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Kita-Platz wird teurer

Von Die Elternbeiträge für die Kindertagesstätten steigen nach den Sommerferien um zehn Prozent. Nur die CDU hat etwas dagegen.
Hattersheim. 

Der Magistrat, die SPD, die Grünen, die FWG und die FDP argumentierten praktisch wortgleich. Keiner beschließe gerne eine Gebührenerhöhung, hieß es. Aber die finanzielle Situation der Stadt zwinge jetzt zu diesem Schritt. Es war daher eine recht breite Mehrheit, die im Sozialausschuss diese Gebührenerhöhung durchsetzte.

Sonderregelungen

Demnach kostet die Betreuung in einer Kindertagesstätte von 7 bis 12.30 Uhr fortan 130 statt 118 Euro, für die Zeit bis 14 Uhr 156 statt 142 Euro und bis 15 Uhr nun 174 statt wie bisher 158 Euro. Bleibt das Kind bis 16 Uhr in der Betreuung, werden 191 statt bisher 174 Euro fällig. Wer sein Kind um 17 Uhr abholt, zahlt fortan 209 statt bisher 190 Euro. Das Essensgeld wird von 60 auf 70 Euro heraufgesetzt – die Teilnahme am Mittagessen ist verbindlich für alle Kinder, die länger als 12.30 Uhr bleiben.

Auch die Betreuungsangebote an den Grundschulen werden teurer. Gehen die Kinder um 13 Uhr nach Hause, müssen 75 statt bisher 68 Euro bezahlt werden, die beiden nächsten Stunden bis 15 Uhr kosten jeweils 33 statt bisher 30 Euro, die beiden nächsten Stunden jeweils 26 statt 24 Euro, und für die 30 Minuten bis 17.30 Uhr müssen 13 statt wie bisher 12 Euro bezahlt werden. Wer also sein Kind so lange wie möglich betreuen lässt, zahlt einschließlich Mittagessen – auch hier gilt die Erhöhung um 10 auf 70 Euro – fortan 276 statt bisher 248 Euro.

Sonderregelungen in Form abweichender Zeiten gibt es in den Kindergärten in der Frankfurter Straße und in der Kleinen Feldstraße, sie gelten noch bis maximal 2016. Für alle Altersgruppen gibt es Möglichkeiten, einzelne Betreuungszeiten nur an zwei oder drei Tagen zu buchen, auch all diese Gebühren wurden um etwa zehn Prozent heraufgesetzt. Es bleibt dabei, dass für die letzten zwölf Monate vor der Einschulung für höchstens fünf Stunden beim Halbtags- und für mindestens fünf Stunden beim Ganztagsplatz keine Gebühren erhoben.

Es gab Absprachen

Der Magistrat weist in seiner Begründung darauf hin, dass es seit September 2007 keine Gebührenerhöhung bei der Kinderbetreuung mehr gegeben habe. Dieser Schritt sei jetzt notwendig, um die gestiegenen Lebenshaltungs- und Personalkosten wenigstens teilweise zu verringern. Da die Stadt ihren Haushalt sanieren müsse, sei es geboten, den Zuschussbedarf für die Kinderbetreuung zu verringern. Die Erhöhung sei mit den Elternbeiräten sowie mit den kirchlichen Einrichtungen, die sich bei den Gebühren nach der Stadt richten, besprochen, sagte Rathauschefin Antje Köster (SPD) im Sozialausschuss. Die Stadt sei mit den erhöhten Gebühren immer noch weit davon entfernt, den Eltern ein Drittel der Kosten für die Betreuung abzunehmen, kommentierte FDP-Fraktionschef Dietrich Muth den Beschluss. Er und Philipp Neuhaus (SPD) schlugen vor, die Gebühren künftig in kürzeren Abständen neu zu berechnen, um so eine deutliche Erhöhung zu vermeiden. "Wir hätten es früher machen sollen", meinte die Grünen-Sprecherin Hedi Bender.

"Wir müssen sparen, aber man kann nicht überall sparen", sagte dagegen der CDU-Stadtverordnete Klaus Schindling. Die Betreuungsgebühren seien einer der letzten Punkte, an denen man bei der Haushaltskonsolidierung ansetzen dürfe. "Es ist einfach so, dass das einigen Familien wehtun wird", ist er überzeugt. Beim Schuldenberg der Stadt müsse einem angst und bange werden, so dagegen FDP-Mann Muth. Unabhängig davon, wer für die Situation verantwortlich sei, müsse jeder einen Beitrag leisten, um aus der Misere zu kommen.

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