E-Paper Abo & Service Immo Stellen Trauer
Anzeige Frankfurt am Main 21°C

Hessenmeisterschaft der Junghundeführer: Mädchen haben bei Hunden mehr Biss

Bei der Hessenmeisterschaft der Junghundeführer war nur ein Junge dabei. Die Arbeit mit den Vierbeinern gibt Selbstvertrauen.
Schäferhundprüfung in Kriftel Schäferhundprüfung in Kriftel
Kriftel. 

Dass vor allem Mädchen Pferdenarren sind, ist hinlänglich bekannt. Mittlerweile sind es aber offensichtlich auch hauptsächlich junge Frauen und Mädchen, die sich für den eher ungewöhnlichen Hundesport mit bis zu 40 Kilogramm schweren Schäferhunden entscheiden, der lange ausschließlich männerdominiert war. Das hat sich jedenfalls am Wochenende bei der Hessenmeisterschaft für jugendliche Hundeführer bis 21 Jahre bestätigt, die dieses Mal die Ortsgruppe Kriftel des Vereins für Deutsche Schäferhunde ausgerichtet hat.

 

Strenge Prüfung

 

Denn bei der strengen Landesgruppen-Leistungsprüfung sind fast ausschließlich Hundeführerinnen mit ihren Vierbeinern angetreten. Bei den 18 Startern war nur ein einziger junger Bursche vertreten.

„Was den Kindern und Jugendlichen allgemein hilft beim Hundesport, ist das dafür nötige bestimmende Auftreten, das das Selbstvertrauen stärkt“, weiß Regina Maibaum, Jugendwartin der Landesgruppe, aus eigener Erfahrung als Mutter. Denn auch ihre 19-jährige Tochter Vanessa, der wie vielen Junghundeführern die Liebe zum Hundesport quasi schon mit in die Wiege gelegt wurde, hat von der persönlichkeitsbildenden Arbeit mit den Vierbeinern profitiert, wie sich bei der Prüfung auf dem Platz gezeigt hat am Samstag.

 

Chef im Haus

 

„Schäferhunde sind charakterstark, die schon als Welpen in der achten bis zehnten Woche klären, wer Chef im Haus ist“, erklärte Maibaum. Das ist offenbar gerade für Mädchen, denen bestimmendes Auftreten manches Mal eher schwer fällt, eine große Herausforderung, die es beim Hundesport zu meistern gilt. „Mädchen haben mittlerweile mehr Biss“, so Maibaum.

Ein starkes Durchsetzungsvermögen hat dann auch tatsächlich jede der jungen Frauen an den Tag gelegt bei den verschiedenen Kommandos, die mit resoluter lauter Stimme gegeben, dann von den Schäferhunden ausgeführt werden mussten. „Es geht aber auch darum, Hund und Hundeführern die Möglichkeit zu geben, sich gemeinsam zu beschäftigen, weil man so guten Kontakt zu seinen Vierbeinern bekommt“, betonte die Landesgruppen-Jugendwartin. Die Jugendlichen seien deshalb mit großem Spaß dabei bei diesem Sport.

 

Erfolgreiche Arbeit

 

„Viele denken, dass wir die Hunde auf dem Platz scharf machen, was völliger Quatsch ist“, verwehrte sich Maibaum und Ortsgruppen-Leiter Reiner Schöbel gegen oft geäußerte Vorbehalte. Tatsächlich engagiert sich der Verein für Deutsche Schäferhunde auch mit solchen Junghundeprüfungen wie am Wochenende dafür, dass beispielsweise Jogger und Radler unbehelligt an den Tieren vorbei können.

So durfte sich auch der von Carina Rumpeltesz geführte „Potter“ selbst unangeleint nicht von einem Schuss aus der Pistole von Schöbel von seiner gestellten Aufgabe und seinem Gehorsam beeinträchtigen lassen. Die 15-jährige Hundeführerin war die jüngste Teilnehmerin des Wettbewerbs. Wie erfolgreich die Arbeit der jungen Menschen mit ihren Tieren ist, zeigte sich auch am Sonntag bei der Landesgruppen-Zuchtschau für Junghundeführer.

Zur Startseite Mehr aus Main-Taunus

BITTE BEACHTEN SIE: Unser Angebot dient lediglich Ihrer persönlichen Information. Kopieren und/oder Weitergabe sind nicht gestattet. Hier finden Sie Informationen zur Verwendung von Artikeln. Quellen: Mit Material von dpa, afp, kna, AP, SID und Reuters

Archiv ThemenMediadatenKontaktImpressumDatenschutz Über unsere WerbungRSS

© 2018 Frankfurter Neue Presse

Ok

Um Ihnen ein besseres Nutzererlebnis zu bieten, verwenden wir Cookies. Durch Nutzung unserer Dienste stimmen Sie unserer Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen