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Arbeiten gehen voran: Im Mai 2018 soll Anbau am Umspannwerk in Betrieb gehen

Die Firma Amprion hat die Umspannanlage im Läusgrund gekauft und baut sie um. Die Gemeindevertreter haben sich nun angeschaut, was bisher geschah.
Noch sind die Arbeiten für die Erweiterung des Umspannwerks im Läusgrund voll im Gange. Im Mai 2018 soll die vergrößerte Anlage voraussichtlich in Betrieb gehen. Foto: Maik Reuß Noch sind die Arbeiten für die Erweiterung des Umspannwerks im Läusgrund voll im Gange. Im Mai 2018 soll die vergrößerte Anlage voraussichtlich in Betrieb gehen.
Kriftel. 

Sie hat das schöne Landschaftsbild zerstört, das sich früher von der Autobahnabfahrt Zeilsheim an auf den Vordertaunus bot. Doch alle Proteste gegen das „Strom-Monster“ waren vergebens, denn die Rechte dafür waren schon vor Jahrzehnten vergeben worden.

Heute haben sich viele an den Anblick des Umspannwerks im Läusgrund irgendwie gewöhnt. Der Blick auf den Vordertaunus lässt sich nun eben erst nach der Unterquerung der „Bauernbrücke“ so richtig genießen – und die Gemeinde Kriftel, auf deren Gemarkung die Stromstation steht, hat von der gerade erfolgenden Erweiterung sogar kräftig profitiert. Sie hat dem Betreiber, der Firma Amprion, das nötige Gelände verkauft, für immerhin 1,84 Millionen Euro.

Die Gemeindevertreter hatten jetzt Gelegenheit, sich ein Bild vom Fortschritt der Bauarbeiten an der Umspannanlage zu machen. Die Führung übernahm dabei Amprion-Mitarbeiter Carsten von Rymon-Lipinski.

Besonders sinnvoll

Entstanden sind hier unter anderem zwei sogenannte Blindleistungskompensationsanlagen. Diese sollen Spannungsschwankungen ausgleichen. Blindleistung heißt Strom, der über den Bedarf hinaus vorhanden ist. Im Ballungsraum, wo eigentlich eine sehr hohe Leistung vorgehalten werden muss, gilt eine Kompensationsanlage als besonders sinnvoll.

Vier neue Schaltfelder, eine Kupplung und eine Sammelschiene sind zudem entstanden. Der Ausbau hängt auch mit der „Energiewende“ zusammen, denn die benötigt eine besonders flexible Netzführung, da Strom aus erneuerbaren Quellen nicht so gleichmäßig anfällt wie in einem konventionellen Kraftwerk.

Amprion investiert insgesamt 22 Millionen Euro in den Ausbau der Anlage im Läusgrund. Die neu entstandenen Gebäude (Firsthöhe 13 Meter) sollen sich farblich in die Landschaft einpassen.

Zudem soll in den kommenden Wochen eine Begrünung des Betriebsgeländes erfolgen. Die Bauarbeiten sollen bis zum Jahresende abgeschlossen sein. Im Mai 2018 kann die Erweiterung der Anlage dann voraussichtlich in den Betrieb gehen.

(babs)
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