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Pestalozzi-Schule: Sie machen eigenes Theater, kopieren nicht das Fernsehen

Der Andrang ist groß in der Theater-AG der Grundschule. Leiterin Annett Stein würde noch eine Gruppe eröffnen – doch das scheitert am Geld. Nun kommen die beiden Aufführungen.
Bitte recht freundlich: Fotografin Nanda nimmt die Darsteller der Pestalozzi-Theaterensembles rund um das Millionen-Bild auf. Foto: KNAPP Bitte recht freundlich: Fotografin Nanda nimmt die Darsteller der Pestalozzi-Theaterensembles rund um das Millionen-Bild auf.
Kelkheim. 

In Kelkheim wird ein neues Museum eröffnet. Nein, an den Bürgerentscheid zu einem Museums-Umzug habe sie in diesem Moment nicht gedacht, sagt Annett Stein. Sie leitet die Theater-AG an der Pestalozzi-Schule. Witzig sei die Verquickung der Themen aber schon. Ihre Geschichte „Die drei Schwestern“ ist von der Realität weit entfernt. Die Schüler packen viele Themen hinein – so ist die Aufführung eine Mischung aus Krimi, Liebesgeschichte und Talkshow.

Bald nach Beginn des Schuljahres und allgemeinen Übungen geht die AG in die Vollen: Welche Version soll’s sein? Stein bindet die Schüler direkt ein. Ihr ist es wichtig, dass die Kinder eine Spielfreude entwickeln. „Sie wollen erst einmal so viel kopieren aus dem Fernsehen. Aber sie sollen etwas Eigenes machen, weil es einfach fantasievoller ist“, betont sie. Eine gute Entwicklung hat sie bei vielen gesehen. So habe Jan als Kommissar anfangs schüchtern gespielt, jetzt habe er richtig den Überblick. Jan gibt das Lob zurück: „Man konnte sich entscheiden, welche Rolle man spielen möchte.“ Mia hat sich als Malerin Mialou Pipou als Merkmal Pinsel in die Haare gesteckt. Auch Nanda als Fotografin Nandini findet es gut, „dass man sich in der Theater-AG selbst einbringen kann“. Anna, als Model Annagret eine der Schwestern aus dem Titel, „mag es, vor Leuten etwas zu spielen“ und will als Schauspielerin „berühmt“ werden. Ihre echte und Theater-Schwester Greta, das Model Greta-Ann, kann sich das auch vorstellen.

Annett Stein wird es gerne hören, dieses Schauspiel-Feuer entfacht zu haben. Gerade bei jenen Mädchen und Jungen, die im zweiten Jahr dabei sind, sei ein Fortschritt sehr gut zu erkennen. Die „alten Hasen“ helfen ihr auch bei der Spielleitung – was nötig ist bei 17 Schauspielern in der beliebten Theater-AG. Es wollten sogar noch mehr Kinder mitmachen. Annett Stein würde eine zweite Gruppe anbieten, was aber (noch) an der Finanzierung scheitert.

Dabei können sich die Besucher am Donnerstag und Freitag, 14. und 15. Juni, um 17 Uhr bei freiem Eintritt in der Mensa der Schule, Pestalozzistraße 7, auf unterhaltsame Minuten freuen – musikalisch begleitet von Schulleiter Andreas Habel und Dominik Stein. Worum es genau geht? Zu viel soll an dieser Stelle nicht verraten werden. Es wird ein Bild-Unikat mit den drei Schwestern im Wert von 30 Millionen Euro aus dem Museum gestohlen. Welche Rolle der Nachtwächter, drei reiche Schwestern, zwei Diebesbanden und TV-Moderator Nicki Nicman spielen – das sollten sich interessierte Gäste am besten selbst anschauen . . .

(wein)

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