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Nied feiert den Frühling

Von „Den Stadtteil lebendig halten“ will der Nieder Gewerbeverein mit seinem Straßenfest. Es gibt Pläne, es im kommenden Jahr mit dem Lotzstraßenfest zusammenzulegen.
Der Neumarkt in der Eisenbahnersiedlung ist der ideale Ort für ein Straßenfest: Die Kulisse ist schön, und der Aufwand für Absperrungen hält sich in Grenzen. Die Nieder feiern dort gerne ihr Frühlingsfest. Foto: Maik Reuß Der Neumarkt in der Eisenbahnersiedlung ist der ideale Ort für ein Straßenfest: Die Kulisse ist schön, und der Aufwand für Absperrungen hält sich in Grenzen. Die Nieder feiern dort gerne ihr Frühlingsfest.
Nied. 

Der alte Holzbock ist ein Blickfang: Urig und zugleich technisch ausgefeilt wirkt es, wenn Peter Abel die Klingen hier zuerst an den Steinscheiben dann an dem mit Fell besetzten Polierrad wetzt. Über dem Steinrad ist ein kleiner Wassertank mit einem winzigen Hahn angebracht. Abel dreht ihn ab und zu auf, um den Staub vom Rad wegzuwaschen. Gegen den Stahlstaub hat der Messerschleifer etliche Utensilien und Hilfsmittel. Denn er birgt ein großes Risiko. „Das ist das Gefährlichste, wenn es in einer Schleiferei brennt“, sagt der Höchster Messerschmied.

„Hau den Lukas“

Peter Abels Stand gehört zu den Attraktionen auf dem Neumarkt. Das Frühlingsfest des Gewerbevereins ist in vollem Gange: Viele Besucher haben es sich auf den Bänken gemütlich gemacht und stärken sich mit Deftigem vom Grill und einem kalten Getränk. Wer das Gefühl hat, gut bei Kräften zu sein, der ist versucht, dies am „Hau den Lukas“ auch unter Beweis zu stellen. Das Spielgerät wird belagert von vornehmlich jungen Männern, denen der Spaß am physischen Wettkampf ins Gesicht geschrieben steht.

Genau diese fröhliche und lockere Atmosphäre haben sich die Organisatoren für ihr Frühlingsfest gewünscht. „Für uns ist es wichtig, dass wir den Stadtteil lebendig halten“, sagt Gerhard Gabler am Rande. Der Chef des Gewerbevereins ist zufrieden mit dem Verlauf. „Es war bisher gut besucht“, sagt er am frühen Abend. Es sei ein Kommen und Gehen. 600 Besucher seien es bisher mindestens gewesen, schätzt er.

Kleines Jubiläum

In diesem Jahr haben die Aktiven des Vereins ein bisschen mehr Programm als sonst aufgefahren. Der Grund: Es ist das 20. Mal, dass sie hier für die Bewohner der Eisenbahnsiedlung und alle anderen Nieder das Frühlingsfest ausrichten. Für gute Musik sorgt etwa die Band „Saxxess“. Für die Kinder hatte zudem die Jugendfeuerwehr allerlei Spiele am frühen Nachmittag im Angebot. Zudem lockten etwa ein Fotoshooting der Modeboutique „Lifestyle“ und Showauftritte von Vereinen auf den Platz. Ein Stand, der sich erwartbarer Weise ebenfalls großer Beliebtheit erfreut, ist der Grillstand der Metzgerei Rühl, die in diesem Jahr ihr 25jähriges Bestehen feiert. Glück hatte der Verein mit dem Wetter: Bei Sonnenschein und angenehmen Temperaturen zog es viele Nieder nach draußen.

Rund 40 Mitglieder zählt der Gewerbeverein nach eigenen Angaben derzeit. Ziel dieser und ähnlicher Veranstaltungen ist aus Sicht von Gerhard Gabler auch, für einen guten Zusammenhalt zu sorgen und gerade die Neubürger zu integrieren. Diese, so Gabler, sollen merken, dass man in Nied nicht nur schlafen, sondern auch etwas unternehmen könne. Zugleich ist das Fest auch eine Möglichkeit für die Unternehmer, sich zu präsentieren und für sich zu werben.

Initiator des Festes war der mittlerweile verstorbene Georg Grohgans, damals 1. Vorsitzender des Vereins. Weil der Platz damals so schön renoviert worden war, erinnert sich Vereinsmitglied Engelbert Dominski, habe man ihn mit dem Fest beleben wollen.

Eine Hiobsbotschaft mag für einige Nieder sein, dass das Lotzstraßenfest in diesem Jahr ausfällt. Es hätten sich zu wenige Teilnehmer angemeldet, erklärt Gabler. Doch er ist zuversichtlich, dass 2017 dort wieder ein Fest stattfinden wird. Die Idee sei, das Lotzstraßenfest und das Stadtteilfest dann zusammenzulegen.

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