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Neuer Sportkomplex: Ländcheshalle: Alles wird gut

Von Das ist der Rückzug vom Rückzug: Die Stadt Hofheim und der Main-Taunus-Kreis wollen nun doch gemeinsam das Wallauer Sporthallenproblem lösen. Und das mit einem ambitionierten Zeitplan.
Die alte Turnhalle der Taunusblickschule (Bild) ist wie die Ländcheshalle ein Fall für den Abrissbagger. Foto: Knapp Die alte Turnhalle der Taunusblickschule (Bild) ist wie die Ländcheshalle ein Fall für den Abrissbagger.
Wallau. 

Ist das jetzt wieder der Stand der Dinge vom vergangenen Mai? Wohl schon, was die Planung angeht: In Wallau sollen auf dem Gelände der Taunusblickschule eine Dreifeldhalle und eine Mehrzweckhalle entstehen. Der zusammenhängende Komplex soll die marode Ländcheshalle und die ebenfalls sanierungsbedürftige Schulturnhalle ersetzen. So war es zwischen Stadt und Kreis vereinbart, bis der Kreis sich im Sommer aus finanziellen Gründen zurückzog. Der Gesprächsfaden sei nicht abgerissen, ließ Hofheims Erster Stadtrat Wolfgang Exner (CDU) in der vergangenen Woche schon durchblicken, dass wieder Bewegung in der Angelegenheit ist. Diese Gespräche haben nun zu einer erneuten Einigung auf die Zwei-Hallen-Lösung geführt. Zuletzt war dabei von einer Gesamtinvestition in Höhe von 7,1 Millionen Euro die Rede.

Allerdings haben sich die finanziellen Randbedingungen geändert. Der Main-Taunus-Kreis hatte im Sommer seinen Ausstieg damit begründet, dass eine Kostenbeteiligung von zwei Millionen Euro zu hoch sei. Jetzt wurde der Betrag, der aus dem Landratsamt überwiesen wird, auf eine Million festgesetzt – was im Umkehrschluss nur heißen kann, dass die Stadt Hofheim diesen Betrag drauflegen muss. Vereinbart wurde noch, dass der Kreis einen monatlichen Betriebskostenzuschuss von 300 Euro zahlt.

Ob dies ein Entgegenkommen ist, darüber kann man streiten. Denn Betriebskosten wären für die alte Schulturnhalle ja auch angefallen. Überhaupt stellt sich die jetzige Vereinbarung für den Kreis sehr vorteilhaft dar. Denn 650 000 Euro hatte man für die Sanierung der maroden Schulturnhalle ausgeben wollen, nun wird für 350 000 Euro mehr eine nagelneue Halle zur Verfügung stehen. Der sanierte Altbau dagegen hätte nicht einmal eine Wärmedämmung gehabt. „Gut ausgestattete Räume auf der Höhe der Zeit“, auch energietechnisch, bekomme die Schule, freut sich Erster Kreisbeigeordneter und Schuldezernent Wolfgang Kollmeier (CDU).

Ambitioniert ist der Zeitplan. Im Frühjahr 2017 sollen die beiden Hallen fertig sein, hieß es gestern in einer Mitteilung aus dem Kreishaus. Keine Zeit mehr zu verlieren, darauf dürfte vor allem der Kreis gedrängt haben, gibt es doch immer wieder Beschwerden über den Zustand der Schulturnhalle. Die Stadt hat ebenfalls ein Interesse daran, dass bald gebaut wird, denn wie lange die Ländcheshalle noch nutzbar ist, weiß niemand. Momentan sind dort Flüchtlinge untergebracht – unklar ist, wie lange dieser Zustand andauert. Die Stadt braucht, wenn sie in den Neubau investiert, zwar die Mittel aus dem Verkauf des alten Hallengeländes, aber es dürfte politisch kaum vorstellbar sein, die neue Halle gleich als Flüchtlingsunterkunft zu nutzen. So oder so – für den Neubau wird eine Ausführungsplanung gebraucht, die Baugenehmigung muss eingeholt und die Arbeiten müssen ausgeschrieben und vergeben werden. Alles dies muss reibungslos funktionieren, wenn das Wallauer Sportzentrum tatsächlich im Frühjahr 2017 fertig sein soll.

Vertreter von Stadt und Kreis bezeichneten die Einigung als gute Lösung für beide Seiten wie auch für die Sportvereine. Von einem „zukunftsweisenden Projekt“ sprach Hofheims Bürgermeisterin Gisela Stang (SPD). In dem Gebäude-Komplex mit den beiden Hallen sollen auch die Umkleiden für den Sportplatz untergebracht werden. Die Stadt braucht nicht nur Trainings- und Wettkampfstätten für die Vereine, sondern auch eine Halle für kulturelle und andere Veranstaltungen. Ganz ähnlich gilt für den Kreis, dass er nicht nur eine Halle für den Sportunterricht benötigt, sondern auch für Einschulungsfeiern und andere Veranstaltungen an der Taunusblickschule.

Wenn alles klappt, könnte sogar der Fahrplan der „Hofheimer Kunstrasenplatz-Offensive“ eingehalten werden. Der sieht vor, dass 2016 Marxheim und 2017 Wallau an der Reihe ist. In Wallau sieht man diesen Zusammenhang zwar nicht als zwingend an, aber die Stadt beharrt darauf, dass zuerst die neuen Hallen und dann der Kunstrasenplatz gebaut wird.

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