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Zirkusprojekt: Nachwuchsartisten stürmen Manege

Von „Vorhang auf, Manege frei!“ – Kinder aus Unterliederbach schlüpfen bei einem Ferienworkshop in die Rolle von Artisten. Zusammen mit Mädchen und Jungen aus vier weiteren Einrichtungen möchten sie als Clowns, Jongleure oder Seiltänzer ihr Publikum bei einer großen Abschlussvorstellung bezaubern.
Heidi Fletterer (l.) hält Milla (9) an der Hand, während das Mädchen über einen Reifen auf einen schmalen Schwebebalken hüpft. Foto: Maik Reuß Heidi Fletterer (l.) hält Milla (9) an der Hand, während das Mädchen über einen Reifen auf einen schmalen Schwebebalken hüpft.
Unterliederbach. 

Milla hat ihre Füße auf den Schwebebalken gebracht und balanciert sich aus. Heidi Fletterer hält die Hand des neunjährigen Mädchens und führt sie langsam in die Mitte des Turngeräts. Julie (5), Sophia (6), Mira (5) und Lotta (4) halten einen großen blauen Hula-Hoop-Reifen über den Balken. Ohne zu zögern springt Milla hinein- und auch wieder heraus. Fletterer unterstützt sie, in dem sie weiterhin die Hand der Schülerin hält.

Es ist Zirkuszeit im Kinder- und Jugendclub „Treffpunkt“ im Burgunderweg 2, neben der Esso-Tankstelle. Träger der Einrichtung ist die evangelische Kirche in Unterliederbach. Mädchen und Jungen im Alter von fünf bis zehn Jahren können während eines Ferienworkshops Zirkusluft schnuppern und in die Rolle von Artisten schlüpfen. Heidi Fletterer kennt das Gefühl, in der Manege zu stehen. „Ich bin früher im Familienzirkus aufgetreten“, erzählt sie. Akrobatik, Seiltanz, Jonglage oder die Clownerie sind ihr daher bestens vertraut. Lange Zeit bot der Familienzirkus im Saarland und in Rheinland-Pfalz einen Mitmachzirkus an und ging in Schulen. 2015 jedoch fiel die Entscheidung, das Zirkuszelt zu verkaufen. Das Projekt „Koffer-Circus“ von Heidi Fletterer nahm damit Gestalt an.

Auftritt im Titus-Forum

Mit dem „Koffer-Circus“ ist sie auch zu Besuch im Unterliederbacher Kinder- und Jugendclub „Treffpunkt“. Es ist die fünfte Frankfurter Einrichtung, in der die Zirkusartistin mit Mädchen und Jungen arbeitet. Alle Kinder zusammen werden am 26. Oktober um 15 Uhr eine große, gemeinsame Abschlussvorstellung im Titus-Forum am Walter-Möller-Platz 2 in der Nordweststadt geben. Das Projekt „Koffer-Circus“ wird vom Diakonischen Werk für Frankfurt koordiniert.

Neben den Mädchen und Jungen aus Unterliederbach machen beim Zirkusprojekt noch mit: Kinder der Kita Campus Westend, der Hort der evangelischen Bethaniengemeinde Frankfurter Berg, der Integrative Hort der evangelischen Kirchengemeinde Cantate Domino in der Nordweststadt sowie Kinder aus der Flüchtlingsunterkunft am Alten Flugplatz in Bonames.

Auf dem Schwebebalken, der im Kinderclub „Treffpunkt“ aufgebaut ist, funkeln Glitzersterne. Die Balance zu halten und gleichzeitig artistische Übungen zu machen, das ist für die jungen Teilnehmerinnen eine spannende Herausforderung. Sie alle sind hochkonzentriert und fleißig dabei, ihre Präsentation einzuüben.

Kleine Seiltänzerinnen

Als Nachwuchsartisten sind die Mädchen kleine Seiltänzerinnen, denn der Schwebebalken fungiert als Seil. Die Kinder balancieren, machen Spagat oder springen wie Milla in den Hula-Hoop-Reifen. „Erst wollte ich zu den Clowns“, erzählt Milla. Dann habe sie sich angeschaut, was beim Angebot „Seiltanzen“ gemacht werde, und es ausprobiert. Die Entscheidung gegen die Clowns und für den Seiltanz war gefallen.

„Ich habe von dem Zirkusprojekt des Diakonischen Werks gelesen, und wir haben uns als Einrichtung hierfür beworben“, erzählt Sabine Höfling von der Teamleitung des Kinder- und Jugendclubs „Treffpunkt“. Das Ferienangebot richte sich an Kinder aus Unterliederbach, unabhängig davon, ob sie sonst im Kinder- und Jugendclub angemeldet sind. In den Räumen der Einrichtung ist viel Betrieb. Wer nicht wie Milla, Julie, Sophia, Mira und Lotta gerade dabei ist, seine Zirkusnummer einzustudieren, der malt oder spielt.

Für alle Nachwuchsartisten heißt bald: „Vorhang auf, Manege frei!“.

 

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