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Sabine Schabickis Bücher sind jetzt aus der Schublade

Sabine Schabicki erlebt gerade eine spannende Zeit. Ihre beiden Bücher erscheinen in wenigen Wochen. Das Schöne ist aus Sicht der Autorin, dass sie nicht im Eigenverlag veröffentlicht werden, sondern beim neugegründeten „Salonlöwe Verlag“.
Sabine Schabicki Sabine Schabicki
Bremthal. 

Mit den beiden Romanen - einer davon ist nach einer wahren Begebenheit verfasst - präsentiert sich die 43-Jährige das erste Mal einer breiten Leserschaft. Sie hofft auf gute Resonanz und ist erleichtert, dass es endlich mit der Veröffentlichung geklappt hat.

„Mir war es wichtig, dass die Bücher endlich mal aus der Schublade kommen“, erklärt Schabicki. Sie ist froh, mit dem Wiesbadener Verlag einen Partner gefunden zu haben. Davor habe sie schon bei zehn anderen an die Tür geklopft, allerdings vergeblich: „Es ist eine unheimlich frustrierende Erfahrung, zu denken, die Texte werden überhaupt nicht gelesen“, erzählt sie. Bei ihrem neuen Verlag, dessen Verlegerin sie schon vorher kannte, fühlt sie sich vielleicht auch deshalb umso wohler.

Doch worum geht’s in Schabickis Büchern: Sie schreibt über nichts weniger, als über die ganz großen Gefühle. In „Nur Tim und das Meer“ erzählt sie die Geschichte eines jungen Mannes, der sich in den Kopf gesetzt hat, den Atlantik in einem kleinen mit Segeln versehenen Kajak zu überqueren. Es ist eine Geschichte nach einer wahren Begebenheit und eine, die leider kein gutes Ende nimmt: Tim Weltermann, so hieß der 25-Jährige, ist nämlich 2003 nach einigen Wochen auf See verschollen.

Doch Schabicki lag nicht daran, wie man vielleicht meinen könnte, die Tragik zu beschreiben. „Es ist überhaupt keine Katastrophengeschichte“, betont sie. Vielmehr ginge es um das Glück, das Tim erlebt haben müsse, als er gestartet sei. Schließlich habe er sich seinen Traum erfüllt.

Eine sehr schwere Zeit meistern muss ebenfalls Nadja, die Hauptfigur von Schabickis anderem Roman „Zeit ihres Lebens“. Es ist die fiktionale Geschichte über eine Frau, die in einer Patchworkfamilie lebt und mal routiniert, mal angestrengt ihre Aufgaben des Alltags jongliert: Sie hat zwei Kinder, lebt von deren Vater aber getrennt und ist mittlerweile mit einem anderen Mann zusammen, von dem sie gerade Zwillinge erwartet. Dies alleine sind ja schon Herausforderungen genug, doch Sabine Schabicki lässt ihre Protagonistin das Erleben, was viele als den schlimmsten Schicksalsschlag werten würden: Sie verliert, so viel darf hier verraten werden, ihre beiden älteren Kinder.

„Auch ich habe, während ich das geschrieben habe, ziemlich viel geheult“, gesteht Schabicki. Zudem habe sie ihre eigenen Tabus für die Geschichte überwinden müssen. Dass die Autorin, die selbst Mutter von drei Kindern ist, sich durch diesen Prozess gearbeitet hat, liegt, wie sie sagt, daran, dass es sie einfach interessiert, wie Menschen mit Extremsituationen umgehen. Was können sie aushalten und wozu sind sie fähig? Diese Fragen, meint Schabicki, hätten sie schon immer beschäftigt.

 

Die beiden Bücher erscheinen im Salonlöweverlag und können über Buchhandlungen oder über das Internet bestellt werden.

 

(Melanie Taylor)
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