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Verein „Kindertaler“: Geschenke für 85 bedürftige Kinder

Von Seit seinem Bestehen hat „Kindertaler“ bereits 50 000 Euro an Kinder, Jugendliche und Familien weitergegeben. Nun möchte der Vorstand die Zahl der Mitglieder deutlich steigern
Im Rathaus wurden die Geschenke gesammelt, und die Eltern der Kinder konnten sie dort abholen. Im Rathaus wurden die Geschenke gesammelt, und die Eltern der Kinder konnten sie dort abholen.
Schwalbach. 

Wenn heute Bescherung unter dem Weihnachtsbaum ist, werden in Schwalbach noch mehr Kinderaugen leuchten als sonst. Für Kinder, deren Eltern das Geld für das Nötigste fehlt und die ihrem Nachwuchs keine Geschenke machen könnten, hat der Schwalbacher Verein „Kindertaler“ in diesem Jahr wieder Christkind gespielt. „Wir haben Geschenke für 85 bedürftige Kinder besorgt. Der Schwerpunkt lag bei Mädchen und Jungen im Kindergartenalter. Wir haben aber auch ältere Kinder einbezogen“, sagt Pressesprecherin Monika Schwarz vom „Kindertaler“-Vorstand.

An die betreffenden Familien waren Wunschzettel ausgehändigt worden. „Wir hatten als Obergrenze rund 30 Euro pro Kind im Budget“, sagt Schwarz. „Die Wunschzettel wurden dann im „Kindertaler“-Vorstand gesammelt und zur Erledigung verteilt. Dann sind wir losgezogen, um die Geschenke zu besorgen“, berichtet Monika Schwarz, die auch als tatkräftige Vorsitzende des Seniorenbeirats bekannt ist. „Vor allem Spielsachen und Winterbekleidung waren die Spitzenreiter bei den Wünschen“, sagt sie.

Das städtische Sozialamt hat den Verein logistisch unterstützt, indem die Geschenke im Rathaus gestapelt wurden, wo sie von den Eltern abgeholt werden konnten. Auch mit der Schwalbacher Tafel gab es im Zuge der Weihnachtsaktion eine Zusammenarbeit.

Als gemeinnütziger Verein, der „Hilfen bei Kinderarmut“ leistet, war „Kindertaler“ zum Jahresende 2012 gegründet worden. Kaum ein Schwalbacher Verein ist gesellschaftlich so breit aufgestellt wie „Kindertaler“ und hat einen so umfassenden Vereinszweck. Schulen, Kindertageseinrichtungen, Kirchengemeinden, Vereine, Politiker und Bürger sind Mitglieder oder Kooperationspartner.

„Kindertaler“-Vorsitzende Nancy Faeser und ihre Stellvertreterin Katrin Behrens sind auch die beiden Vereins-Initiatorinnen, und das obwohl sie bekanntlich für unterschiedliche Parteien im Stadtparlament sitzen. „Zwar müssen die Hilfen beantragt werden und der Bedarf wird geprüft, aber das geht schnell und unbürokratisch“, sagt „Kindertaler“-Vorstandsmitglied Günter Pabst. Seit seinem Bestehen hat der Verein für Kinder, Jugendliche und Familien Förderungen in Höhe von rund 50 000 Euro bezahlt, alleine 13 000 Euro waren es 2016, rechnet Kassierer Pabst vor.

Das Geld fließt in Projekte wie die Geschenke-Aktion, den Schwimmunterricht für Kinder oder die Schulranzenaktion für Abc-Schützen. Es wird aber auch ganz individuell in unzähligen Einzelfällen geholfen. Einige Beispiele: Begabten Kindern, die sich keine Instrumente leisten können, wird der Musikunterricht bezahlt, es gibt Zuschüsse für die Teilnahme an Klassenfahrten oder für die Hausaufgabenhilfe sowie Geld für Sportkleidung, wenn ein Kind sonst vom Sporttreiben ausgeschlossen wäre.

„Wir können so viel helfen, weil wir die Unterstützung durch unsere Mitglieder und vor allem auch durch viele weitere Spender haben, wofür wir dankbar sind“, sagt Pabst. Schulen, Kindereinrichtungen und Vereine spendeten Einnahmen von Festen und Basaren. Gerade jetzt am Weihnachtsmarkt gingen auch wieder viele Spenden von Firmen, Stiftungen und anderen Institutionen ein, die gar nicht alle genannt werden können.

Auch Privatleute haben Ideen, Spendengelder für „Kindertaler“ zusammenzubekommen: In den 1970er und 1980er Jahren gab es die Kult-Disco „Sosedi“ in Schwalbach. Veteranen von damals haben im Herbst eine Discoveranstaltung organisiert und rund 1600 Euro an „Kindertaler“ gespendet. „Auch mit diesem Geld wurden jetzt Geschenke gekauft“, berichtet Monika Schwarz. Und: „Kleinvieh macht auch Mist. In den Spendenschweinchen, die Schwalbacher Geschäftsleute für uns aufstellen, kamen in diesem Jahr 1000 Euro zusammen“, sagt Pabst.

Im neuen Jahr will „Kindertaler“ die Hunderter-Marke bei der Mitgliederzahl erreichen, bisher sind es 84. Infos über den Verein gibt es im Internet unter www.kinderarmut-schwalbach.de. Kontaktaufnahme ist möglich per E-Mail an info@kindertaler-schwalbach.de.

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