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Zeitung in der Grundschule: In dieser Backstube piepst es nicht

Ein echter Bäcker, der selbst den Teig macht und alles frisch und nicht etwa aus tiefgekühlten Rohlingen backt – das ist heutzutage schon fast eine Seltenheit. Die Klasse 3 c der Regenbogenschule Hattersheim war mit ihrer Lehrerin Kathrin Stauber bei einem „echten“ Bäcker und berichtet im Projekt Zeitung in der Grundschule darüber.
Bäcker Norman Grau erklärt Mia Rueda-Springer (rechts) die Handhabung eines Spritzbeutels. Bei ihrem Pressetermin durften die ZING-Reporter nämlich auch selbst Hand anlegen. Bäcker Norman Grau erklärt Mia Rueda-Springer (rechts) die Handhabung eines Spritzbeutels. Bei ihrem Pressetermin durften die ZING-Reporter nämlich auch selbst Hand anlegen.
Hattersheim. 

Mehl liegt in der Luft, es ist warm, es dampft und es duftet nach frischen Brötchen. Bereits der erste Schritt in die Backstube der Bäckerei Grau lässt einem das Wasser im Munde zusammenlaufen. Konzentriert und mit viel Liebe sieht man Norman Grau und seine Angestellten an den Backwaren arbeiten.

Norman Grau ist Inhaber der Bäckerei, die 1924 von seinem Urgroßvater Karl Grau gegründet wurde. Seit nun vier Generationen befindet sich die Bäckerei in Familienbesitz. Auch heute noch arbeiten Dieter Grau, der von allen Angestellten liebevoll einfach nur Opa genannt wird, und Ursula Grau, die Eltern von Norman, in der Bäckerei mit und legen mit Hand an.

Seit den Baumaßnahmen und der damit verbundenen 13-monatigen Schließung der Autoberg-Brücke, die bisher für einen hohen Durchfahrtsverkehr und gute Umsätzen in den Geschäften in der Frankfurter Straße sorgte, muss allerdings auch die Bäckerei Verluste einstecken.

Hinzu kommt, dass es durch die mittlerweile fast überall verfügbaren Backstationen in Supermärkten viel Konkurrenz in der Branche gibt, doch die Bäckerei Grau will sich hier eindeutig abgrenzen. Sie legt viel Wert auf vollwertige Zutaten und Persönlichkeit und genießt dadurch in Hattersheim einen sehr guten Ruf.

„Mein Sohn kann schon mal weinen, wenn ein Berliner nichts wird“, berichtet Ursula Grau. Man merkt sofort, man ist zu Besuch bei Bäckern aus Leidenschaft.

Der Bäckerberuf ist anstrengend, und man muss eine gewisse Leidenschaft dafür haben, damit man Spaß daran hat. Es geht schon mit den Arbeitszeiten los. Bereits um 1.30 Uhr klingelt der Wecker von Norman Grau. Um 2 Uhr betritt er die Backstube und beginnt die verschiedenen Teige für die Backwaren vorzubereiten, so dass er seinen Kunden am Morgen immer backfrische Brote und Brötchen anbieten kann.

Info: Wo die Kuchen-Namen herkommen

„Wir gehen zum Blechkuchen-Bäcker“, zitiert Ursula Grau stolz ihre Kunden. Gemeint ist damit die Bäckerei Grau, die bei vielen Kunden aufgrund der vielen leckeren Kuchen beliebt ist.

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Bis 14 Uhr dauert Graus Arbeitstag. Das sind zwölf Stunden, die er pro Tag arbeitet, und auch am Wochenende setzt sich seine Arbeitswoche fort. An den Wochenenden unterscheidet sich sein Backwarenangebot allerdings von den Werktagen. Dann ist die Nachfrage anders als an Wochentagen. Dann werden weniger Brote und belegte Brötchen hergestellt, dafür mehr Frühstücksbrötchen und Kuchen für die Kaffeetafel verkauft.

 

400 Brötchen täglich

 

Etwa 20 verschiedene Backwaren backen Norman Grau und sein Team an einem Tag in der Backstube; darunter ungefähr 400 Brötchen, aber auch viele andere Leckereien wie Kuchen und Torten. Bei der Herstellung sind einige Maschinen im Einsatz, aber immer noch sind die Handarbeit und die Erfahrung der wichtigste Teil der Arbeit.

Ob die Brote im Ofen fertig gebacken sind, bestimmt hier nicht das Piepsen des Ofens, sondern die Klopfprobe. Und die funktioniert so: Am Klang des Brotes beim Klopfen auf die Unterseite erkennt Norman Grau, ob das Brot bereits fertig gebacken ist. „Wenn das Brot hohl klingt, ist es fertig!“, verrät er.

Alisha Reimer, Anas Hdadache, Daria Ishterjakova, Dina Haschemi, Mia Rueda-Springer, Tuana Akkus, Zahil Kapoor, Bastian Maaß, Cedric Richter, Jan Meuer, Julian Muth, Mert Akkus, Philipp Grünewald und Serhat Özkaner

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