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SPD fordert Bebauungsplan für "Südlich der Bahnstraße": Neuer Anlauf für neues Gewerbegebiet in Sulzbach

Von Im Gespräch war es schon einmal bei der Diskussion um das Baugebiet „Südlich der Bahnstraße“. Jetzt fordert die SPD, für ein Gewerbegebiet im Süden Sulzbachs entlang der L3266 einen Bebauungsplan aufzustellen.
Zwischen der alten B 8 (Vordergund) und südlich der Bahnstraße liegt das Gelände, das die SPD als Gewerbegebiet erschließen möchte. Foto: Hans Nietner Zwischen der alten B 8 (Vordergund) und südlich der Bahnstraße liegt das Gelände, das die SPD als Gewerbegebiet erschließen möchte.
Sulzbach. 

Monatelang wurde in den vergangenen Jahren über ein Wohn- und Gewerbegebiet „Südlich der Bahnstraße“ diskutiert. Alle Pläne, Ideen und Überlegungen verschwanden aber in der Schublade, weil die Verkehrssituation nicht gelöst werden konnte. Jetzt unternimmt die SPD-Fraktion einen neuen Anlauf und beantragt die Aufstellung eines Bebauungsplans für ein Gewerbegebiet an der L3266 (alte Bundesstraße 8) in dem Teilbereich des Gebietes „Südlich der Bahnstraße“, das schon bei den bisher diskutierten Planungen als Gewerbegebiet vorgesehen war. Der Antrag wurde in der Gemeindevertretung eingebracht und zur Beratung an den Planungs- und Bauausschuss verwiesen.

Die fünf wichtigsten Gewerbesteuerzahler

Rund 6000 Einpendler kommen an Werktagen nach Sulzbach, um in rund 1150 dort ansässigen Gewerbebetrieben zu arbeiten. Dem stehen lediglich 3200 Auspendler gegenüber.

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Unternehmen zieht weg

„Ansässige Unternehmen halten und neue gewinnen geht nur mit einer aktiven Politik“, sagte die SPD-Parlamentarierin Dr. Miriam Sinn bei der Begründung des Antrages. Sie erinnerte daran, dass ein großes Unternehmen – gemeint ist der weltweit agierende Kosmetikhersteller Cosnova – von Sulzbach weggeht, „weil wir es nicht geschafft haben, es hier zu halten“. Es sei schwer – so die Sozialdemokratin – auf dem Gelände des früheren Autokinos, für das sich Cosnova interessiert hatte, eine Gewerbeansiedlung zu erreichen, „aber das Gelände „Südlich der Bahnstraße“ liegt in unserer Hand“.

In der Begründung des Antrages wird darauf hingewiesen, dass wesentliche Vorplanungen inklusive der Abstimmungen mit Trägern öffentlicher Belange im Rahmen der Diskussion um das Baugebiet „Südlich der Bahnstraße“ bereits erfolgreich abgeschlossen wurden. In diesem Rahmen sei gerade das Gewerbegebiet entlang der L3266 gegenüber des Main-Taunus-Zentrums politisch am wenigsten umstritten gewesen, zumal es direkt an die Landesstraße angebunden werden sollte.

Detaillierte Planung

Die SPD weist darauf hin, dass das Unternehmen, dessen Wegzug jetzt drohe, an diesem Gebiet großes Interesse hatte und bereits detaillierte Planungen für eine städtebaulich attraktive Firmenzentrale im Campus-Stil entwickelt hatte. Dass dies nicht zum Zug kam, habe vor allem an der für das Unternehmen zeitlich nicht absehbaren Entscheidung über den erforderlichen Bebauungsplan gelegen. Deshalb schlägt die SPD jetzt vor, dieses geplante Gewerbegebiet von dem viel komplexeren Gesamtgebiet „Südlich der Bahnstraße“ zu lösen und für diesen Teilbereich einen eigenen Bebauungsplan aufzustellen. Wenn sich die Sulzbacher Politik einig sei, kann nach Meinung der SPD ein solcher Bebauungsplan relativ schnell rechtskräftig werden.

Bürgermeister Elmar Bociek (CDU) bezeichnete die SPD-Initiative auf Nachfrage dieser Zeitung als „einen interessanten Ansatz, der definitiv zu prüfen ist“. Er sieht aber insofern ein Spannungsfeld, ob es sinnvoll ist, im vorauseilenden Gehorsam zu handeln oder die Sache gemeinsam mit einem Investor zu entwickeln. Der CDU-Fraktionsvorsitzende Matthias Brandt sagte auf Anfrage, dass die Union das Thema in der „Sommerfraktion“ diskutieren werde. Brandt: „Wir werden uns eine Meinung bilden und dies dann in der Ausschusssitzung nach den Ferien öffentlich beraten.“

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