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Info: Großes Fest zur großen Lokal-Geschichte

175 Jahre „Frankfurter Hof – bei Hannelore“: Dieses Jubiläum wird zünftig gefeiert. Am 19. und 20. August steht ein 300-Personen-Festzelt im Hof, Frankfurter Straße 164, bereit. Samstag geht es um 15 Uhr los, eine Stunde später ist Bieranstich, es sing die Chorgemeinschaft Kelkheim, und ab 18.30 Uhr spielen die „Lasterbacher Musikanten“ auf. Der Sonntag startet um 11 Uhr mit einem Frühschoppen mit Musik von Klaus Neurohr und „Strings live“. Es gibt nachmittags Kaffee und Kuchen, Kutschfahrten, ein Kinderprogramm mit Kochen und Musik mit „Hansi“. Zum Finale, 19 Uhr, tritt Bettina Wiegand mit den „Girlfriends“ in der Playback-Show bei einer „Zeitreise durch Hanne’s Jukebox“ auf. Eine Tombola zugunsten der Lebenshilfe, Haus Walburga, rundet das Fest ab.

Und es wird eine Ausstellung mit Bildern der Lokal-Geschichte geben. Die ist bewegend: Förster Georg Wiegand aus Königstein heiratete 1839 Margaretha Grimm aus Münster und gründete 1842 im Nebenerwerb das Gasthaus „Zum Frankfurter Hof“. Sohn Josef übernahm nach seiner Hochzeit 1865, führte als Backsteinbauer noch eine Ziegelei. Aus der Ehe mit Anna Maria Lorenz gingen sechs Kinder hervor. Josef Jun. übernahm das Lokal 1906 und hatte große Baupläne: Tanzsaal, neues Gasthaus, Wohnhaus. Verwirklicht wurde nichts. Kurios: Nach seinem Tod hinterließ er eine Kiste mit 1000 Mark-Scheine aus des Kaisers Zeiten. Sie wurden erst Jahre später gefunden und hatten dann ihren Wert verloren. Josefs Bruder Heinrich übernahm, verunglückte aber früh tödlich. Seine Frau Katharina heiratete Heinrichs Bruder August – mit ihren Kindern Mina, Heinrich und August führten sie das Lokal weiter. 1938 heiratete Heinrich Jun. Margarethe Racky – 1940 kam Elli zur Welt, 1945 die heutige Wirtin Hannelore, 1948 August. Nach dem Tod von August Sen. leitete Margarethe mit ihren Kindern den „Frankfurter Hof“. Die Landwirtschaft wurde 1957 aufgegeben. Hannelore Wiegand schlüpfte nach und nach in die Rolle der Wirtin und übernahm 1967. Einige Umbau- und Renovierungsarbeiten folgten.

( wein)
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