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Schülerin der Musikschule Taunus, hat bei Landeswettbewerb abgeräumt: Mareike Berg beherrscht das „göttliche Instrument“

Von Mareike Berg, Schülerin der Musikschule Taunus, hat abgeräumt. Zusammen mit dem Blechbläser-Ensemble „Quintessenza“ erreichte sie die Höchstpunktzahl im Regional- und im Landeswettbewerb „Jugend musiziert“. Fortsetzung folgt – im Juni in Paderborn.
Mareike Berg fing mit drei Jahren an, Geige zu spielen, später stieg sie auf Horn um. Foto: Jens Priedemuth Mareike Berg fing mit drei Jahren an, Geige zu spielen, später stieg sie auf Horn um.
Eschborn. 

Musiker bezeichnen das Horn mitunter scherzhaft als „göttliches Instrument“ – weil Gott allein weiß, was rauskommt, wenn man reinbläst. In jedem Scherz steckt ein Funken Wahrheit, auch in diesem. Er verdeutlicht, wie schwer das Horn im Vergleich zu manch anderem Instrument zu spielen ist.

Und die, die sich weniger gut mit Musik auskennen? „Viele wissen gar nicht, was ein Horn ist“, erzählt Mareike Berg. Die Kronbergerin ist 17 Jahre jung und spielt das Instrument als Schülerin der Taunus Musikschule in Eschborn bereits seit acht Jahren. Mit großem Erfolg: Beim Landeswettbewerb „Jugend musiziert“ qualifizierte sie sich in der Blechbläser-Ensemblewertung für den Bundeswettbewerb – mit der höchstmöglichen Punktzahl.

Erst Geige

Bereits mit drei Jahren fing sie an, Geige zu spielen, später stieg sie auf Horn um. Sie konnte bereits Noten lesen und schnelle Erfolge verzeichnen: „Das ist für ein neunjähriges Mädchen natürlich sehr schön.“

Info: Auch sie musizieren mit Erfolg

Neben Mareike Berg haben alle acht weiteren Teilnehmer der Musikschule beachtliche Erfolge beim Landeswettbewerb „Jugend musiziert“ feiern können.

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Das allein kann es aber nicht gewesen sein, oder? „Mir gefällt der Klang des Horns sehr gut.“ In der Regel sei der romantisch und weich, man könne aber auch ganz andere Töne damit erzeugen. Mozart sei Standard, das müsse jeder einmal gespielt haben. Ihr Lieblingskomponist aber ist Camille Saint-Saëns, in seinen Werken komme das Instrument besonders schön hervor. Einmal die Woche hat sie Einzelunterricht an der Musikschule Taunus, hinzu kommen Ensemble-Proben, und sie spielt im Schulorchester des Heinrich-von-Gagern-Gymnasiums in Frankfurt.

Immer aufgeregt

„Aufgeregt bin ich immer“, erinnert sie sich an die Prüfung. Man wisse, dass man fünf Menschen gegenübersitze, die einen bewerten – eine ungewöhnliche Situation. Letztlich aber helfe der Gedanke, dass man nicht für sie, sondern für sich selbst spielt. Stücke aus verschiedenen Epochen mussten gespielt werden. Berg war nach der Prüfung zwar zufrieden, „aber 25 Punkte hat keiner von uns erwartet“. Der Bundeswettbewerb sei „etwas Großes“, zumal absehbar ist, dass das Ensemble nach den Abiturprüfungen in dieser Form nicht mehr zusammenspielen wird.

Beruflich soll es für sie in eine andere Richtung gehen: „Ich möchte Biochemie studieren, am liebsten in Schottland oder England.“ Sie ist Regen-Fan und kennt Großbritannien gut, ihre Schwester lebt dort. Immerhin hat sie sich bereits für ein schulbegleitendes Vorstudium für Horn angemeldet, die Aufnahmeprüfung steht noch bevor: „Ich will zumindest die Erfahrung gemacht haben, wie es ist, das zu studieren.“

Privat steht Klassik eher selten auf der Playlist: Ältere Rock-Stücke von AC/DC oder Linkin Park dominieren, auch Radiohead, Queen oder Beatles. „Pop höre ich eher wenig, das ist harmonisch nicht so interessant.“ Nichtsdestotrotz ist fast die gesamte Familie musikalisch – von Cello über Oboe bis Klavier ist alles vertreten.

Reise nach Brasilien

Ein weiterer Höhepunkt nach dem Bundeswettbewerb, der im Juni in Paderborn ausgetragen wird, steht schon im Kalender: Im Herbst reist Mareike Berg in den Süden Brasiliens. Bereits 2014 war sie im Rahmen eines Austauschprojekts der Musikschule Frankfurt mit weiteren Musikerinnen in Jaraguá do Sul, wo es keinen ordentlichen Unterricht für Blechbläser-Instrumente gab. Sie unterrichteten dort, spielten Konzerte – und setzen ihr Wirken in diesem Jahr fort.

Ebenso spannend, aber geografisch nahe liegender ist ein neues Projekt des evangelischen Stadtdekanats Frankfurt: die Frankfurter Bläserschule. Seit vergangenem Jahr bietet sie Kindern und Jugendlichen, unabhängig von ihrem religiösen Bekenntnis, kostenlosen Unterricht und das Musizieren in Blechbläserensembles im kirchlichen Raum an: „In Kirchen ist die Akustik natürlich etwas ganz Besonderes“, weiß Berg zu berichten.

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