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Rot-Kreuz-Wettbewerb: Vor dem praktischen Teil haben manche Bammel

Beim Aktionstag für die Nachwuchskräfte des Roten Kreuzes ist Teamwork gefragt. Zehn Mannschaften traten gegeneinander an.
Die Rot-Kreuz-Helferinnen Laura Gebert (links) und Alicia Seeharsch versorgen fachgerecht "Unfallopfer" Lioba Römig. Foto:Hans Nietner Die Rot-Kreuz-Helferinnen Laura Gebert (links) und Alicia Seeharsch versorgen fachgerecht "Unfallopfer" Lioba Römig. Foto:Hans Nietner
Hattersheim. 

Was haben Watte und ein Strohhalm mit der Arbeit des Roten Kreuzes zu tun? Auf den ersten Blick nicht viel. Kombiniert man die Hilfsmittel zu einem Spiel, lassen sich damit die Geduld und Zusammenarbeit junger Helfer auf die Probe stellen. Mitglieder des Jugendrotkreuzes aus dem Kreis sollten am Wochenende einen Wattebausch mit Hilfe von Strohhalmen weitergeben. Der Trick bestand darin, die Watte anzusaugen und an Kameraden zu übergeben. Nur die Zusammenarbeit brachte den Erfolg. Dieser Grundsatz zog sich wie ein roter Faden durch den Kreisjugendwettbewerb.

"Wir sehen uns einmal in der Woche in der Gruppenstunde und verstehen uns allgemein ziemlich gut", erklärte die Kriftelerin Alicia Seeharsch. Vielleicht war das ihr Schlüssel zum Erfolg. Der DRK-Nachwuchs aus Kriftel schickte nämlich nicht nur drei Mannschaften ins Rennen, sondern errang auch den ersten Platz in der Altersgruppe von 12 bis 16 Jahren. Am meisten Spaß habe das Spiel mit den Wattebällchen und der Bau eines Maskottchens gemacht, erläuterten Alicia Seeharsch und Laura Gebert, die beide zum Siegerteam gehören. Die Mannschaften sollten ein Maskottchen zum Thema "Vielfalt" entwerfen. Die Gruppe der Krifteler Mädchen löste die Aufgabe, indem sie einen Hund aus Klopapierrollen und Joghurtbechern bauten und die Figur mit verschiedenen religiösen Symbolen beklebten. Kreativität und Geschicklichkeit reichten aber nicht aus: Die Teilnehmer des Wettbewerbes mussten auch ihre Praxiserfahrung in Erster Hilfe und ihr theoretisches Wissen beweisen. "Beim praktischen Teil hat man am meisten Angst", gestand Alicia Seeharsch. Am Wochenende wurden die Jugendlichen mit Helfern konfrontiert, die sich als Opfer eines Schlittenunfalls geschminkt hatten. Wie bei allen Aufgaben blieb den Teilnehmern eine halbe Stunde Zeit für die korrekte Versorgung. "Die Mimen reagieren auf das, was man tut", beschrieb Alicia Seeharsch ihr ungutes Gefühl. "Die schreien, wenn man etwas falsch macht." Mehr Ruhe blieb den Mannschaften beim Theorieteil, der etwas an die Führerscheinprüfung erinnerte. Die Teilnehmer mussten Fragen zur Versorgung von Bewusstlosen und zum richtigen Absetzen eines Notrufes beantworten. Punkten konnte auch wer wusste, dass man einen Nagel nicht aus der Wunde ziehen darf.

Durch die Begegnung von Jugendgruppen aus verschiedenen Ortschaften falle die spätere Zusammenarbeit leichter, erläuterte Jack Römig, Rettungsassistent aus Bad Soden, einen positiven Effekt. In diesem Jahr nahmen nur halb so viele Mannschaften teil wie in manchen Jahren zuvor. Viele Ortsvereine seien im Umbruch, weil die Jugend gerade in den aktiven Dienst wechsele, erklärte Römig den Teilnehmerschwund. sas

(Sascha Kröner)
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