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Motorradfahrer beleben die Kultur in der Mainstadt

Motorradfahrer mit Bärten und Lederjacken vermischten sich vor der Bühne mit jungen Rockfans aus den Reihen der Wickerer Handballer. Frauen im mittleren Alter ließen ihre Haare im Scheinwerferlicht
Die Gruppe "Roughhouse" war der Haupt-Act der Felzünd-Rocknacht. Foto: Nietner Die Gruppe "Roughhouse" war der Haupt-Act der Felzünd-Rocknacht. Foto: Nietner
Wicker. 

Motorradfahrer mit Bärten und Lederjacken vermischten sich vor der Bühne mit jungen Rockfans aus den Reihen der Wickerer Handballer. Frauen im mittleren Alter ließen ihre Haare im Scheinwerferlicht kreisen, während die Gruppe "Roughhouse" einen Hardrock-Klassiker nach dem nächsten durch die Boxen jagte. Die Kradfahrer Felzünd hatten mal wieder zu einer der Rocknächte eingeladen, die laut Sprecher Jürgen Stahlke seit der Gründung des Vereins zum festen Programm gehören. Seit dem vergangenen Jahr organisiert der Verein die Konzerte in der Halle des TV Wicker.

Dass interessierte Gäste aus der Flörsheimer Bevölkerung genauso zu den Besuchern zählen wie Mitglieder von befreundeten Motorradclubs, ist vom Veranstalter erwünscht. Die Kradfahrer wollen mit öffentlichen Veranstaltungen zum Kulturleben in der Mainstadt beitragen. "Wir sehen uns als Freizeit- und Motorradverein", erläutert Jürgen Stahlke. Vor drei Jahren änderte der Verein sogar seine Satzung, um Mitglieder ohne Motorrad aufnehmen zu können.

Die Rocknächte des Vereins kehrten im vergangenen Jahr nach fünfjähriger Pause zurück. Die Kradfahrer hatten die Flörsheimer Stadthalle als Veranstaltungsort aufgegeben. Der Vertrag, der dem Stadthallen-Wirt den Verkauf von Essen und Getränken zusichere, sei ein Problem gewesen. "Da musst du Eintrittspreise nehmen wie in der Festhalle", beschrieb Jürgen Stahlke die Schwierigkeit schwarze Zahlen zu schreiben.

Ihr selbst gesetztes Ziel von über 200 Besuchern verpassten die Kradfahrer am Wochenende knapp. Als die Vorgruppe "Edge Ball" aus Wiesbaden die Bühne verließ, schätzte Jürgen Stahlke den Besucherzuspruch auf rund 160 Personen. Der Pressesprecher hat eine Vermutung, warum die erhofften Zahlen ausblieben. Die bekannte Coverband "Roughhouse" habe ein Wochenende zuvor bereits in der Harley-Garage in Wallau gespielt. Viele Fans hatten also schon die Gelegenheit, die Gruppe zu sehen. "Das kostet Zuschauer", so Stahlke.

Die Kradfahrer haben trotzdem allen Grund zum Feiern: Der Verein konnte sich das Gelände für sein jährliches Motorradtreffen bei "Atze uffm Acker" dauerhaft sichern. Die Gespräche mit der Main-Taunus-Recycling GmbH, dem Kreis und der Unteren Naturschutzbehörde seien sehr fruchtbar verlaufen, erklärt Jürgen Stahlke. "Das ist wie ein Sechser im Lotto", freute er sich über den Verbleib auf der Wiese in der Nähe der alten Sektkellerei Keramag-Falkenberg.

Außerdem feiern die Kradfahrer 2012 ihr 25-jähriges Bestehen. Der Verein plant das Motorrad-Treffen im Jubiläumsjahr besonders groß anzugehen. Die nächste öffentliche Veranstaltung des Vereins ist die Silvester-Feier am 31. Dezember im Güterschuppen am Flörsheimer Bahnhof. sas

(sa)
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