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Post-Zustellung in Niederhöchstadt: Hund beißt einen Briefträger

Im kleineren der beiden Eschborner Stadtteile wurde tagelang keine Post ausgetragen – das sagt ein Kreisblatt-Leser. Die Post entgegnet: Es gibt „keine Auffälligkeiten“.
Auch für Hunde ist es nicht einfach: Sie sollen ihr Revier verteidigen und auf Bösewichte aufpassen. Doch wie können sie Ganoven von Zustellern unterscheiden? Da ist ein Warnschild nötig. 

Foto: VRD/Fotolia Foto: (92620967) Auch für Hunde ist es nicht einfach: Sie sollen ihr Revier verteidigen und auf Bösewichte aufpassen. Doch wie können sie Ganoven von Zustellern unterscheiden? Da ist ein Warnschild nötig. Foto: VRD/Fotolia
Niederhöchstadt. 

Herr R. liest gerne und hat deswegen einige Abonnements. Mit der Zeitschrift „Hörzu“ informiert er sich über das Fernsehprogramm. Mit dem „Focus“ landet Samstag für Samstag ein Nachrichtenmagazin im Briefkasten des Kreisblatt-Lesers aus Niederhöchstadt. Doch während Herr R., dessen Name und Telefonnummer der Redaktion bekannt sind, die „Hörzu“ am Donnerstag voriger Woche noch aus dem Briefkasten fischte, wartete er auf den „Focus“ vergeblich. Der Briefkasten blieb am Samstag leer. Herr R. geduldete sich bis Montag – doch auch da trudelte die Lektüre nicht ein.

„Wir bekommen seit Tagen keine Post“, erzählt R. dem Kreisblatt am späten Dienstagnachmittag. Er habe mit Bekannten in Niederhöchstadt gesprochen, denen die Probleme bei der Zustellung ebenfalls aufgefallen seien. Vorsorglich wendete R. sich an den Abo-Service des „Focus“. Die zuständige Stelle habe ihm gesagt, dass die aktuelle Ausgabe ordnungsgemäß verschickt wurde. Sie versprach jedoch, ein Exemplar zu kuvertieren und noch einmal zu R. in die Taunusstraße zu schicken.

Vertreter vertritt Vertreter

Aber was ist dran an der Vermutung von R., dass die Post-Zustellung in Niederhöchstadt derzeit nicht klappt? Das Kreisblatt hakte bei der Deutschen Post DHL nach. Pressesprecher Heinz-Jürgen Thomeczek teilt auf Anfrage unserer Zeitung mit, in dem betroffenen Bezirk gebe es „keine Auffälligkeiten“. Doch er fügt nahtlos eine Geschichte an, die wie ein Briefträger-Klischee klingt, aber tatsächlich passierte: „Am Freitag und am Samstag wurde die Stammkraft vertreten, da diese durch einen Hundebiss einen Dienstunfall erlitten hat.“ Nach Thomeczeks Informationen gab es aber „keine Rückstände und keinen Abbruch auf der Zustelltour“ in Niederhöchstadt. Einige Tage lang habe ein Vertreter die Post im Bezirk rund um die Taunusstraße ausgetragen. Doch seit Mittwoch, so die Post-Pressestelle, sei immerhin wieder der „Stammspringer“ im Einsatz. Dieser etatmäßige Vertreter des vom Hund gebissenen Zustellers hat nach Thomeczeks Worten „den Auftrag erhalten, noch mal genau hinzuschauen“. Thomeczek weiter: „Unregelmäßigkeiten wie Rückstände oder Abbrüche sind auch in dieser Woche nicht feststellbar.“

Aber warum kam der „Focus“ von Herrn R. weder am Samstag noch am Montag an? Woran hakte es? Die Fragen lassen sich im Augenblick nicht beantworten. Vielleicht hat sich das Problem inzwischen auch gelöst. Denn am Mittwochnachmittag rief Herr R. in der Kreisblatt-Redaktion an und teilte mit, dass das kuvertierte Ersatz-Exemplar des „Focus“ in der Post war. Die Feiertagslektüre war also gesichert. Herr R. kann wieder lesen.

(ask)
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