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Ich habe den Magistrat kritisiert Zu „Rosenberg-Zukunft im Dunkeln“ (Kreisblatt, 24. Juli):

 

Ich habe den Magistrat kritisiert

 

Zu „Rosenberg-Zukunft im Dunkeln“ (Kreisblatt, 24. Juli):

Hier werde ich völlig falsch wiedergegeben, wenn es heißt: „…der Linke Bernd Hausmann, der einer der beiden Gutachterinnen glattweg jede Kompetenz abspricht…“. Ich habe an keiner Stelle die Kompetenz einer Gutachterin in Zweifel gezogen. Ich habe in Zweifel gezogen, dass die telefonischen Äußerungen der Gutachterin in einem Aktenvermerk des Magistrats richtig wiedergegeben wurden. Und eben weil ich Zweifel an der Darstellung des Magistrats in seinem Aktenvermerk hatte, habe ich die Gutachterin angerufen. Und siehe da: Meine Zweifel an der Darstellung des Magistrats wurden bestätigt. Die Gutachterin habe sich - so sagte sie mir am Telefon - ganz allgemein geäußert und nicht „ganz eindeutig“ auf das Hotel Am Rosenberg bezogen. Denn für ein Wirtschaftlichkeitsgutachten für ein Hotel bräuchte man eine Vielzahl von spezifischen betriebswirtschaftlichen Informationen über dieses Hotel, über die sie gar nicht verfüge. Das habe sie - so ihre Darstellung - auch in ihrem Telefongespräch mit der Stadtverwaltung deutlich gemacht. Und aus diesem Telefonat mit der Gutachterin habe ich die Schlussfolgerung gezogen: „An der Darstellung des Magistrats über seine ’Expertenbefragung’ zum Rosenberg sind somit mehr als nur Fragezeichen anzubringen: Sie ist schlicht und einfach unzutreffend“. Das ist sicher keine Kritik an der Gutachterin, sondern eine Kritik an der Darstellung des Magistrats.

Und noch ein Punkt ist falsch: ich habe niemals „verkündet, das Hotel am Rosenberg sei mit knapp 40 Prozent Belegung eines der bestbesuchten in Hessen“. Ich habe immer verkündet (s. meine Große Anfrage 2013/027): „Die von dem Eigentümer des Hotels genannte Bettenauslastung von 41% ist ein Spitzenwert für die Branche. Damit käme der „Rosenberg“ fast an Frankfurt mit seiner Messe und dem Flughafen heran (Bettenauslastung 43 - 46%, je nach Art der Messen). Im Hessen-Durchschnitt lag die Bettenauslastung (2010) bei 33%, im MTK bei 30% und im Schnitt über ganz Hofheim (dank des Rosenbergs) bei 34%. Und wenn man dann noch bedenkt, dass die Grundstückskosten am Rosenberg fast gleich Null sind, das Gebäude im Prinzip längst abgeschrieben, das Personal wohl genau so schlecht bezahlt wird wie anderswo und die Zimmerpreise im Rosenberg durchaus im regionalen Durchschnitt liegen: Dann müsste das Hotel ja durchaus auskömmlich zu betreiben sein. Aber natürlich: Bei der derzeitigen Marktsituation kann man mit „Wohnen“, insbesondere mit (möglichst vielen) teuren Eigentumswohnungen, noch deutlich höhere Profite erwirtschaften als mit Hotels.“

Wäre die Behauptung in Ihrem Artikel richtig: „Erfahrene Hoteliers sprechen aber davon, dass ein einzelnes Hotel mindestens zu 70 Prozent ausgelastet sein müsse, um sich zu rentieren“, dann gäbe es in dieser Republik fast gar keine rentablen Hotels, denn von einer Bettenauslastung von 70% können selbst Frankfurter Hotels nur träumen (Bettenauslastung im Frankfurter Durchschnitt 2011 laut Statistischem Landesamt: 46,2%).

Bernd Hausmann

Stadtverordneter Die Linke

Hofheim

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