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Der Überbringer der schlechten Nachricht Zum Rosenberg-Komplex und unserem Bericht „Hausmann scheitert komplett“ (Kreisblatt, 6.

 

Der Überbringer der schlechten Nachricht

 

Zum Rosenberg-Komplex und unserem Bericht „Hausmann scheitert komplett“ (Kreisblatt, 6. Juli):

Den Überbringer einer schlechten Nachricht stellvertretend zur Verantwortung zu ziehen, ist ein Verhaltensmuster, das man aus den Mythen der Vergangenheit - beginnend schon bei den alten Griechen - gut kennt. Gleiches drohte auch denjenigen, die unbequeme Tatsachen öffentlich machten.

Dass man „Enthüller“ und Übermittler unbequemer Fakten auch heutzutage nicht unbedingt liebt, musste Bernd Hausmann in jüngerer Zeit wiederholt feststellen. Dies hat ihn aber bisher nicht davon abgehalten, in seiner beharrlichen und vielleicht gelegentlich auch provokativen Art nachzubohren und Klärung einzufordern.

Der private Besuch von Bürgermeisterin Stang bei der Firma des Investors Vogler in Florida (bei einem Zwischenstopp anlässlich einer Urlaubsreise) - ausgerechnet und gerade während der laufenden Verkaufsverhandlungen für das Rosenberg-Gelände - regt angesichts der weiteren Begleitumstände auch den neutralsten Beobachter zwangsläufig zum Nachdenken an: Die Streichung der „Rückauflassungsvormerkung“ aus der Magistratsvorlage gleich nach Rückkehr der Bürgermeisterin aus Florida, der bedingungslose Verzicht auf die vertraglich vereinbarte Nachzahlung von 1 Million Euro (für den Fall, dass der Investor seinen Bauverpflichtungen nicht nachkommt) und letztlich die nunmehr beabsichtige Änderung des Bebauungsplans mit der Folge eines weiteren siebenstelligen Gewinns für den Grundstückseigentümer.

Nach mehr als vier Jahrzehnten Berufserfahrung im öffentlichen Dienst (davon das letzte Drittel als Amtsleiter) - aber auch nach mittlerweile fast dreißig Jahren Engagement als ehrenamtlicher Kommunalpolitiker darf es dem Unterzeichner wohl nicht als anmaßend verübelt werden, auch als Nicht-Hofheimer den Sachverhalt nochmals aus eigener Sicht zu kommentieren:

„Beamtinnen und Beamte müssen jeden Anschein vermeiden, im Rahmen ihrer Amtsführung für persönliche Vorteile empfänglich zu sein und sich nicht ausschließlich an sachlichen Erwägungen zu orientieren.“ Dieser Grundsatz (hier einer nordrhein-westfälischen Richtlinie entliehen) wird in Rechtsprechung und Ausführungsvorschriften aus den allgemeinen Anforderungen abgeleitet, die die Beamtengesetze des Bundes und der Länder an das dienstliche und „außerdienstliche“ Verhalten von Beamtinnen/Beamten stellen. Diese Anforderungen gelten selbstverständlich auch für Wahlbeamte. Das unbedarfte Verhalten der Bürgermeisterin (und mehr als Unbedarftheit unterstelle ich hier nicht) hat absolut nicht dazu beigetragen, „jeden Anschein“ zu vermeiden - das Gegenteil ist der Fall. Gerade deshalb ist eine plausible Erklärung angezeigt, die Aufschluss darüber gibt, welche „sachlichen Erwägungen“ und/oder sonstigen Motivationen zu den für die Stadt Hofheim (nicht nur finanziell) nachteiligen Beschlüssen geführt haben.

Diese Aufklärung ist im Interesse der Wiederherstellung des Vertrauens der Öffentlichkeit in die Gesetzmäßigkeit der Verwaltung dringend geboten. Sie erfordert möglicherweise nicht mehr - aber auch nicht weniger - als die Bereitschaft aller kommunalpolitisch Verantwortlichen in Hofheim aufrichtig und selbstkritisch Fehlentscheidungen einzuräumen.

Heinz M. Merkel, Die Linke

Hochheim

 

TC Diedenbergen war von Anfang an dabei

 

Zu „Eine Woche Ferien bei den Vereinen“ (Kreisblatt, 4. Juli):

In Ihrem Artikel ist ein gravierender Fehler. Wir, der Tennisclub Diedenbergen ist seit 8/9 Jahren ein Fixpunkt der dritten Ferienspielwoche in Hofheim, somit ein „Gründungsmitglied“. In Ihrem Artikel haben Sie dies aber anders dargestellt - ....zum ersten Mal dabei..... - . Außerdem war ich als Vereinsrepräsentant beim Pressetermin anwesend. Unser Erster Vorsitzender heißt Klaus-Otto Kemper und nicht Dr. Grimm.

Wolfgang Brillisauer

TC-Diedenbergen


Die Redaktion freut sich über jede Zuschrift, behält sich aber Kürzungen vor.

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