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Malerei: Künstlergruppe Montmartre am Main startet in die neue Saison

Von Im elften Jahr bereits organisiert Kathleen Schaefer am Höchster Mainufer Treffen für Künstler, um dort gemeinsam zu malen und um ins Gespräch mit Passanten zu kommen. „Montmartre am Main“ heißt die offene Gruppe, bei der jeder kostenlos mitmachen kann.
Ortrud Philipp-Gutberlet genießt es, am Höchster Mainufer zu malen. Bilder > Foto: Maik Reuß Ortrud Philipp-Gutberlet genießt es, am Höchster Mainufer zu malen.
Höchst. 

Besser hätte der Auftakt in die neue Mal-Saison gar nicht beginnen können. Bei strahlendem Sonnenschein und blauem Himmel versammeln sich die Maler von „Montmartre am Main“ am Höchster Flussufer. Auf der „Batterie“, wie die Fläche gleich gegenüber zum Eingang Richtung Schlossplatz im Volksmund genannt wird, haben die Künstler Tische und Staffeleien aufgestellt, Acrylfarben angerührt oder zeichnen mit Bleistift und Pastellfarben.

Viele Passanten bleiben stehen, schauen den Malern und Zeichnern über die Schulter oder kommen mit den Künstlern ganz einfach ins Gespräch. Begegnung zu ermöglichen, ist ein zentraler Aspekt, der hinter der Idee von „Montmartre am Main“ steckt. Im Jahr 2007 von Kathleen Schaefer ins Leben gerufen, möchte sie mit dem kostenfreien Angebot Künstler ansprechen, die Lust darauf haben, im Freien zu malen.

Impressionisten wie Claude Monet (1840 – 1926) oder Pierre-Auguste Renoir (1841 – 1919) haben diese Art der Freiluftmalerei unter natürlichen Lichtverhältnissen einst praktiziert. Dazu gehören auch die berühmten Maler, die vor mehr als 100 Jahren den Pariser Montmartre für sich und ihre Malerei entdeckten und zum Namen der Höchster Gruppe inspirierten.

Blick auf den Messeturm

Ortrud Philipp-Gutberlet gehört zu den Künstlern, die von Anfang an mit dabei sind. An diesem Tag hat die Kunsttherapeutin aus Königstein ihre Staffelei so aufgestellt, dass sie nicht nur das Schwanheimer Ufer auf der gegenüberliegenden Seite im Blick hat, sondern sich im Hintergrund auch die Architektur des Messeturms abzeichnet.

Ganz zart hat sie erste Umrisse mit Pastellkreide auf einen Bogen Papier gezeichnet und ist im Gespräch mit Ulrich Merkel, der sich bei ihr über die Gruppe erkundigt. „In den 70er Jahren hatte ich häufig einen Skizzenblock mit dabei, wenn ich unterwegs war“, erzählt Merkel, der aus der Zeitung von den Treffen der Gruppe erfahren hat. „Ich wollte einfach mal schauen, wie es so abläuft.“ Einen Skizzenblock hat der Höchster bereits mitgebracht. „Ich habe aber festgestellt, dass es besser ist, auch eine Sitzgelegenheit dabei zu haben“, fügt er hinzu.

Ortrud Philipp-Gutberlet ist bestens vorbereitet und schätzt an den Treffen der Gruppe gleich mehrere Dinge: „Man kommt raus aus dem Atelier, kann sich mit den anderen Künstlern austauschen und kommt ins Gespräch mit Besuchern. Das finde ich sehr schön“, beschreibt sie die Gründe für ihre Teilnahme.

Jeder kann mitmachen

„Wir sind offen für Jedermann“, sagt Kathleen Schaefer. „Auch Kinder sind jederzeit willkommen“, fügt sie hinzu. Die Künstlerin, die seit 2008 in Wiesbaden lebt, findet, dass es zu wenig Ausstellungsmöglichkeiten für Maler und Kreative gibt, die wie sie und die anderen Teilnehmer der Gruppe einfach Spaß am Kunstschaffen haben.

Zum Auftakt hat sie gleich mehrere ihrer Werke mitgebracht. Dazu kommt ein Katalog mit Abbildungen ihrer Arbeiten, der auf einem Tisch zum Durchblättern bereit liegt. „Wer mitmachen möchte, der kommt einfach hierher und muss nicht unbedingt ein neues Bild anfangen“, sagt Kathleen Schaefer. „Manche bringen einfach auch ein angefangenes Bild mit und beenden es hier.“ Daher sind die dargestellten Motive beim ersten Treffen auch ganz verschiedenen und variieren von Porträts über Höchster Impressionen bis zu abstrakten Darstellungen.

Regelmäßige Treffen

Die Gruppe trifft sich bis zum 19. August alle zwei Wochen immer sonntags ab 15 Uhr bei gutem Wetter an der „Batterie“. Danach geht es vom 9. September bis zum 21. Oktober im Zwei-Wochen-Takt weiter. Das nächste Mal ist am 29. April.

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