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Frankfurter Buchmesse: Illustratorin verfasst quietschbunte und anregende Bücher für Knirpse

Von Ilona Reny und Olga Gromova haben einen Mini-Verlag gegründet. Im neuesten ihrer vier Werke spielt ein träumender Hamster die Hauptrolle.
Die Schwalbacherinnen Ilona Reny (links) und Olga Gromova präsentieren ihre Kinderbücher, die durchweg quadratisches Format haben. Auf der Frankfurter Buchmesse werden sie in Einzeltitel-Ausstellungen präsent sein. Bilder > Foto: Maik Reuß Die Schwalbacherinnen Ilona Reny (links) und Olga Gromova präsentieren ihre Kinderbücher, die durchweg quadratisches Format haben. Auf der Frankfurter Buchmesse werden sie in Einzeltitel-Ausstellungen präsent sein.
Schwalbach. 

Boah! Faszinierend ist diese Unterwasserwelt. Kunterbunte Fische, groß und klein, unifarben, gepunktet und gestreift, schwimmen umher. Aber mit jeder Seite, mit jedem Umblättern kommen mehr Tiere und superneue Eindrücke ins Spiel – Vögel, Schmetterlinge, Insekten. Mäuse treffen auf Katzen. Ein Blumentopf balanciert auf einem Häuschen. Manchmal wird’s schmackhaft: Ein Erdbeerkuchen steht verführerisch zwischen Tassen von Kaffee, Kakao und Tee. Farbenfroh, anregend und vielfältig geht es in dem Meer zu, von dem Thomas, der kleine Hamster, träumt.

Die 42 schillernden Seiten in Ilona Renys Kinderbuch „Thomas und das Meer“ sind fantasievoll gestaltet. Ohne Vorrede und langwieriges Vorwort geht es los. Gleich auf Seite zwei können die Kinder sich in einer Traumwelt verlieren und sich darin vertiefen. Sie verfolgen Thomas’ Reise, bis der Hamster an einem Strand mit Muscheln und Palmen und Kokosmilch landet.

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Die Schwalbacher Illustratorin Ilona Reny verfasste ein Bilderbuch, das nach ihren Worten „prall gefüllt ist mit phantasievollen und detailreichen Illustrationen“. Das quadratisch angelegte Werk hat etwa Schallplattengröße (28 mal 28 Zentimeter) und richtet sich an Mädchen und Jungen ab 4 Jahren. Die Grafikdesignerin Olga Gromova ging der Verfasserin gestalterisch zur Hand. Die beiden gründeten vor zwei Jahren einen Mini-Verlag, der jetzt vier Bücher veröffentlicht hat und „noch im Aufbau“ begriffen sei, wie Olga Gromova erläutert. Der „Katja-Verlag“ ist ein Winzling unter all den Suhrkamps, Bertelsmanns und sonstigen Branchen-Riesen. Die Bücher, so ist das Ziel der Geschäftspartnerinnen, „regen dazu an, Neues auszuprobieren und eigene Träume zu erfüllen“. Reny und Gromova erläutern: „Es handelt sich oft um kleine Menschen oder Tiere, die Großes schaffen und dabei, trotz anfänglicher Schwierigkeiten Erfolg haben. Wir haben schon öfter Lesungen gemacht und Bücher in Kindergärten und Horten ausgestellt. Dabei haben wir beobachtet, wie gern Kinder die Bilder anschauen und immer wieder Sachen entdecken. Sehr schön ist es auch, die Bilder mit Lupe zu betrachten.“ Gromova meint, die Aufmachung der Bücher sei einmalig und das Echo von Eltern und Kindern sehr gut. Ilona Reny nehme die Kinder ernst. Selbst Erwachsene, so hat Olga Gromova festgestellt, haben ihre Freude daran, in die Kinderbücher einzutauchen. Noch wirft der Verlag nicht so viel Geld ab, dass die zwei Kreativkräfte allein davon leben können. Ilona Reny arbeitet als Illustratorin, Olga Gromova ist als Bühnenbildassistentin an einer Frankfurter Bühne tätig. „Wir denken schon daran, ein fünftes Buch herauszubringen“, sagt Gromova. Aber es dauere eine Weile, es herzustellen, da ein hoher Aufwand damit verbunden sei. Die Grafikdesignerin und die Illustratorin haben außerdem vor, zum Beispiel Postkarten zu kreieren und ins Sortiment aufzunehmen. Wie viel Mut ist erforderlich, um einen Verlag zu gründen? Gromova zögert einen Augenblick und antwortet: „Eigentlich keiner. Ilona hatte einfach ein Bild vor Augen, wie so ein Kinderbuch aussehen muss. Es sollte anders sein als bei anderen Verlagen. Wenn man so etwas machen will, sollte man es machen.“ Gromova: „Wir fangen jetzt erst richtig an!“

 

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