vorfeld. Unten wackelten allen ziemlich die Knie – manchen von der Höhe, anderen von der ungewohnten Bewegung. Doch das Erlebnis dieses Highlights möchte keiner mehr missen. Wer bekommt schon diese einmalige Chance, vom neuen Tower des Frankfurter Flughafens vor dessen Inbetriebnahme diesen Rundumblick in alle Himmelsrichtungen genießen zu können?

Murtaza Hosseini, Anita Tripps, Elena Speicher, Maximilian Steyer, Robin Jäckel, Niklas Kuchenbrandt, Benjamin Thormann, Johanna Hans, Dana Jandke, Nico Jandke, Sara Vellage, Eric Hilz, Iman Homsy, Nick Pleiner, Miguel Hilz, Marc Hanley, Marvin Börner, Laura Dekordi, Felix Effler, Matthias Berghaus, Yasmin Blenkinsop Tara Urbach, Alexsandro Folberth, Natascha Böttger, Lukas Gatscher, Erik Peuker, Felix Faber

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