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Mehr Platz für Kinder in Sindlingen

Mehrere Betreuungsprojekte für Kinder sind in Sindlingen im Werden. Rein rechnerisch wird eine Überversorgung eintreten.
Sindlingen. 

In Sindlingen werden derzeit mehrere Projekte des Sofortprogramms Kinderbetreuung geplant oder schon umgesetzt. Im Bezirk der Ludwig-Weber-Schule im Norden entsteht eine neue Einrichtung, die vom Sozialpädagogischen Verein zur familienergänzenden Erziehung im früheren Bürgerhaus in der Sindlinger Bahnstraße 124 entstehen soll. Zwei Kindergartengruppen mit insgesamt 40 Plätzen sind in Planung; derzeit wird umgebaut. Fertig soll die Einrichtung noch in diesem Jahr werden.

Im Schulbezirk der Meisterschule im Süden ist eine Einrichtung schon fast fertig und soll im August an den Start gehen: Der Verein zur Unterstützung berufstätiger Eltern setzt in der Pfingstbornstraße 53 eine Einrichtung mit zwei Gruppen für Kinder unter 3 Jahren (20 Plätze) und eine Kindergartengruppe (20 Plätze) um. Derselbe Verein plant in der Okrifteler Straße zwei Gruppen für Kinder unter 3 Jahren (20 Plätze), ist dort aber noch in der Abstimmung.

102 Prozent Abdeckung

Nach Umsetzung dieser Maßnahmen wird in Sindlingen ein Versorgungsgrad von 37 Prozent in Bezug auf Kinder unter 3 Jahren erreicht sein. Auf 40 Prozent fehlen dann noch zehn Plätze. Im Kindergartenbereich beträgt die Versorgung nach Umsetzung dann 102 Prozent; es gibt rein rechnerisch eine Überversorgung von acht Plätzen.

Die Versorgungsquote für Grundschulkinder liegt derzeit im nördlichen Schulbezirk bei 56 Prozent. Insgesamt gibt es im Schulbezirk 87 Betreuungsplätze für Grundschulkinder – bei 156 schulpflichtigen Kindern. 62 Betreuungsplätze werden in Horten und 25 Betreuungsplätze in der Erweiterten Schulischen Betreuung (ESB) der Ludwig-Weber-Schule angeboten.

Die Aufstockung der Betreuungsplätze in der ESB der Ludwig-Weber-Schule ist notwendig. Sie kann wegen der anstehenden Auslagerung der Schule in Container allerdings noch nicht verbindlich zugesagt werden. Vorstellbar sei im Zuge der Auslagerung zunächst eine Aufstockung auf 40 Betreuungsplätze, heißt es in einer Stellungnahme des Magistrats. Es werde in Kürze geprüft und mit Schule und Träger besprochen, ob dies in der Pavillonanlage in guter Qualität möglich oder nicht möglich ist. Mit einer entsprechenden Aufstockung würde ein Versorgungsgrad von rund 65 Prozent erreicht werden. Im Zuge des Neubaus der Schule werden weitere Betreuungsplätze eingerichtet werden können.

Ganztagsschule

Im Schulbezirk der Meisterschule liegt die Versorgungsquote derzeit bei 27 Prozent. Insgesamt gibt es 53 Betreuungsplätze in einem Hort in Relation zu 199 schulpflichtigen Kindern im Grundschulalter. Hier sei aber der Ganztagsstatus der Meisterschule zu berücksichtigen, der quantitativ in der Berechnung der Versorgungsquote nicht abgebildet ist, heißt es seitens des Magistrats.

Die Meisterschule ist eine verbundene Grund- und Hauptschule und wird von insgesamt rund 310 Schülern besucht. Sie ist eine der erfahrensten ganztägig arbeitenden Schulen in Frankfurt. Sie muss „an fünf Tagen Betreuung, Unterricht und verpflichtende Ganztagsangebote“ in der Zeit von 7.30 bis 16 oder 17 Uhr anbieten. Das Konzept der Meisterschule sieht vor, dass Ganztagsangebote bis 16 Uhr bedarfsorientiert von allen Schülern in Anspruch genommen werden können. Für Angebote für alle Schüler bis 17 Uhr reicht das vom Land Hessen zur Verfügung gestellte Geld nicht. „Die Zuwendungen des Landes Hessen pro Stelle sind bei steigenden Personalkosten seit vielen Jahren konstant geblieben. Dies hat zur Folge, dass weniger Personal eine gleichbleibende Angebotsstruktur umsetzen muss oder die Angebote sogar reduziert werden müssen“, so die Stadt.

Deswegen muss die Stadt zuschießen. In der Meisterschule ist eine Frühbetreuung von 7.30 bis 9 Uhr installiert, die mit einem Sockelbetrag vom Land und ergänzend von der Stadt Frankfurt finanziert wird. Im Falle der Meisterschule wäre daher zu prüfen, ob die Mittel vonseiten des Landes Hessen erhöht werden können.

(hv)
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