E-Paper Abo & Service Immo Stellen Trauer
Anzeige Frankfurt am Main 14°C

Wahl: Gisela Stang (SPD) ist zufrieden mit ihrem Listenplatz 26

Von Hofheims Bürgermeisterin Gisela Stang steht auf Platz 26 der Liste der SPD für die Landtagswahl. Was ist (ihr) dieser Platz wert?
Bürgermeisterin Gisela Stang. Foto: Knapp Bürgermeisterin Gisela Stang.
Hofheim. 

Prognosen sind schwierig, vor allem weil sie die Zukunft betreffen, hat der Schriftsteller Mark Twain einmal gesagt. Und weil das auch für den Ausgang von Wahlen gilt, ist es schwer, jetzt schon einzuschätzen, was der 26. Platz wert ist. Den hat Hofheims Bürgermeisterin Gisela Stang auf der Liste der SPD für die Landtagswahl bekommen. Sie möchte erklärtermaßen in den Landtag, und wenn das Wahlergebnis ausreichen wird, ist es für sie ein guter Platz. Weil Stang dann ihr Ziel erreicht hat.

37 Sitze hat die SPD derzeit im Landtag – auf den ersten Blick reicht das also. Aber auf der Liste stehen hinter Stang eine ganze Menge Kandidaten, die ein Direktmandat gewinnen, und die haben Vorrang. Nur Sitze, die nicht per Direktmandat vergeben sind, werden über die Liste besetzt, aktuell zum Beispiel sind das 23. „Das sind alles Spekulationen“, hat Stang keine Lust, jetzt abzuzählen, wie viele aussichtsreiche Direktkandidaten hinter ihr platziert sind. Erst recht ist das Wahlergebnis unkalkulierbar. Aktuelle Umfragen rechnen für die SPD mit 25 Prozent der Stimmen.

Stang misst ihr Ergebnis an dem, was erreichbar war. Mit Nancy Faeser auf Platz zwei ist der Main-Taunus-Kreis gut vertreten, aus Wiesbaden beispielsweise gab es auf den aussichtsreichen Plätzen zunächst gar niemanden. Dann müssen Männer und Frauen gleichermaßen berücksichtigt werden, außerdem gibt es einen genauen Verteilungsschlüssel zwischen Nord- und Südhessen. Da fällt es für den SPD-Landesverband auch nicht mehr stark ins Gewicht, dass Stang stellvertretende Landesvorsitzende ist.

„Ich wollte in die zwanziger Plätze und bin daher sehr zufrieden“ so Stang gestern zu dieser Zeitung. Chancen rechnet sie sich durchaus aus, und sie hält auch den Versuch keineswegs für aussichtslos, gegen den CDU-Mann Axel Wintermeyer das Direktmandat zu gewinnen. Der hatte bei der letzten Landtagswahl zwar 17 Prozent Vorsprung gegenüber dem SPD-Kandidaten Georg Einhaus, aber natürlich ist Stang bekannter als der vorherige Kandidat. Außerdem geht die Hofheimerin davon aus, dass ein deutlich besseres Ergebnis für die AfD, auch dies wird in aktuellen Prognosen vorausgesagt, eher zu Lasten der CDU geht.

Nicht einlassen möchte sie sich auf Überlegungen, was sie macht, wenn sie einen guten Nachrückerplatz bekommt. In Hofheim aufzuhören, bei einem Wirtschaftsunternehmen oder einer Organisation anzufangen, um dann nach zwei Jahren doch in den Landtag zu wechseln, das wäre sicher nicht die Wunschvorstellung...

Zur Startseite Mehr aus Main-Taunus

BITTE BEACHTEN SIE: Unser Angebot dient lediglich Ihrer persönlichen Information. Kopieren und/oder Weitergabe sind nicht gestattet. Hier finden Sie Informationen zur Verwendung von Artikeln. Quellen: Mit Material von dpa, afp, kna, AP, SID und Reuters

Archiv ThemenMediadatenKontaktImpressumDatenschutz Über unsere WerbungRSS

© 2018 Frankfurter Neue Presse

Ok

Um Ihnen ein besseres Nutzererlebnis zu bieten, verwenden wir Cookies. Durch Nutzung unserer Dienste stimmen Sie unserer Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen