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Mordfall Tristan: 200 Hinweise nach TV-Doku

Ein Beitrag auf RTL hat der Polizei rund 200 Hinweise auf den Fall Tristan Brübach gebracht. Was davon verwertbar ist, wird sich nun zeigen.
So soll der Täter aussehen. So soll der Täter aussehen.
Höchst. 

Nach der Ausstrahlung eines Dokumentarfilms über den Mordfall Tristan im Sender RTL am Sonntag sind bei der Polizei knapp 200 Hinweise eingegangen. Eine Sprecherin des Frankfurter Präsidiums sagte gestern, dass die Mordkommission die überwiegend telefonisch übermittelten Hinweise „sukzessiv“ abarbeite. Es sei allerdings noch zu früh, um etwas über deren Qualität zu sagen. Ob die erhoffte „heiße Spur“ oder Ansatzpunkte für Ermittlungen dabei sind, ist also noch unklar. RTL hatte am Sonntagabend in der Reihe „Spiegel TV“ eine rund 20-minütige Doku gezeigt, die in Zusammenarbeit mit zwei Profilern der Operativen Fallanalyse München gedreht wurde. Rund 20 000 Hinweise sind in den 15 Jahren seit der Ermordung des Schülers am 26. März 1998 in einem Tunnel des Liederbachs unterhalb des Höchster Bahnhofs bereits bei der Polizei aufgelaufen. Der entscheidende Hinweis war bislang nicht dabei.

Rund zwei Millionen Zuschauer haben den Fernseh-Beitrag am Sonntagabend gesehen. Der grausame Fall bewegt die Menschen noch immer. Zum ersten Mal waren im Filmbeitrag der Vater des ermordeten Schülers sowie Zeugen zu sehen, die Tristan in Begleitung seines mutmaßlichen Mörders gesehen haben wollen. Den neuen Hinweise wird nun im Detail nachgegangen. Zuletzt war der Fall Tristan 2008 bei „Aktenzeichen XY ungelöst“ ausführlich im Fernsehen behandelt worden. Damals waren 40 Hinweise bei der Kriminalpolizei eingegangen. Der entscheidende Tipp war auch damals nicht dabei gewesen.

Der neue Ansatz der Fahnder ist, dass die Münchner Profiler von einer sexuell motivierten Tat ausgehen. Dem 13 Jahre alten Tristan waren, nachdem der Täter ihm die Kehle durchgeschnitten hatte, Muskelfleisch aus dem Gesäß sowie die Hoden entfernt worden.

Das Phantombild, mit dem nach dem Täter gesucht wird, ist hingegen schon fast fünf Jahre alt. Es zeigt einen hageren Mann mit Pferdeschwanz und einer Narbe an der Oberlippe (möglicherweise einer Hasenscharte), der am Tatort gesehen wurde und mit dem Tristan nach Aussagen einer Zeugin schon in den Wochen zuvor in Höchst und Unterliederbach gesehen worden sein soll. Auch neu ist, dass eine Verbindung nach Hofheim gezogen wird:

Dort soll ein Mann, auf den die Beschreibung passt, sich in den Wochen vor der Tat in der Nähe des Vincenzhauses herumgetrieben und versucht haben, Kontakt zu Kindern aufzunehmen (wir berichteten).

Der Beitrag aus „Spiegel TV“ ist auch im Internet abrufbar: www.spiegel.de.

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