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Nieds Historie lebendig machen

Sechs Schilder zur Geschichte Nieds hängen bereits seit 2010. Nun hat der Vereinsring drei weitere angeschafft. Damit ist das Programm vorerst abgeschlossen.
Jürgen Rudnick und Ilse Bosinger präsentieren die neuen Schilder. Das dritte hängt bereits an der Kirche.	Foto: Reuß Jürgen Rudnick und Ilse Bosinger präsentieren die neuen Schilder. Das dritte hängt bereits an der Kirche. Foto: Reuß
Nied. 

Bruchfest sind die neuen Hinweisschilder, aus Edelstahl. Das war bei der ersten Hängung im vergangenen Jahr noch anders. Da wurde auf sechs Glastafeln an die Geschichte Nieds erinnert. Die bruchfeste Variante schützt nun die drei neuen Tafeln vor Zerstörung. "Das Schild an der Niddabrücke wurde schon zwei Mal kaputt gemacht", ärgert sich Vereinsringsvorsitzender Helmut Grohmann. Das sei schon ein wenig frustrierend.

600 Euro pro Tafel

Und teuer: 600 Euro kostet ein Schild. Nun aber ist der Hinweis auf die Niddabrücke auch aus Edelstahl. Glücklicherweise für den Vereinsring, der die Aufhängungen organisiert sind die Schilder versichert. "Sonst haben wir aber nur positive Rückmeldungen", freut sich Grohmann. Und daher ist der Verein, der als Zweck in der Satzung die Bewahrung der Heimatgeschichte und -kultur stehen hat, nun wieder aktiv geworden.

Konzentrierten sich die ersten sechs Schilder auf den alten Ortskern – alten Nieder Rathaus, der Beuneschule, der Christuskirche, der alten Niddabrücke, der Gaststätte "Zum grünen Baum" und der Hofreite Franz Simon –, geht es nun darüber hinaus. Die Texttafel an der Kirche St. Markus hängt bereits. In den kommenden Tagen kommen der Nieder Friedhof und die Eisenbahnersiedlung Nied hinzu.

"In einem Stadtteil, der in der öffentlichen Meinung nicht der beliebteste ist, müssen wir das, was wir haben, hervorheben", meint der Vorsitzende des Vereinsrings, der die vielen Beteiligten lobt. Die Grundfassung der Texte etwa stammt großteils vom Heimat- und Geschichtsverein Nied. "Schön, dass die Nieder etwas über ihre Geschichte zu lesen haben", freut sich stellvertretende Vorsitzende Hilde Visosky.

Mit dabei war auch die Katholische Kirche, die sich sogar finanziell an ihrem Schild beteiligt hat. "Wir müssen Geschichte muss immer wieder lebendig machen", lobt Pfarrer Rolf Glaser die Initiative des Vereinsrings, die eine Spurensuche in Nied ermögliche.

Nun das Uhrwerk

Für neue Ideen zeigt sich Grohmann aufgeschlossen, sagt aber auch: "Aus unserer Sicht ist das Projekt abgeschlossen." Das nächste laufe aber schon, verweist der Vereinsringsvorsitzende auf das alte Uhrwerk der Christuskirche von 1905. Das wurde, ebenfalls dank vieler Spender, für 5000 Euro erworben. Ab Januar soll es im Saalbau Nied ausgestellt werden. Zur Sicherheit muss es aber noch hinter Glas und Stahl – die Hinweistafeln lassen grüßen. Für die gilt, was Hilde Visosky sagt: "Hoffentlich bleiben sie heil."ses

(ses)
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