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Gasgemisch zur Explosion gebracht: Hattersheim: Ganoven sprengen Geldautomat im Globus-Markt

Die Methode ist nicht neu und die Banken haben in der Zwischenzeit neue Abwehrstrategien entwickeln lassen: Die Rede ist von den Sprengungen von Geldautomaten.
<span></span> Foto: Hans Nietner
Hattersheim. 

Die Methode ist nicht neu und die Banken haben in der Zwischenzeit neue Abwehrstrategien entwickeln lassen: Die Rede ist von den Sprengungen von Geldautomaten. Manche Kreditinstitute sind dazu übergangen, die Automaten so umzurüsten, dass die Geldscheine bei einer vorhergehenden Sprengung des Automatengehäuses schlagartig mit einer Farbe gekennzeichnet werden. Damit sind die Geldscheine praktisch nicht verwertbar und praktisch wertlos.

An den so ausgerüsteten Automaten wird mit Symbolen auf diese Besonderheit hingewiesen, um Automatenknacker von ihrem Tun anzuhalten. Dennoch werden immer noch Geldautomaten gesprengt, um an das in dem Gehäuse befindliche Geld zu kommen.

In Hattersheim ereignete sich der jüngste Fall einer Geldautomatensprengung im Main-Taunus-Kreis. Am Sonntag, gegen 4.58 Uhr, suchten Unbekannte den Globus-Markt an der Heddingheimer Straße heim. Die unbekannten Täter brachen an einem Nebeneingang die Tür gewaltsam auf. In dem Gebäude gingen die Täter dann erst durch das Bistro. Dann war ihr Ziel der im Verkaufsmarkt installierte Geldautomat.

Sie brachten sie ein Gasgemisch, das sie in das Automatengehäuse leiteten, zur Explosion. Schließlich konnten sie aus der Geldkassette des Automaten Bargeld in unbekannter Höhe erbeuten. Auch die Höhe des Sachschadens stand gestern nach Angaben der Polizeidirektion noch nicht fest.

Nach den Ganoven wurde auch von einem Hubschrauber aus gesucht, sie entkamen aber unerkannt. Die Kripo in Hofheim hat die Ermittlungen aufgenommen. Zeugen werden gebeten sich bei der Polizei in Hofheim, Telefon (0 61 92) 2 07 90, zu melden.

Rückblick: Im vergangenen Jahr war einer der Täter, die im November 2015 in Flörsheim in einer Filiale der Taunus Sparkasse an der Bürgermeister-Lauck-Straße/Ecke Hans-Böckler-Straße zwei Geldautomaten gesprengt hatten, in der Nähe des Tatortes festgenommen worden. Der Mann mit Wohnsitz in den Niederlanden wurde Mitte August 2016 in Aachen dann noch wegen einer weiteren Tat zu einer Gefängnisstrafe verurteilt. (meh)

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