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61. Höchster Schlossfest: Höchst goes Kerry – alles in Butter

Von Acht Jahre nach der großen Sause mit der Partnerstadt Tralee kommen dieses Jahr die Iren zurück: Das Motto des 61. Höchster Schlossfests lautet „Höchst goes Kerry – alles in Butter“.
Christoph Brum (von links), Mike Josef und Claus Cromm stoßen auf die Freundschaft zwischen Irland und Höchst an. In diesem Jahr wird der Planungsdezernent das Schlossfest noch als Bornheimer mitfeiern, aber am Ende des Jahres wird er mit seiner Familie nach Höchst umziehen. Bilder > Foto: Leonhard Hamerski Christoph Brum (von links), Mike Josef und Claus Cromm stoßen auf die Freundschaft zwischen Irland und Höchst an. In diesem Jahr wird der Planungsdezernent das Schlossfest noch als Bornheimer mitfeiern, aber am Ende des Jahres wird er mit seiner Familie nach Höchst umziehen.
Höchst. 

Christoph Brum und Claus Cromm, derzeit Doppelspitze des Vereinsrings Höchst, haben gestern Abend die Katze aus dem Sack gelassen: Partner des 61. Höchster Schlossfests werden in diesem Jahr die Freunde aus Irland, mit denen die Höchster bereits 2009 ein unvergessliches Schlossfest gefeiert haben. Damals hieß das Motto „Fáilte Trá Lí – Willkommen Tralee“; nun heißt es „Höchst goes Kerry – alles in Butter“.

Kerry ist eine Grafschaft im Südwesten Irlands; Tralee ist die Hauptstadt dieser Grafschaft, die durch ihre grünen Weiden, die Atlantikküste und die malerische Halbinsel Dingle bekannt ist. Die benachbarte Beara-Halbinsel gehört zum größten Teil schon zu Cork. Zu den bedeutendsten vorgelagerten Inseln gehören die Blasket Islands und die Skelligs mit der größten Insel Skellig Michael – Schauplatz der Szene aus dem Krieg-der-Sterne-Film, da Luke Skywalker von den Rebellen aus der Versenkung geholt wird . . .

Tinte ist noch frisch

„Wir haben die Vereinbarung mit unseren irischen Partnern Anfang der Woche abgeschlossen“, sagte gestern beim Neujahrsempfang des Vereinsrings Höchst Christoph Brum. Die irischen Gäste, die seit dem 2009er-Schlossfest regelmäßig gerne zum Weihnachtsmarkt oder zur Wahl der deutschen Teilnehmerin am Festival „Rose of Tralee“ nach Höchst kommen, wollen das Schlossfest wieder mit Musikern, Tänzern und Info-Ständen bereichern. Auch offizielle Vertreter aus Tralee wollen dabei sein. Fest stehen schon die Termine fürs Altstadtfest und für das Kerbewochenende, an dem es auch wieder Musik im Brüningpark geben soll: Das Altstadtfest der Vereine mit Ritterlager und Künstlermarkt steigt am 1. und 2. Juli, das Kerbewochenende steht vom 8. bis 10. Juli an.

Nicht kalkulierbar

Ansonsten sind für die Schlossfest-Macher noch viele Fragen offen. „Nach den Ereignissen in Berlin müssen wir Feste neu bewerten und planen“, sagte zum Neujahrsempfang Christoph Brum. „Auch wenn anfänglich skeptisch betrachtet, helfen Sicherheitskonzepte, unsere Feste etwas sicherer zu machen. Nicht kalkulierbar wird Terrorismus sein.“ Nur dürfe die Verantwortung, so führte Claus Cromm weiter aus, nicht alleine auf den Schultern der Ehrenamtlichen abgeladen werden: „Um kulturelle, traditionelle Feste weiter zu veranstalten, müssen auch die Stadt und das Land den Veranstaltern unterstützend beistehen.“ Man müsse, so die Höchster Vereinsrings-Planer, über einen separaten Haushalts-Posten nachdenken. „Das können wir als Veranstalter nicht alleine stemmen.“

Für Brum und Cromm steht fest: „Gerade gemeinsam arbeiten und zusammen feiern hilft, die Welt mit offenen, mit neuen Augen zu sehen. Terror darf uns nicht beherrschen.“ Nach den jüngsten Schlossfest-Partnern den beiden Frankfurter Partnerstädten Leipzig und Eskisehir werde es 2017 mit der Grafschaft Kerry „wieder spannend und ziemlich grün.“ Spannend wird auch, was auf die Schlossfest-Macher im Detail zukommt, denn noch sind nicht alle Sicherheitsauflagen bekannt. Und: Erstmals steht in diesem Jahr der Bolongarogarten für die Eröffnungsparty nicht zur Verfügung, weil die Palast-Sanierung bis dahin auf Hochtouren laufen soll. „Wir arbeiten an einer Lösung für den Eröffnungsabend und hoffen, gegen Anfang Mai das Gesamtprogramm vorstellen zu können“, sagte Brum. Abhängig wird der Umfang des Programms aber auch davon, dass sich wieder genügend Sponsoren finden.

Die Doppelspitze Cromm und Brum, die seit dem Ausscheiden Thomas Meders aus dem Amt des Vorsitzenden den Vereinsring zusammen mit Geschäftsführer Bernd Scheu führt, hat sich bewährt: Sie hat im vergangenen Jahr bewiesen, dass sie sogar ein Jubiläums-Schlossfest stemmen kann. „Es Seschzischsde“ wurde 2016 gefeiert.

Dank an die Helfer

Nun müssen es nicht immer Maximal-Ansprüche sein: Zwischendrin auch mal ein bisschen ruhiger werden und sich auf die Kern-Idee des Fests beschränken, das ist beim Festausschuss immer wieder das Leitmotiv. Brum und Cromm dankten beim Neujahrsempfang ihren ehrenamtlichen Helfern in Vereinsring und Festausschuss sowie den Höchster Vereinen für ihre Unterstützung. Auch die Stadt, hier besonders Henning Brandt als Verwaltungschef im Bolongaropalast, unterstützen die Planung genauso wie die Sponsoren aus der Wirtschaft, allen voran Jürgen Vormann, Vorstandsvorsitzender der Industriepark-Betreibergesellschaft Infraserv. Vormann wird auch in diesem Jahr wieder das Amt des Schirmherren übernehmen.

Oberbürgermeister Peter Feldmann, der als Dezernent für die westlichen Stadtteile qua Amt auch Festpräsident ist, konnte zum Neujahrsempfang des Vereinsrings nicht kommen, hat aber zum Neujahrsempfang des Ortsbeirats 6 in der kommenden Woche zugesagt. Vertreten wurde er von Stadtrat Mike Josef (SPD). Begrüßen konnte der Höchster Vereinsring zu seinem Empfang, der erstmals im Lindner-Hotel und nicht im Bolongaropalast stattfand, auch die Stadtältesten Dieter Bürger und Karl Leo Schneeweis, letzterer zugleich Vertreter des Stadtverbands der Frankfurter Vereinsringe, sowie viele Stadtverordnete, Ortsbeiräte und Vereins-Funktionäre. Gedacht wurde auch des im November verstorbenen Vorsitzenden des Stadtverbands, Klaus Etzrodt, der immer gern in Höchst zu Gast war.

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