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Gisela auf Tauchstation

Von Ruhe scheint die erste Wahlkampfpflicht zu sein. Und wenn es brenzlig wird, überlässt Hofheims Rathauschefin gern anderen das Feld. Dafür hält Stadtrat Wolfgang Winckler (SPD) dann den Buckel hin.
Gut 400 Wallauer demonstrierten vor dem leeren Rathaus. Der Magistrat war ausgeflogen.	Foto: Spillner Bilder > Gut 400 Wallauer demonstrierten vor dem leeren Rathaus. Der Magistrat war ausgeflogen. Foto: Spillner
Hofheim. 

"Es ging uns in erster Linie darum, zu informieren", sagt Gerold Schnell, einer der Initiatoren der Interessengemeinschaft Wallauer für Wallau. Allerdings hätte die IG auch nicht mit der Bürgermeisterin um das Mikro gestritten, wenn die sich hätte äußern wollen, denn die Wallauer warten auf die Antwort aller drei Bürgermeisterkandidaten. Stang, Exner und der Grüne Horst Schneider wurden per Brief aufgefordert: "Wir möchten Ihre persönliche Position zur Thematik Erhalt der Hallen-/Raumkapazität für Sport und Kultur in Wallau erhalten. Wir bitten Sie ausdrücklich, nicht auf die politische Beschlusslage oder Meinung Ihrer Partei abzuheben, sondern möchten Ihre persönliche Meinung zu diesem Thema erfahren." Ruhe ist die erste Wahlkampfpflicht, scheint die Devise zu sein. Anders ist es kaum zu erklären, dass sich Stang die Chance entgehen ließ, den Wallauern ihre Sicht der Dinge zu erläutern und auch mit den anwesenden Journalisten – ausnahmsweise war auch das Fernsehen da – zu sprechen.

Mit den Leuten sprechen war auch in Lorsbach nicht das Ding der Verwaltungsspitze. Erst als sich parteienübergreifender Gesamt-Lorsbacher Protest für die Behindertenrampe am Bahnhof stark machte, wurde der ursprüngliche Zeitplan wieder in Kraft gesetzt. Dabei nahm Baudezernent Wolfgang Winckler den Vorwurf auf den Buckel, er habe die Aufhebung der Streckensperrungen für die Bauzeit selbst veranlasst. Erst als die Grünen dann im Parlament verkündeten, Wincklers sozialdemokratische Parteifreundin Stang habe den Brief unterschrieben, antwortete Winckler juristisch fein ziseliert: "Ich habe nie gesagt, dass ich das unterschreiben habe, ich habe immer nur gesagt, da war ein laufender Vorgang der Verwaltung."

So wie auf Lorsbach mag Stang auch nur ungern auf die ungeheuerlichen Vorgänge am Rosenberg eingehen. "Da sollten wir doch jetzt in die Zukunft blicken, wie es da weitergeht", versucht die Rathauschefin die Ungereimtheiten um den Verkauf des Hotelgrundstücks beiseite zu wischen. Aber das dürfte schwer werden. So kamen auf Einladung der "Linken" an einem kalten, verschneiten Abend 38 Bewohner des höchst bürgerlichen Rosenbergs, allesamt keine Linken, in einer Kneipe zusammen, um über die Baupläne des Krifteler Investors auf dem Hotelgelände zu sprechen. Dabei ging es aber nicht nur um das künftige Bauvolumen und um den sicherlich zunehmenden Verkehr in dem Wohnviertel, sondern auch darum, dass die Stadt beim Verkauf des Geländes eine Menge Geld verloren hat.

Das Thema wird Stang an den Hacken kleben blieben – obwohl, für Bauen und Planen und Bebauungspläne und Grundstücksverkäufe etc pp. ist im Rathaus ja eigentlich Wolfgang Winckler zuständig. Er hat in Lorsbach ja schon mal geübt, den Prügelknaben zu spielen.

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