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Brennende Hecken lösen Einsatz aus: Rauchschwaden am Ilmenbaum

Am Samstagabend lief gerade das Champions-League-Finale, als manche Feuerwehrleute vom Fernseher weggelotst und in die Bonner Straße gerufen wurden. Dort stieß niemandem etwas zu; sogar ein Hase wurde in Sicherheit gebracht. Schon am Freitag waren die Rettungskräfte gefragt.
Zwei Einsätze hatte die Feuerwehr innerhalb von gut 30 Stunden in Sulzbach: An der Bonner Straße kletterten die Kameraden über eine Drehleiter auf den Balkon und drangen dann in die Wohnung ein, wo sich außer einem Hasen niemand aufhielt.. Zwei Einsätze hatte die Feuerwehr innerhalb von gut 30 Stunden in Sulzbach: An der Bonner Straße kletterten die Kameraden über eine Drehleiter auf den Balkon und drangen dann in die Wohnung ein, wo sich außer einem Hasen niemand aufhielt..
Sulzbach. 

Manchmal sind es kleine Anekdoten, die gefährliche Situationen auflockern. Stefan Uhrig, stellvertretender Gemeindebrandinspektor, schmunzelt, als er dem Kreisblatt am Sonntagnachmittag einen Einsatz der Freiwilligen Feuerwehr inklusive Tierrettung schildert: Am Samstagabend retteten seine Leute einen Hasen. Das Tier befand sich in einer Wohnung an der Bonner Straße. Dort hatte die Bewohnerin vergessen, die Herdplatte abzuschalten, ehe sie aus dem Haus ging. „Ein Holzbrett, das darauf lag, entzündete sich“, erzählt Uhrig. Rauch entwickelte sich und löste den Brandmelder aus. Nachbarn wurden auf die ohrenbetäubenden Geräusche und den Rauch aufmerksam und holten die Feuerwehr. Personen waren nicht in der Wohnung, nur der Hase, den die Helfer vorm Ersticken bewahrten. Uhrig: „Die Besitzerin war uns dankbar.“

 

Scheiben platzten

 

»Am Ilmenbaum« brannten Hecken, Rauchschwaden standen über den Gebäuden. (oben). Fotos: Gerhard Schöffel und Freiwillige Feuerwehr Sulzbach Bild-Zoom
»Am Ilmenbaum« brannten Hecken, Rauchschwaden standen über den Gebäuden. (oben). Fotos: Gerhard Schöffel und Freiwillige Feuerwehr Sulzbach

Der Fall zeige, wie wichtig es sei, Rauchmelder zu haben, hebt der Sulzbacher Feuerwehr-Vize hervor. Es ist auch in Hessen Pflicht, sie zu installieren. So will es das Gesetz, das klar regelt: In Wohnungen müssen sowohl Schlafräume und Kinderzimmer als auch Flure, über die Rettungswege von Aufenthaltsräumen führen, jeweils mindestens einen Rauchwarnmelder haben. Längst gibt es Exemplare, die nicht mehr angebohrt, sondern angeklebt werden können.

Ohne die frühe Benachrichtigung, so ist Stefan Uhrig überzeugt, hätten die Flammen auf die Räume und andere Teile des Wohnhauses übergreifen können. Es war etwa 22 Uhr, als der Einsatzleiter und seine Kameraden gerufen wurden. Es lief gerade das Fußball-Champions-League-Finale im Fernsehen.

Schon am Tag zuvor musste die Feuerwehr einen Brand löschen. In der Straße „Am Ilmenbaum“ brannte nach Uhrigs Auskunft eine etwa 25 Meter lange und mehrere Meter hohe Thujahecke. Uhrig: „Es waren am Freitag 35 Grad, und die Flammen verbreiteten sich schnell.“ Die Hitzeentwicklung sei so groß gewesen, dass in den benachbarten Gebäuden zwölf Fenster geplatzt und Rollläden geschmolzen seien. Auch ein Dach sei beschädigt worden. Zur Ursache des Feuers „Am Ilmenbaum“ machte der stellvertretende Gemeindebrandinspektor gestern keine Angaben. Sowohl am Freitag als auch am späten Samstagabend sei niemand verletzt worden. Uhrig weiter: „Sulzbach hat keine Drehleiter. Daher wurde bei beiden Einätzen die Drehleiter aus Bad Soden angefordert.“ An beiden Tagen waren der Rettungsdienst und die Polizei an Ort und Stelle, wo Trupps mit Atemschutzgeräten die Einsätze anführten.

(ask)
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