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Arboretum: Grüne fordern Müllcontainer für den Waldpark

Wer Müll produziert, sollte ihn auch entsorgen. Das funktioniert allerdings nicht immer im Arboretum. Die Grünen wollten deshalb Mülltonnen aufstellen lassen – ob das hilft?
TV-Journalistin und Naturschützerin Claudia Ludwig. Foto: Hans Nietner (Hans Nietner) TV-Journalistin und Naturschützerin Claudia Ludwig.
Schwalbach. 

Der Umgang mit von Spaziergängern weggeworfenem Müll im Waldpark Arboretum hat jetzt das Stadtparlament beschäftigt. Die Grünen hatten beantragt, dass der Magistrat für das Aufstellen von Mülleimern im Arboretum sorgen soll. Diese müssten zumindest an den Ein- und Ausgängen sowie an den Sitzgelegenheiten platziert werden. Die geeigneten Standorte sollten mit den dort engagierten Vereinen und Hessen Forst abgesprochen werden.

Thomas Nordmeyer (Grüne) nannte in der letzten Parlamentssitzung die fehlenden Mülleimer als Grund für wilde Müllhaufen im Arboretum. Das 76 Hektar große Naherholungsgebiet zwischen Schwalbach (23 Hektar), Sulzbach (51 Hektar) und Eschborn (2 Hektar), rund 600 Baum- und Straucharten der nördlichen Hemisphäre zeigt, wird in der Regie von Hessen Forst/Forstamt Königstein betrieben. „Das Arboretum liegt zum Großteil auf Sulzbacher Gemarkung. Wir können auf fremder Gemarkung nicht einfach Container aufstellen. Das wäre so, als würde Sulzbach in unserem Stadtwald Abfalltonnen aufstellen, weil dort auch Sulzbacher spazieren gehen“, sagte Bürgermeisterin Christiane Augsburger (SPD). Sie verwies zudem auf Hessen-Forst als Hausherr.

Aus den Reihen der SPD meldete sich auch die Natur- und Tierfreundin Claudia Ludwig zu Wort, die als TV-Journalistin über zwei Jahrzehnte lang die Sendung „Tiere suchen ein Zuhause“ moderiert hat. Ludwig sagte: „Das Arboretum ist in der Obhut von Hessen Forst. Hinter den fehlenden Mülltonnen steht das Konzept, dass Spaziergänger ihren Müll wieder mitnehmen. Weil das nicht jeder tut, wird es durch regelmäßige Sammelaktionen mit pädagogischem Effekt ergänzt“, sagte sie. Nordmeyer erwiderte, das Konzept könne man hinterfragen und mit allen Beteiligten sprechen. Die SPD/FDP-Koalition lehnte den Grünen-Antrag trotzdem ab, nur die CDU war dafür.

Die Müllsammelaktionen fördern übrigens regelmäßig zutage, dass es nicht nur Spaziergänger sind, die Abfall hinterlassen. Denn nicht nur Kleinmüll wie Picknickreste werden gefunden, sondern auch Autoreifen oder kaputte Fahrräder. Die Verursacher dieser illegalen Entsorgungen würden auch nichts in eine Mülltonne werfen. Übrigens: Der nächste Müllsammeltermin für Freiwillige im Arboretum ist am Samstag, 29. September, zwischen 10 und 12 Uhr. Treffpunkt ist das Waldhaus/Eingang Schwalbach Am weißen Stein.

(ku)

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