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Arbeiten an der Rapp-Kreuzung starten nach Pfingsten: Kommt mit Baubeginn das Chaos?

Von Am Dienstag beginnen die Bauarbeiten für die beiden Verkehrskreisel. Für Busse und den privaten Autoverkehr gibt es Umleitungsstrecken.
Noch vor wenigen Tagen wurden die letzten Gebäude an der Rapp-Kreuzung abgerissen. Am Dienstag beginnen die   Bauarbeiten. Foto: Knapp Noch vor wenigen Tagen wurden die letzten Gebäude an der Rapp-Kreuzung abgerissen. Am Dienstag beginnen die Bauarbeiten.
Eschborn. 

Jeder, der an einem einigermaßen funktionierenden Verkehrsfluss in Eschborn ein Interesse hat, wird dem kommenden Dienstag mit großer Skepsis entgegen sehen. Dann nämlich beginnen die Arbeiten zum Umbau zweier Kreuzungen zu Verkehrskreiseln. Und es sind nicht irgendwelche Kreuzungen, sondern zwei, die an den zentralen Verkehrsadern liegen – erstens die sogenannte Rapp-Kreuzung an der Einmündung der Götzenstraße in die Hauptstraße, und zweitens die Einmündungen der Hamburger Straße und der Berliner Straße in die Sossenheimer Straße.

Umleitungsstrecken

Natürlich haben sich die Planer Umleitungsstrecken ausgedacht, denn an den beiden Kreuzungen geht für den Autoverkehr so gut wie nichts mehr. Aber wie gut der Verkehr tatsächlich fließt, gerade in den ersten Tagen, das kann keiner vorhersagen. Seitens der Verwaltung war auch schon die Rede davon, dass im Lichte der ersten Erfahrungen nachgesteuert werden soll. Fest steht, dass auch die öffentlichen Verkehrsmittel davon betroffen sein werden.

Dass die Busse an Staus, die sich bilden, nicht vorbei kommen, liegt auf der Hand. Wegen der Umleitung des Verkehrs müssen die Busse aber auch andere Strecken fahren. Davon ausgenommen ist die überörtliche Buslinie 252, die von Oberursel über Steinbach zum Eschborner Südbahnhof fährt. Dabei können diese Busse die Rapp-Kreuzung über eine Behelfsstraße passieren, die an Stelle der abgerissenen Wohnhäuser gebaut wurde und die auch für den allgemeinen Pkw-Verkehr gedacht ist.

Die Buslinien 58 und 810 werden weiträumig umgeleitet. Dabei können die Haltestellen Eschborn-West und Berliner Straße/Homburger Straße nicht angefahren werden. Für sie gibt es auch keinen Ersatz, während die Fahrgäste, die die Haltestelle Alfred-Herrhausen-Allee in der Kölner Straße ein- und aussteigen können. Inwieweit die Busse die planmäßigen Fahrzeiten einhalten können, wird sich in der nächsten Woche herausstellen.

Barrierefreie Haltestellen

Für die Busbenutzer sind die Umbauarbeiten übrigens mit einer deutlichen Verbesserung verbunden. Die Haltestellen am künftigen Kreisel Sossenheimer-/Hamburger Straße werden barrierefrei ausgebaut, der Ein- und Ausstieg für Geh- und Sehbehinderte wird dann erheblich einfacher. Die Busse werden künftig direkt am Fahrbahnrand halten und können dann schneller wieder in den fließenden Verkehr einfädeln. Außerdem sollen größere Wartehallen aufgestellt werden.

Die Umleitungsregelungen für die Busse gelten zunächst bis zum 11. August – in diesem Monat soll der Kreisel auf der Sossenheimer Straße fertig werden. Das schwierigere Projekt ist die Rapp-Kreuzung – dort wird mehr gemacht, und es gibt weniger Platz. Mitte Oktober soll der Verkehr dort wieder ungehindert rollen. Natürlich können diese Zeitpläne, wie immer bei solchen Projekten, durch unvorhergesehene Probleme gefährdet werden.

Von den Behinderungen und Umleitungen betroffen sind nicht nur die öffentlichen Verkehrmittel, sondern auch der private Autoverkehr. Wer aus Richtung Norden in die Innenstadt möchte, verlässt die Umgehungsstraße in Niederhöchstadt und fährt über die Hessenallee und die Hauptstraße Richtung Ortsmitte. Wer den Stadtkern in Richtung Norden verlassen möchte, fährt über die Schwalbacher Straße zur Ortsumgehung. Dabei muss dort besonders vorsichtig gefahren werden – das Umbauprogramm schließt auch die Einmündung der Schwalbacher in die Hauptstraße mit ein.

Über Landesstraße

Wer von Süden nach Eschborn kommt, etwa von der A 66, fährt am besten ebenfalls auf die Landesstraße 3005, diesmal allerdings von der Rödelheimer Seite her, verlässt sie bei den Supermärkten im Gewerbegebiet Ost und nähert sich über die Niederurseler Straße der Innenstadt. Ins Gewerbegebiet Süd übrigens gelangt man wie bisher über die Frankfurter Straße, kann in diese von der Sossenheimer Straße einbiegen, auf die Sossenheimer Straße aber nur über die Umgehungsstraße gelangen. Die Zufahrt über die Hamburger Straße ist nicht möglich.

Belohnt werden sollen die Autofahrer für die Behinderungen der nächsten Monate mit einem besseren Verkehrsfluss nach Fertigstellung der Kreisel. An Ampeln stehen, obwohl au den Seitenstraßen keiner mehr kommt, das soll dann keiner mehr. Wie die Stadt wiederholt betont hat, sollen auch die Bedingungen für die Radfahrer und Fußgänger an den Verkehrskreiseln verbessert werden.

Gerade an der stark frequentierten Rapp-Kreuzung geht es auch um ein besseres städtebauliches Bild. Eine Baustelle wird es dort allerdings noch längere Zeit geben – in dem Quartier zwischen dem Kreisel und dem Neubaukomplex der Kirche sollen bekanntlich Seniorenwohnungen und weitere Einrichtungen entstehen.

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