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"Schöne" Überraschung für Soden: Kosmetikunternehmen plant Hauptsitz mit 1000 Mitarbeitern

Von Die Planungen für die Ansiedlung von „Cosnova Beauty“ in Bad Soden laufen auf Hochtouren. Bis es wirklich soweit ist, sind aber noch einige Hürden zu nehmen.
Hier entlang der Limesspange will das expandierende Kosmetikunternehmen „Cosnova“ seine Zentrale bauen. Bis zu 1000 Menschen könnten dann auf dem rund sechs Hektar großen Areal in Bad Soden arbeiten.Die Grafik unten gibt einen schematischen Überblick. Bilder > Foto: Maik Reuß Hier entlang der Limesspange will das expandierende Kosmetikunternehmen „Cosnova“ seine Zentrale bauen. Bis zu 1000 Menschen könnten dann auf dem rund sechs Hektar großen Areal in Bad Soden arbeiten.Die Grafik unten gibt einen schematischen Überblick.
Bad Soden. 

Das war das Überraschungsei nach Ostern: „Cosnova Beauty“ – eines der am rasantesten gewachsenen Kosmetikunternehmen der vergangenen Jahre – beabsichtigt, in Bad Soden sein neues „Headoffice“ zu errichten. Wenn alles nach Plan läuft, könnten in der einstigen Kurstadt bis zu 1000 Menschen von „cosnova“ arbeiten. Morgens beim geladenen Frühstück mit den Fraktionsvorsitzenden des Stadtparlaments und in der Magistratssitzung am Nachmittag ließ Bürgermeister Norbert Altenkamp (CDU) die Katze aus dem Sack. Ein Kaufvertrag zwischen der Hessischen Landgesellschaft (HLG) und der limes park GmbH, einer Gesellschaft der cosnova-Gruppe, sei bereits geschlossen. Cosnova plane im Gewerbegebiet „Sinai II + III“ – entlang der Limesspange – ein rund sechs Hektar großes Grundstück zu erwerben. Der Kaufvertrag sei unter „vielen aufschiebenden Bedingungen“ abgeschlossen worden, betont Altenkamp, die bis Ende 2018 oder spätestens 2019 erfüllt sein sollten. Der vorläufige Kaufpreis des gesamten Grundstücks wird mit gut 10 Millionen Euro beziffert. Hinzu kommen rund 320 000 Euro für eine 3700 Quadratmeter große private Grünfläche, die für naturschutzrechtliche Ausgleichsmaßnahmen vorgesehen ist. Seine Firma ziele auf nachhaltiges Wachstum, erklärt Javier Gonzáles, Eigentümer und General Manager von cosnova Beauty. Die neue Fläche am Sinai biete dafür nicht nur die erforderlichen räumlichen Kapazitäten, begründet Gonzáles den geplanten Umzug von Sulzbach nach Bad Soden, sondern den Mitarbeitern in Form eines „Campus“ auch ein angenehmes und dynamisches Arbeitsumfeld. Cosnova, das 2001 gegründet wurde und seit 2004 im Limespark in Sulzbach seinen Standort hat, war bereits vor mehr als zwei Jahren auf der Suche nach einem alternativen Standort in der Region gewesen. Damals war das Gelände des ehemaligen Autokinos neben dem Dorint-Hotel in den Fokus gerückt, dieses Vorhaben scheiterte allerdings. Die Gespräche mit Bürgermeister Altenkamp und Vertretern der Stadt seien sehr konstruktiv und von großem gegenseitigem Vertrauen geprägt gewesen, lobt Gonzáles. Und Altenkamp, der viel darauf hält, dass während der Verhandlungen kein Sterbenswörtchen aus der Verwaltung nach außen gedrungen ist, weiß, was die Pläne für den Standort Bad Soden bedeuten: „Wenn sich cosnova Beauty hier ansiedeln sollte, wäre das ein großer Gewinn für unsere Stadt“.

"Cosnova Beauty"

Fast jede Frau kennt die Regale im Drogeriemarkt, die mit knallbunten Nagellackfläschen, Lippenstiften und Make-up gefüllt sind. Ob „essence, „CATRICE“ oder“L.O.V.“: Hinter diesen Marken verbirgt sich „cosnova beauty“.

clearing

Doch noch ist ein weiter Weg zu gehen. Denn bei den Grundstücksflächen „Sinai II und III“ entlang der Limesspange, die für Wohnbau und Gewerbe vorgesehen sind, handelt es sich um unbebautes Ackerland, das noch zahlreichen Privatleuten gehört. Um die städtebauliche Entwicklung in dem Viertel voranzubringen, hat die Stadt Bad Soden im Juli 2016 mit der HGL eine Vereinbarung getroffen und diese mit dem Ankauf der Flächen, damit einer Bodenbevorratung, und dem Weiterverkauf beauftragt. Parallel dazu wurde im September 2016 im Stadtparlament die Aufstellung des entsprechenden Bebauungsplanes Nummer 78 beschlossen. Bürgermeister Altenkamp hatte zu dem Zeitpunkt bereits angedeutet, dass er einen Interessenten an der Hand habe. Mittlerweile wurde von der Verwaltung eine Entwicklungsstudie für den Bereich „Sinai II und III“ erarbeitet, die als Grundlage für eine weitere Bearbeitung des genannten B-Planes dienen soll. Die Entwicklungsstudie mit der entsprechenden Darstellung der geplanten Wohnbau- und Gewerbeentwicklungsfläche wird Thema in den Sitzungen des Bauausschuss sowie im Haupt- und Finanzausschuss in der kommenden Woche sein. Und zum Grundstückskaufvertrag zwischen der HGL und der limes park GmbH sind die Stadtverordneten eine Woche später aufgefordert, in ihrer Sitzung am 03. Mai, grünes Licht zu geben.

Noch ein Wort zu den „aufschiebenden Bedingungen“, die im Kaufvertrag protokolliert wurden. Fristen spielen hierbei eine wichtige Rolle, die bis Ende 2018 eingehalten werden sollten. So ist eine der Voraussetzungen für die Wirksamkeit des Kaufvertrages, dass die HGL alle Grundstücke, die für den B-Plan notwendig sind, als Eigentum erworben hat. Die Flächen werden an die limes park GmbH verkauft, die sie wiederum an cosnova Beauty vermietet. Weiterhin muss die Stadt dafür sorgen, dass ein B-Plan für die Gewerbefläche erstellt wird, der rechtsgültig ist. Die äußere Erschließung (Straße, Entwässerung, Beleuchtung, eventuelle Abbiegespur oder Kreisverkehr) muss soweit hergestellt sein, dass die Käuferin bestehende Übergangspunkte anschließen kann. Zwischen der Stadt und der limes park GmbH müssen ein städtebaulicher Vertrag und Erschließungsvertrag abgeschlossen sein. Und bis spätestens 30. Juni 2017 muss die Stadt nach positiver Entscheidung der Stadtverordnetenversammlung dem genannten Kaufvertrag schriftlich uneingeschränkt zustimmen. Ein so großes Grundstück an einen Eigentümer zu verkaufen, hebt Erster Stadtrat und Baudezernent Karl Thumser (SPD) hervor, sei eine einmalige Gelegenheit.

Aber auch für die Grundstückseigentümer biete sich hier eine große Chance. Nicht zuletzt eröffne sich für die Stadt mit dem Projekt die Möglichkeit, wieder einen potenten Gewerbesteuerzahler zu gewinnen.

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