Lade Login-Box.
E-Paper Abo & Service Immo Stellen Trauer
Anzeige Laufsport - Alles rund um den Mainova Frankfurt Marathon ... Frankfurt am Main 10°C

Grüne Oase statt Müllplatz

Der Treppenabsatz an der Höchster Mainmühle soll bepflanzt werden. Es geht darum, den kleinen Platz, der von der Trinker-Szene genutzt wird, nicht länger verwahrlosen zu lassen.
Einige der Menschen, die sich tagsüber vor der Mainmühle aufhalten, haben ihren Besitz in Einkaufswagen dabei.	Foto: Reuß Einige der Menschen, die sich tagsüber vor der Mainmühle aufhalten, haben ihren Besitz in Einkaufswagen dabei. Foto: Reuß
Höchst. 

Im Juni hatte der Ortsbeirat beschlossen, den Magistrat zu bitten, eine Bepflanzung, des Vorplatzes der „Alten Mühle“ am Mainberg zu gestatten. Inzwischen gibt es eine Stellungnahme des Magistrats, in der dieser dem Vorhaben positiv gegenüber steht. Deshalb beantragt nun CDU-Ortsbeirat Hans-Christoph Weibler, dass der Magistrat zusammen mit der Höchster Kinderbeauftragten Anna Monaco eine Planung für die Gestaltung erstellt. Für die Umsetzung der Planung sollen aus dem Ortsbeiratsbudget 10 000 Euro zur Verfügung gestellt werden, schlägt Weibler vor. Der Ortsbeirat soll damit, so Weibler, die Initiative der Kinderbeauftragten unterstützen, die zusammen mit der Hostatoschule diese Fläche gestalten will. „Damit könnte ein positiver Beitrag zur Gestaltung einer bisher nicht sehr ansehnlichen Fläche in Höchst geleistet werden“, heißt es in einer Pressemitteilung Weiblers.

Das ist sehr diplomatisch ausgedrückt: Die Bepflanzung des kleinen Platzes am Treppenabgang neben der Mühle zum Main ist eine Reaktion auf das Bild, das sich dort Tag für Tag bietet. Das Areal vor der als Wohnhaus genutzten Mühle ist Treffpunkt einer Trinker-Szene, die zuvor schon am alten Kran bei den Hausbooten zusammenkam. Einige der Menschen, die sich dort treffen, sind obdachlos und haben ihren Hausstand in Tüten oder Einkaufswagen dabei. Der kleine Platz, eigentlich ein Treppenabsatz, wird immer wieder vermüllt. Zuletzt hatten Nachbarn von großen Ratten berichtet, die dort am helllichten Tag zu beobachten gewesen sein sollen.

Anna Monaco hatte die Idee entwickelt, den Treppenabsatz zu begrünen. Von ihr kam der Vorschlag, das ganze als Gartenprojekt zu gestalten und Kindergärten oder Schulen einzubinden. „Wichtig ist, dass sich die Situation für die Anwohner und für die Gäste im Höchster Hof verbessert“, sagte sie bei der Vorstellung der Idee im Sommer.

Die Gäste des Hotels am Mainberg haben besten Blick auf die alltägliche Versammlung an der Mainmühle. Oft parken Einkaufswagen mit Klamotten direkt vor dem Hotel. Der Trinker-Szene ist der kurze Weg zum Discounter auf der Bolongarostraße wichtig, um Nachschub zu holen. Als das Kreisblatt über den Vorstoß Monacos berichtete, bekam sie gerade über soziale Netzwerke viel Kritik ab: Auch für diese Menschen müsse Platz in unserer Gesellschaft sein. Die Anwohner sind allerdings für die Hilfe Anna Monacos dankbar. Und auch im Hotel gegenüber möchte man seinen Gästen einen anderen Anblick bieten.

Der Höchster Hof habe sich bereiterklärt, das Projekt zu unterstützen, sagt Anna Monaco. Nun hofft sie, dass die Fraktionen im Ortsbeirat Weiblers Antrag und damit die Bewilligung von 10 000 Euro unterstützen. „Ich hoffe, dass wir das Geld bekommen. Und dann müssen wir sehen, was mit dem Budget möglich ist.“ In einer Ideenrunde soll überlegt werden, wie das Projekt konkret aussehen soll. Außer der Hostatoschule wollen auch andere Einrichtungen, darunter das Höchster Kinderparlament, mitmachen. Es gehe darum, den Platz zu begrünen, ihn aber weiter als Durchgang zur Treppe nutzbar zu lassen, so Monaco. Ruhebänke soll es nicht geben, um keinen zusätzlichen Anreiz zu bieten, dort zu lagern.

(hv)
Zur Startseite Mehr aus Main-Taunus

BITTE BEACHTEN SIE: Unser Angebot dient lediglich Ihrer persönlichen Information. Kopieren und/oder Weitergabe sind nicht gestattet. Hier finden Sie Informationen zur Verwendung von Artikeln. Quellen: Mit Material von dpa, afp, kna, AP, SID und Reuters

Archiv ThemenMediadatenKontaktImpressumDatenschutzRSS

© 2017 Frankfurter Neue Presse